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Veranstaltungen 2. Halbjahr 2009

„Junge Regisseure laden ein!“, 30.12.2009
Weihnachtsfeier der Sprachschüler, 22.12.2009
Russlanddeportierte im Haus der Heimat Nürnberg, 09.12.2009
Szenische Lesung im Haus der Heimat Nürnberg, 01.12.2009
HerbstKonzert 2009, 23.10.2009
Fest unter der Eiche, 25.07.2009
Abschlussfest der Sprachschüler des Hauses der Heimat Nürnberg, 21.07.2009
Dankeschönfest für die Arbeitskreismitglieder des HdH, 12.07.2009

 

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30.12.2009 -   „Junge Regisseure laden ein!“ nach oben

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Landsmannschaftlich übergreifendes Jugendprojekt 2009 im Haus der Heimat Nürnberg

Nachdem sich die fünf beteiligten Landsmannschaften (Banater und Sathmarer Schwaben, Deutsche aus Russland Nürnberg und Fürth sowie die Siebenbürger Sachsen) darauf geeinigt hatten, dass einige ihrer Jugendlichen einen kurzen Film drehen sollten, wurde am 11. Juli 2009 erst ein Tagesseminar im Haus der Heimat organisiert, bei dem 12 Jugendliche von den Fachleuten Sascha Prinz und Tobias Milde Grundlagen der Filmgestaltung anhand praktischer Übungen und theoretischer Beispiele als Handwerkszeug geboten bekamen. Dabei lernten sie sich untereinander kennen sowie auch Techniken wie Kameraführung, Interview, Bildsprache, Magazinbeitrag und Treatment.

Bis zum Herbst wurden die Filme vorbereitet und gedreht. Der Film der sathmarschwäbischen Jugendlichen aus Nürnberg entstand z.B. während des viertägigen Aufenthalts der Jugendtanzgruppe Nürnberg in Schandern, einem Dorf in Sathmar/Rumänien, aus dem ihre Vorfahren einst nach Deutschland auswanderten, sowie in der Stadt Sathmar, wo die Tanzgruppe am Erntedankfest teilnahm. Auf der Reise wurden die Jugendlichen von ihren Eltern und Großeltern begleitet. Gemeinsam wurden die teils noch stehenden Elternhäuser und bekannten Orte im Heimatdorf aufgesucht, die Eltern und Großeltern erzählten den Jugendlichen über ihre Erinnerungen aus der Heimat. Der Film bekam den Titel „Tanzgruppe der Sathmarer Schwaben auf Wurzelsuche".
Die Jugendtanzgruppe der Siebenbürger Sachsen wählte als Thema das Erlernen eines Volkstanzes und filmte sowohl das Tanzseminar als auch einen Auftritt im Gesellschaftshaus Gartenstadt anlässlich eines gut besuchten Balls der Siebenbürger Sachsen.
Die Russlanddeutschen aus Nürnberg filmten Ausschnitte aus dem Abschlusskonzert der Tanzshowgruppe „White Shadows“ und der Tanzschule „Franz Hof“ am 7.11.2009 im Gemeinschaftshaus Langwasser, für das auch elegante Tanzkleidung angeschafft wurde.
Die Russlanddeutschen aus Fürth wählten ein ganz anderes Thema aus. Die Aktion „Wenn ich Bürgermeister wäre…“, verarbeitet Interviews quer durch die Jugendszene in Fürth zu einem kurzweiligen Dokumentarfilm.
Themenfindung, Herangehensweise und Probleme in der Praxis beschreibt die Banater Schwäbin Sandra Hirsch (17), die an der Herstellung des Films „Schwabenblut – Über die Gegenwart in die Zukunft in den Schuhen der Vergangenheit“ beteiligt war:
„Tja, wie kamen wir zu diesem Thema? Nun, mal ehrlich! Uns fiel kein besseres, mit dem alle einverstanden gewesen wären, ein. Und dann, als wir uns, leider viel zu spät, an dieses Thema herangewagt hatten, entpuppte es sich als voll interessant, mannigfaltig und mit einem ungeheueren Potential an Material…Am schwierigsten war, dass wir ganz schnell unter enormen Zeitdruck gerieten; leider selbstverschuldet, weil wir mit den Aufnahmen viel zu spät begonnen haben. Aus diesem Grunde konnten wir vieles nicht mehr so wie ursprünglich geplant, filmen. Doch wo ein Wille, da ein Weg, deshalb haben wir uns nicht unterkriegen lassen und aus den noch bestehenden Möglichkeiten einfach das Beste gemacht.
Beim Filmen selber, waren die Tanzschritte und Figuren am schwersten zu filmen. Vieles ist uns auch nicht so gelungen wie wir es uns vorgestellt hatten.
Beim Schneiden mussten wir so manches, was uns zuerst besonders wichtig schien, einfach in den Mülleimer werfen; einmal um das Niveau zu halten und zweitens um den Kampf gegen die Sekunden zu gewinnen.
Spaß hatten wir immer! Denn es gab immer einen Grund zum Lachen, auch dann, wenn alle Zeichen auf Ärger standen. Doch im Team zu arbeiten erfordert in erster Reihe Kompromissbereitschaft! Das hatten wir schnell herausgefunden!
Ob wir zufrieden sind mit dem Ergebnis? Aber sicher doch! Auch wenn es kritische Stimmen geben wird, auch wenn Fehler sichtbar werden sollten… wir haben unser Bestes gegeben! Und weil wir das mit reinstem Gewissen sagen können, dürfen wir auch zufrieden sein.“

Für die Präsentation der Filme hatte Bernhard Adam ein Kino in Fürth vermittelt. Am 29.11.2009 musste die Präsentation der Filme im Kino Babylon leider wegen technischer Probleme verschoben werden. Es waren dafür rund 100 Jugendliche und viele Eltern angereist.

Am 10.01.2010 fand endlich die Prämiere der fünf Filme statt. Sie wurden von Jugendlichen kurz vorgestellt und danach gemeinsam angesehen. Die Geschäftsleiterin des Hauses der Heimat, Doris Hutter, die das Projekt koordinierend begleitet hatte, dankte den anwesenden Vorsitzenden der Landsmannschaften und Gruppenleitern, die die Jugendlichen begleitet und beraten hatten, lobte das kreative Umgehen der jungen Regisseure mit der gestellten Aufgabe, stellte eine gute Stimmung unter den anwesenden Jugendlichen fest und ermutigte die jungen Leute, weiterhin kulturell aktiv und in Verbindung zu bleiben. Sandra Hirsch schloss ihre Präsentation mit folgenden Worten ab:
„Zum Schluss, noch ein Dankeschön an die Initiatoren und Träger dieses Projekts, zum einen für die Einladung und zum anderen für die gebotenen Chance, einmal im Leben etwas zu machen, das komplett aus dem Alltag und aus dem Rahmen fällt: seinen eigenen Film. Danke schön.“

Diesen Dank geben wir auch im Namen des Hauses der Heimat Nürnberg an den Bezirk Mittelfranken für die Förderung dieses Projektes weiter.

Doris Hutter

22.12.2009 -   Weihnachtsfeier der Sprachschüler nach oben

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Am 22. und 23. Dezember 2009 feierten die Sprachschüler mit ihren Lehrerinnen im Haus der Heimat das Weihnachtsfest. Die Sprachschüler zeigten großes Interesse für Sitten und Bräuche, für Weihnachtstraditionen in Deutschland. Im festlich geschmückten Seminarraum, mit Kerzen und Adventskranz, Lebkuchen und Glühwein hörten sie Weihnachtsgeschichten, vorgetragen von Olga Vetter und Lydia Pastarnak. Die Schüler bereiteten eine Überraschung vor.
Die Schöpfungsgeschichte der Bibel hat viele Millionen und Millionen von Menschenseelen beunruhigt. Viele weise Köpfe sind dabei gescheitert, um eine vernünftige oder passende Theorie zu finden um die Entstehung des Sonnensystems zu begründen. Wir ließen vom Zauber der Natur leiten. Die Schüler zeigten in ihrem Sternentanz die Harmonie und Zusammenspiel der Himmelskörper. Mit dem Glockenklang und Musik von J. Pachelbel bewegten sich die „Planeten“ nach ihrem Orbit.
Die Geschäftsleiterin des Hauses der Heimat Doris Hutter wünschte allen Frohe Weihnachten und erzählte eine fränkische Weihnachtsgeschichte. Zum Schluss bekam jeder Schüler einen Weihnachtsstern vom Weihnachtsmann.

Lydia Pastarnak

09.12.2009 -   Russlanddeportierte im Haus der Heimat Nürnberg nach oben

„Weißt du, was das heißt: Heimweh!“
Russlanddeportierte im Haus der Heimat Nürnberg

Am 9. Dezember 2009 trafen sich im Haus der Heimat Nürnberg auf Einladung von Günter Czernetzky 13 Zeitzeugen, die im Januar 1945 aus Siebenbürgen und dem Banat in die Sowjetunion deportiert wurden: Johann Bielz, Katharina Borbely, Katharina Donos, Elfriede Fabian, Anni Häusler, Hermine Krulitsch, Michael Mathias und Johann Roch aus Nürnberg, Johann Martini aus Heusenstamm bei Frankfurt, Elfriede Baier aus Seukendorf bei Fürth, Johann Schuller aus Fürth, Hartmann Bell und Anna Wagner aus Schwabach. Weitere Teilnehmer waren Angehörige, ein dort gezeugtes Kind und Dagmar Geddert aus Nürnberg, geboren im Lager Mospino.
Nach rührenden Begrüßungen und Gesprächen bei Kaffee und Kuchen, führte Czernetzky einige Interviews und Lieder aus der Deportation vor. Besonders beeindruckend erschienen die Lieder „Weißt du, was das heißt: Heimweh?“ und „Nach meiner Heimat zieht´s mich wieder!“ sowie „Tief in Russland in Stalino“.
Wiltrud Wagner zeigte die Foto - Dokumentation einer Reise zum Lager Handschonkowo (Lagernummer 1024) wobei neben neuen Gebäuden auch das viele Grün auffiel, u.a. große Bäume gepflanzt von den Deportierten: „Damals gab es keine Bäume, nichts Grünes, es war ständig windig, trockene Erde, alles war schwarz…Die Pappeln haben wir dann gesetzt!“ Der Eingang zum Bergwerk wurde sofort wieder erkannt und es wurden Geschichten über Unfälle erzählt. Hunderte Meter tief sind die Arbeiter in den Berg gefahren. Das Badehaus („Banja“) steht auch noch. Einmal wöchentlich durften die Gefangenen (offiziell: „Zivilinternierten“) baden, während ihre Kleidung entlaust wurde. Allerdings war die Heizung dafür nicht heiß genug, die Läuse überstanden die Entlausung…Als die Hygiene besser wurde, verschwanden auch die Läuse. Nicht aber die Wanzen…
Allzu große Probleme, wie z.B. Epidemien hat es in diesem Lager nicht gegeben, es war nämlich ein Vorzeigelager, in das die Inspektionen geholt wurden. Fotos, die am Ende der Deportation gemacht werden konnten, wurden beim Treffen herumgereicht und viele Geschichten wieder in Erinnerung gerufen. Trotz großer Entbehrungen und schwerer Leidenszeit, in der das Heimweh wie der Hunger ständiger Begleiter war, sagte ein Zeitzeuge: „Die Russen haben uns im Allgemeinen nicht schlecht behandelt.“ Hatten diese Deportierten mehr Glück als andere oder steht hier der versöhnliche, der verklärende Blick eines etwa 80- Jährigen im Vordergrund? Man hört öfters von Zeitzeugen, dass es in der russischen Bevölkerung auch viele großherzige Menschen gegeben hat, die den Deportierten bei eigener Gefährdung geholfen haben. In seinem Schlusswort erwähnte Horst Göbbel, dass die Lagerzeit natürlich für jeden Betroffenen eine einschneidende, nie zu vergessende Lebenswunde war, die erst im Laufe der Zeit zur Lebensnarbe geworden ist. „Diese unauslöschbaren, diese tief prägenden Lebenserfahrungen der damaligen Zeit, sie sind nicht nur mit Kälte und Hunger, mit Erschöpfung und Unfreiheit, mit Heimatverlust, mit Leid und Elend verknüpft, sie sind auch ein Beweis dafür, es größtenteils doch geschafft zu haben, neu angefangen zu haben. Die damaligen Erkenntnisse lassen uns von allen Deportierten mit lernen, dass Vertreibung und Deportation, dass Unfreiheit und Diktatur überall und immer Unrecht und Verbrechen bedeuteten und dagegen kontinuierlich angegangen werden muss.“
Natürlich konnte dieser Tag ohne klare Hinweise auf die große Leistung der Literatur-Nobelpreisträgerin 2009 Herta Müller und ihrem Roman „Atemschaukel“, das bisher vollkommenste Denkmal zum Andenken an die deportierten Deutschen aus Rumänien in die Sowjetunion 1945 bis 1949, nicht zu Ende gehen.
Man kann nur hoffen, dass weitere derartige „Lagertreffen“ mit Zeitzeugen organisiert werden und die Betroffenen allen Interessierten ihre Erinnerungen erzählen und die Fragen der Neugierigen beantworten. Unsere „lebenden Dokumente“ (so die Formulierung einer Museumsdirektorin aus Dnjepropetrowsk) werden immer seltener!

Doris Hutter



01.12.2009 -   Szenische Lesung im Haus der Heimat Nürnberg nach oben

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„Die Sehnsucht namens Freiheit“

Als wäre man dabei gewesen! Ereignisse aus dem Dezember 1989 in Rumänien, die man nur aus Erzählungen oder Fernsehausschnitten zu kennen vermutete, schoben sich glaubwürdig vor die Bilder, die wir damit verbanden. Zeitzeugen wurden zitiert. Man wurde eingebunden in die Gedankenwelt von damals, in die meist fragenden Gespräche, unvorbereiteten Handlungen und Verschwinden zufälliger unschuldiger Todesopfer.
Plötzlich war alles ganz nahe. Und auch die alte Heimat rückte Bild um Bild näher. Schon dafür hatte sich die vom Donauschwäbischen Zentralmuseum federführend geförderte Lesung dreier Schauspieler des Deutsche Staatstheaters Temeswar am 1. Dezember gelohnt.
Es wurde aber mehr! Ioana Iacob, Alex Halka und Andrea Nistor (v.l.n.r.) beeindruckten durch eine schöne sehr ausdrucksreiche Sprache, die dem unfassbaren Geschehen eine wohltuende Distanz vermitteln konnte. Einblicke in den kommunistischen Alltag und eine Rückschau auf die wirre Zeit nach 1989 führten aus dem unmittelbaren Geschehen nach dem 15. Dezember in Temeswar zu einigen Aspekten der Transformation des rumänischen Staates, die sich schwieriger gestalten sollte als damals mancher vorauszusehen vermochte.
Und man erlebte junge Künstler, die unter dem 34- jährigen Intendant und Direktor Lucian M. Vărşăndan ganz natürlich zeigten, wie die deutsche Kultur in Rumänien weiter lebt. Das 1953 gegründete Deutsche Staatstheater in Temeswar hat eine Belegschaft von 87 Mitarbeitern, wobei das Durchschnittsalter der Schauspieler 30 Jahre beträgt. Das laufende Repertoire ist beeindruckend, siehe auch www.deutschestheater.ro. In Vorbereitung u.a. Goethe_Lenau_Faust, Erkundung eines Mythos, eine Koproduktion mit der Badischen Landesbühne Bruchsal.
Herzlichen Dank allen Künstlern und Förderern, die die deutsche Kultur in Rumänien auf hohem Niveau weiterführen. Viel Erfolg auch weiterhin!

Doris Hutter

23.10.2009 -   HerbstKonzert 2009 nach oben

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Anmutige Kontraste

Nachwuchskünstler werden bei allen Konzerten des Hauses der Heimat sehr geschätzt. Wenn es in deren Reihen landsmannschaftlich übergreifend so gut klappt wie beim Banater Schwaben Klaus Weber (18), der in der Siebenbürger Blaskapelle Nürnberg spielt, freut man sich umso mehr. Er trat souverän an der Trompete, begleitet am Klavier von Fabian Engelhardt, Talentpreisträger 2008 der Stadt Fürth, mit einem Konzert von Johann Nepomuk Hummel auf.
Den weniger bekannten Giovanni Baptiste Viotie präsentierte gekonnt das Geigen-Duo Franziska Ulrich und Silke Andrae, letztere als Kind siebenbürgischer Eltern in Hof geboren und aufgewachsen.
Markus Böhm, Musikdiplompädagoge mit Wurzeln im Sudetenland, beeindruckte mit Fantasien für Klavier Solo, op. 116 von Johannes Brahms.
Im zweiten Teil erlebten die Zuschauer eine Auswahl kontrastvoller Lieder von Franz Schubert, Alexej Nikolajewitsch Werstowski und Vincenzo Di Chiara, einfühlsam vorgetragen von der Sopranistin Ludmila Hauer und souverän am Klavier begleitet von Elena Ovsiyenko, beide in der Ukraine großgewachsen.
Nicht minder beeindruckend präsentierte sich das Streicherquintett Angela und Alexandra Kutsche sowie Kerstin Neumann an der Violine, Tobias Hullin am Violoncello und Marcus Hullin an der Klarinette, beide mit Wurzeln in Oberschlesien und Pommern, mit einem Klarinettenquintett von Wolfgang Amadeus Mozart.
Begeistert zeigte sich die Moderatorin Helmine Buchsbaum, Stadträtin und Vorsitzende der Landsmannschaft der Banater Schwaben in Nürnberg, auch über die Auswahl der Komponisten bei den Künstlern Jakiv Volftsun aus der Ukraine an der Trompete und Oleg Madorskiy aus Weißrussland am Klavier: Neapolitanischer Tanz von Peter Tschaikowsky, Lauras Geist von Franz Liszt, The Carnival of Venice von Jules Benedict oder Carmen von Georges Bizet erzeugten eine ganz besondere Atmosphäre und wurden vom Publikum mit stürmischem Applaus aufgenommen.
Allen Künstlern und dem Arbeitskreis Kultur des Hauses der Heimat unter der Leitung von Annemarie Wagner sei hiermit noch einmal ganz herzlich für die Gestaltung und Organisation dieses unvergesslichen Abends, der unter der Schirmherrschaft von Dr. Markus Söder, Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, im Aufseßsaal des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg stattfand, gedankt!

Doris Hutter



25.07.2009 -   Fest unter der Eiche nach oben

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Gemeinsame Ehrung erfahren
Horst Göbbel erhält den Ehrenbrief des Bezirks Mittelfranken


Das „Fest unter der Eiche“, Tag der offenen Tür im Haus der Heimat Nürnberg, bot auch heuer verschiedene Leckerbissen: Umrahmt von der Siebenbürger Blaskapelle Nürnberg e.V., einer Kreativecke für Kinder, Spezialitäten vom Grill einiger Mitglieder der Siebenbürgisch-sächsischen Tanzgruppe Nürnberg, Trachtentanzgruppen und Gesang, wurde Horst Göbbel, der ehrenamtliche Vorsitzende des Hauses der Heimat, vom Bezirkstagspräsidenten Richard Bartsch mit Urkunde, Ehrennadel und Kostproben mittelfränkischer Weine ausgezeichnet.
Rechtzeitig vor den ersten kurzen Regenschauern hatten starke Männer unterschiedlicher Landsmannschaften am Vormittag des 25. Juli die Zelte aufgestellt. Bald schon brutzelte es am Grill der Siebenbürger Sachsen und brummte das Geschäft an der von Banater Schwaben betreuten Schänke. An der Kasse saßen Sudetendeutsche, Bibliothekarin Josefine Engel, Banater Schwäbin, bestritt den Bücherflohmarkt und Heinz Horn, Russlanddeutscher Künstler, begeisterte die Kinder in seiner Kreativecke mit dem Gestalten von Tierköpfen aus Steinen. Kuchen hatten alle Mitgliedsvereine gespendet und organisiert war das Fest wieder vom Arbeitskreis Kultur, dessen Sprecherin Annemarie Wagner, einer Nösnerin, Horst Göbbel öffentlich für ihren außergewöhnlichen Einsatz dankte. Zu dem Zeitpunkt schien schon längst verlässlich die Sonne, so dass die ca. 350 Gäste nach dem offiziellen Programm noch unbeschwert tanzen und sich bis in den Abend hinein unterhalten konnten.
Horst Göbbel konnte wieder zahlreiche prominente Ehrengäste aus Bundes- und Landtag, dem Bayerischen Sozialministerium, vom Bezirk Mittelfranken, dem Stadtrat Nürnberg, vom Bürgerverein Langwasser, Bund sowie Union der Vertriebenen, Wohlfahrtsverbänden und Polizei begrüßen. Vertreten waren auch der Ausländer- und der Aussiedlerbeirat sowie mehrere Vereine, die meisten darunter Mitglieder im Verein Haus der Heimat. Göbbel zitierte Albert Einstein mit den Worten: „Der Mensch kann in seinem kurzen und gefahrenreichen Leben einen Sinn nur finden, wenn er sich dem Dienst an der Gesellschaft widmet.“ Er dankte allen im Haus der Heimat allgemein ehrenamtlich Tätigen und betonte erneut Weitblick, Energie, Entschlossenheit und Durchsetzungsvermögen derer, die Ende der 90-er Jahre das Haus der Heimat gegen alle Widrigkeiten durchgesetzt hatten. Damals spielte Dr. Sieghard Rost, Landtagsmitglied a.D. und Ehrenvorsitzender der Union der Vertriebenen Bayern eine entscheidende Rolle. In seinem Grußwort, das er als Schirmherr der Veranstaltung hielt, würdigte Dr. Rost u.a. das Engagement auch Einheimischer, die zusammen mit den Vertriebenen und Aussiedlern für dieses Haus gekämpft hatten. Er freut sich, dass das einstige Ziel, ein Haus der Begegnungen zu etablieren, Realität geworden ist. Zu verdanken sei dies dem offenen Charakter des Hauses, wo nicht nur Heimat gesucht, bzw. Brücke ins Herkunftsland geschlagen, sondern auch Integration gelebt werde. Besonders wertvoll dabei sei, dass es ein Verein ist, der diese Arbeit mit vielen Ehrenamtlichen schultert. „Man sieht, dass bei diesen Menschen das Herz am richtigen Fleck schlägt“, sagte Stadtrat Michael Frieser, Kandidat der CSU für den Bundestag, als er in die Runde schaute: Viele ehrenamtliche Helfer waren auch diese Mal den ganzen Tag unterwegs, um das Fest zu gestalten. Gebhard Schönfelder, SPD-Fraktionsvorsitzender in Vertretung des Oberbürgermeisters Dr. Ulrich Maly, griff die Gründung des Nürnberger Rats für Integration und Zuwanderung auf, der in Deutschland ein Vorbild werden könnte, dankte den daran beteiligten Aussiedlern für den „regen Kontaktaustausch in der Stadtgesellschaft“ und schloss mit dem Satz: „Nur im Team mit Ehrenamtlichen kann die Integrationsarbeit voran gebracht werden.“ Brigitte Wellhöfer, Stadträtin für Das Bündnis 90/Die Grünen dankte in dem Kontext Horst Göbbel und Doris Hutter für die „hervorragende Arbeit der letzten Monate in Verbindung mit dem Rat für Integration“ und zeigte sich sehr beeindruckt von der Mehrsprachigkeit, die im Haus der Heimat nicht als Hindernis, sondern als Chance gesehen werde. Die künstlerischen Beiträge zwischen den Grußworten waren geprägt von Volkstanz (Jugendtanzgruppe der Sathmarer Schwaben unter der Leitung von Erika Bärenz und Angela Toma sowie Kindertanzgruppe der Siebenbürger Sachsen unter der Leitung von Annette Folkendt) und Gesang, wobei der Chor der Russlanddeutschen (Leitung Charlotte Kirchmeier) deutsche Volkslieder, die Jugendlichen des Hauses der Heimat (Leitung Olga Philipp) jedoch deutsche und auch ein russisches Lied sangen. Marcus König, Vorsitzender der Jungen Union Nürnberg, sah das Fest wie ein Familienfest: „Wir schaffen es oft nicht, alle Generationen an einen Tisch zu bringen, Sie schaffen es!“ Katharina Kessel trug während des geselligen Teils noch eine selbst gedichtete „Ode an das Haus der Heimat“ vor und Martin Burkert, MdB, der später dazu kam, sprach in seinem Grußwort einige aktuelle Anliegen der SPD an, wie z.B. Lärm- und Klimaschutz. Er warb dafür, auf erneuerbare Energien zu setzen und ist überzeugt, dass Deutschland auch in Zukunft mit neuen Technologien zum Klimaschutz federführend sein wird. Moderatorin Helmine Buchsbaum, Stadträtin CSU und Vorsitzende der LM der Banater Schwaben Nürnberg ehrte Lucie Reinhardt, Antonina Rung, Lydia Pastarnak und Johann Roch für 10-jährige Mitgliedschaft. Nach den Ehrungen folgte ein für das Haus der Heimat und die Siebenbürger Sachsen besonders bedeutender Programmpunkt:
Im Ehrenbrief des Bezirks Mittelfranken, der vorgelesen wurde, steht „Horst Göbbel hat sich durch seine beispielhafte ehrenamtliche Tätigkeit als Vertreter der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler und als Leiter des „Haus der Heimat e.V.“ besondere Verdienste um Mittelfranken erworben. Er vertritt seit über 25 Jahren die Interessen der Siebenbürger Sachsen, engagiert sich in Aussiedlerfragen und trägt so vorbildlich zur Integration in Mittelfranken bei.“ Auch würdigte der Bezirkstagspräsident dessen Einsatz in verschiedenen Gremien der Stadt Nürnberg, wo er „die Weichen für eine vernünftige Weiterentwicklung gestellt hat“ und auch um Fördermittel geworben habe, die „Grundlage aller Arbeit“. Die Ehrennadel wurde Horst Göbbel von Karin Knorr, Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten und auch des Landrats von Erlangen-Höchstadt, angesteckt. Bezirksrat Peter Daniel Forster überreichte die Weinproben. Horst Göbbel dankte und sagte: „Diese Ehrung empfinde ich nicht als eine rein persönliche, sondern als Ehrung der vielen Menschen, die mit mir für diese Sache mitgewirkt haben. Heimat ist dort, wo wir gemeinsam unterwegs sind. Wir sind auch heute gemeinsam hier unterwegs und haben gemeinsam eine Ehrung erfahren.“ Die Geschäftsleiterin dankt allen Helfern, die das Fest unter der Eiche mitgestaltet und mitgetragen haben!

Doris Hutter

21.07.2009 -   Abschlussfest der Sprachschüler des Hauses der Heimat Nürnberg nach oben

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Am 21.07.09 fand im Hof des Hauses der Heimat, unter der Eiche, das Abschlussfest der Sprachschüler statt. In festlich geschmückten Zelten feierten rund 80 Personen. Die Geschäftsleiterin des HdH, Frau Doris Hutter, sowie der Vorsitzende des BdV, Herr Werner Hennig, begrüßten die Sprachschüler und wünschten ihnen alles Gute.
Umrahmt wurde das Fest von zwei Kinder- und Jugendgesanggruppen unter der Leitung von Frau Olga Philipp.
Die Sprachschüler bedankten sich herzlich bei den Lehrerinnen Olga Vetter und Lydia Pastarnak, trugen Texte oder Verse vor und sangen Lieder. Zum Schluss sprach der Vorsitzende des Hauses der Heimat, Herr Horst Göbbel. Er wünschte den Schülern Erfolg in der neuen Heimat und betonte, dass man die deutsche Sprache lernen muss, aber auch seine Muttersprache nicht vergessen darf. „Zwei Sprachen heißt zwei Kulturen - und das ist ein Reichtum“, sagte er.

Lydia Pastarnak


12.07.2009 -   Dankeschönfest für die Arbeitskreismitglieder des HdH nach oben

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Dankeschönfest 2009 für die Arbeitskreismitglieder des Hauses der Heimat Nürnberg

Wieder knüpfte der organisierende AK „Kultur und Soziales“ an das Sprichwort „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“ an und plante für dieses Jahr eine Besichtigung des Johannesfriedhofs und der Hesperidengärten in Nürnberg.

Ganz begeistert und ergriffen von Vielfalt und Tragweite unterschiedlicher Schicksale von meist berühmt gewordenen Persönlichkeiten, ließen sich die ehrenamtlichen Arbeitskreismitglieder des Hauses der Heimat zusammen mit ihren Partner am 12. Juli gerne von Brigitte Roßbach, Mitglied des Vereins „Altstadtfreunde Nürnberg“, über den Johannisfriedhof führen. Erstaunt sahen einige von ihnen zum ersten Mal die Hesperidengärten, schöne Parkanlagen im Stadtteil Johannis unweit des Friedhofs, die öffentlich begehbar sind und in einen kleinen gemütlichen Biergarten münden.
Nach der interessanten Führung saßen die 26 Teilnehmer, darunter Mitglieder aus sechs Arbeitskreisen, noch in geselliger Runde bei Speis und Trank beisammen, lernten die neuen AK-Mitglieder kennen und ließen den ansprechenden Ausflug fröhlich ausklingen.

Herzlichen Dank an Brigitte Hahnfeld aus dem AK Kultur, die ihre einst vorgebrachte gute Idee, diese Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, auch organisatorisch umsetzte, so dass der Nachmittag in jeder Hinsicht klappte und ein voller Erfolg wurde.

Doris Hutter

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