Rückblick: Fest unter der Eiche 2026 – Ein Herz fürs Ehrenamt
Bei strahlendem Sommerwetter verwandelte sich das Gelände des Hauses der Heimat wieder in einen lebendigen Treffpunkt für Kultur, Begegnung und Gemeinschaft. Unter dem Motto „Ein Herz fürs Ehrenamt“ feierten zahlreiche Besucherinnen und Besucher gemeinsam das traditionelle Fest unter der Eiche.
Den musikalischen Auftakt gestaltete die Siebenbürger Blaskapelle, die mit schwungvollen Klängen für beste Stimmung sorgte. Geschäftsleiterin Natalie Keller begrüßte gemeinsam mit der stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Erna Malygin die Gäste, Ehrengäste aus Politik, Kultur und Gesellschaft sowie die vielen ehrenamtlich Engagierten, ohne deren Einsatz ein Fest wie dieses nicht möglich wäre.
Foto: Annette Folkendt
In ihrer Begrüßung stellte Natalie Keller das Ehrenamt in den Mittelpunkt: Es sind die vielen Menschen, die im Hintergrund organisieren, aufbauen, backen, planen, dekorieren und am Ende wieder aufräumen. Oft unsichtbar, aber unverzichtbar. Oder, wie sie es augenzwinkernd formulierte: „Ehrenamt ist ein bisschen wie Sauerteig – man sieht es nicht immer sofort, aber ohne es geht der ganze Laden nicht auf.“
In ihrem Grußwort betonte die stellvertretende Vorsitzende Dr. Erna Malygin, dass das Haus der Heimat weit mehr als ein Gebäude sei. Es sei ein Ort der Begegnung, des Zuhörens und des Miteinanders, an dem Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenfinden und Heimat immer wieder neu entstehe. Unter dem Motto „Ein Herz fürs Ehrenamt“ würdigte sie die vielen Ehrenamtlichen, die mit Zeit, Erfahrung und Herzblut das Leben im Haus gestalten. Ihr Engagement, so Malygin, schaffe Vertrauen, Zusammenhalt und Gemeinschaft – Werte, die heute wichtiger seien denn je. Zugleich dankte sie den Kulturgruppen, den Förderern, den langjährigen Mitgliedern sowie dem hauptamtlichen Team um Geschäftsleiterin Natalie Keller für ihr gemeinsames Wirken, das das Haus der Heimat seit vielen Jahren zu einem lebendigen Ort der Kultur und Integration macht.
Grußwort stv. Vorsitzende Dr. Erna Malygin
Foto: Ramona Kiefer
Ein besonderer Höhepunkt war die Pantomime „Herz“ der Theatergruppe „Expression“, die seit vielen Jahren das kulturelle Leben im Haus der Heimat bereichert. Mit ausdrucksstarken Bewegungen und ohne Worte gelang es den Darstellerinnen, das Publikum zu berühren und den Gedanken des Mottos eindrucksvoll aufzugreifen.
HdH -Theatergruppe “Expression”
Foto: Ramona Kiefer
Im Anschluss richteten der Schirmherr der Veranstaltung, der Zweite Bürgermeister der Stadt Nürnberg Andreas Krieglstein, sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik ihre Grußworte an die Gäste. Dabei wurde die wichtige Rolle des Hauses der Heimat als Ort der Begegnung, des kulturellen Austauschs und des ehrenamtlichen Engagements hervorgehoben.
Ein weiterer bewegender Programmpunkt war die Ehrung langjähriger Wegbegleiter des Hauses der Heimat. Für ihr jahrzehntelanges Engagement wurden Horst Göbbel (30 Jahre), Dr. Jungnickl (30 Jahre), Frau Zogel (30 Jahre) sowie Frau Trumheller (10 Jahre) ausgezeichnet. Stellvertretend für viele Ehrenamtliche stehen sie für Beständigkeit, Verantwortung und gelebte Gemeinschaft.
Ehrung des Jubilars Hors Göbbel für 30 Jahre HdH Mitgliedschaft
Foto: Ramona Kiefer
Das abwechslungsreiche Kulturprogramm zeigte eindrucksvoll die Vielfalt der im Haus der Heimat beheimateten Gruppen. Die Siebenbürgische Kindertanzgruppe Herzogenaurach, die Egerländer Gmoi Nürnberg, die Hip-Hop-Kindertanzgruppe „Kiddies“, die Tanzgruppe der Banater Schwaben, die Gruppen NORIS BANATORIS, die Frauen- und Kindergesangsgruppen unter der Leitung von Oxana Jurk sowie die Tanzgruppe Fischer begeisterten das Publikum mit traditionellen und modernen Darbietungen. Sie machten deutlich, wie lebendig Brauchtum, Musik und Tanz heute gelebt werden und wie sie Generationen miteinander verbinden.
Zwischen den Programmpunkten blieb ausreichend Zeit für Gespräche, Begegnungen und den Besuch der zahlreichen Mitmach- und Informationsstände. Für das leibliche Wohl war mit Kaffee, selbst gebackenem Kuchen sowie herzhaften Speisen bestens gesorgt.
Den musikalischen Ausklang gestaltete erneut die Siebenbürger Blaskapelle und die Akkordeonbegleitung unter der Leitung von Hermine Schüller-Bögelein, die zum offenem Singen,Verweilen, Tanzen und Feiern einlud. Bis in den Abend hinein wurde unter der Eiche musiziert, gelacht und gemeinsam gefeiert.
Das Fest unter der Eiche hat einmal mehr gezeigt, was das Haus der Heimat ausmacht: Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenzubringen, Traditionen lebendig zu halten und das Ehrenamt sichtbar zu machen. Allen Mitwirkenden, Helferinnen und Helfern, Künstlerinnen und Künstlern sowie unseren Gästen gilt ein herzliches Dankeschön. Sie alle haben dazu beigetragen, dass dieses Fest zu einem besonderen Tag der Gemeinschaft wurde.
Foto: Ramona Kiefer