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Veranstaltungen
2006
Weihnachtsfeier der Sprachschüler, 20.und 21.12.06
"Schwarzmeerjugend" Bay. Haus Odessa, 15.12.06
LM übergreifendes Seniorentreffen, 06.12.06
Sozialbetreuerseminar im HdH, 02.12.06
Inforeihe WER-WIE-WAS, 30.11.06
Buchpräsentation "Hansi Schmidt", 31.10.06
Festival "Miteinander leben in Erlangen 2006", 22.10.06
Ausstellung „Die Schulen der Siebenbürger Sachsen“
21.10.-12.11. 2006
HerbstKonzert, 29.09.06
Freche Pinsel - coole Kunst, 23.09.06 und 25.11.06
Fest unter der Eiche, 22.07.06
Abschluss der Sprachkurse, 20.07.06
Musical Auftritt in Augsburg, 16.07.06
Schulfest HS Neptunweg Nbg 14.07.06
Veranstaltungen 1. Halbjahr 2006 >>>
Veranstaltungen 2005 >>>
Veranstaltungen 2004 >>>
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| 20. und 21.12.06 Weihnachtsfeier der Sprachschüler mit Krippenspiel |
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Am 20. und 21. Dezember 2006
fanden jeweils ab 10:30 Uhr die Weihnachtsfeiern für die Sprachschüler der
Sprach- und Orientierungskurse Russisch-Deutsch statt. In festlichem Rahmen
wurde mit den Schülern der Weihnachtsgeschichte gedacht. Neben belegten Broten,
Stollen, Plätzchen, Tee, Glühwein, Wein und Wasser gab es je ein Krippenspiel,
das die zwei Lehrerinnen Olga Vetter und Lydia Pastarnak mit einigen
Sprachschülern einstudiert hatten. Besinnliche Worte über das Kerzenlicht, die
Wärme verbreiten und sinnbildlich auf das Leben übertragen werden kann, Gutes
zu tun, sprachen Olga Vetter und die Geschäftsleiterin Doris Hutter. Lydia
Pastarnak übernahm den Part des Weihnachtsmannes und verteilte aus einem großen
Sack symbolisch kleine Süßigkeiten. Zudem wurden die Deutschlehrerinnen von
den Schülern mit herzlichen Dankesworten geehrt. Die Sprachschüler, die meist
Weihnachten so nicht kennen, freuten sich über diese gelungene Feier und stimmten
abschließend auch russische Lieder an. Damit wurde die Brücke in ihre alte
Heimat geschlagen und ließ vertraute Erinnerungen wach werden. Gemeinsames
Singen weckt ein Gemeinschaftsgefühl, das ganz besonders zu Weihnachten an die
Herzen der Menschen rührt.
Ilse
Großmann/ Doris Hutter
| 15.12.06 "Schwarzmeerjugend" des Bayerischen Haus Oddessa in Nürnberg |
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in Bearbeitung !
Konzert des Streichorchesters der Schwarzmeerjugend des Bayerischen Hauses Odessa in Nürnberg- Eibach
Das Haus der Heimat (HdH) Nürnberg ist ein Verein, der die
Tradition und Kultur der Deutschen, die ihre Heimat verloren haben, pflegt, und
darüber hinaus ein Begegnungszentrum. Begegnung ist eine der wichtigen
Voraussetzungen, dass es zur Völkerverständigung kommen kann.
Das Bayerische Haus Odessa
leistet durch seine Kulturprojekte, wie z.B. durch Konzertreisen des
Streichorchesters, europaweit einen Beitrag zur Vermittlung der deutschen und
ukrainischen Kultur, sowie zur Völkerverständigung.
So war es dem HdH ein Anliegen, dem Streichorchester der
Schwarzmeerjugend beim Organisieren eines Konzertes in Nürnberg behilflich zu
sein. Im Vorstand der ev. Stiftung „Seelsorge in Nürnberg“ fand die
Geschäftsleitung unbürokratisch hilfsbereite Menschen, die dieses Konzert möglich
machten.
Dekan Rainer Oechslen, der Initiator des Konzertes in der
Johanneskirche Eibach, führte am Freitag, 15.Dezember durch das Programm und
begrüßte ganz herzlich die jungen Musiker, die kurz vorher noch ein Abendessen
erhalten und auch anschließend von der Kirchengemeinde verpflegt und
einquartiert werden sollten.
Das Streichorchester der Schwarzmeerjugend des
Bayerischen Hauses Odessa trat unter der Leitung von Prof. Dr. Waldemar Köhn
auf. Es wurde 1997 mit Unterstützung des deutschen Kulturzentrums in Odessa
gegründet. Das Ensemble besteht aus 22 Schülern der Stoljarski- Musikfachschule
für begabte Jugendliche und ist Preisträger internationaler Wettbewerbe. Davon
konnte sich das Publikum eingehend überzeugen. Es zollte wiederholten Applaus
und zeigte damit die große Anerkennung des bewundernswert hohen Niveaus, mit
welchem das jugendliche Orchester und seine Solisten sich präsentierten. Die
Geiger und Cellospieler boten Werke aus dem Barock, der Romantik, dem
Klassizismus sowie der modernen Musik dar. Das Repertoire des Orchesters
umfasst Werke von Händel, Bach, Vivaldi, Rossini, Schostakowitsch, Mozart,
Haydn, Bahms u.a.
Vor der Pause stellte die russlanddeutsche und nahe Odessa
geborene Lydia Pastarnak, Sprachlehrerin des HdH, im Namen des Historischen
Forschungsvereins der Deutschen aus Russland das "Trauerbuch Odessa"
vor, eine erst im Oktober 2006
erschienene Publikation, die sich vor allem den Opfern des Stalinismus widmet. Im
Namen des HdH-Vorstands dankte anschließend die Geschäftsleiterin des HdH,
Doris Hutter, für das Zustandkommen des Konzerts und überreichte vier der
wertvollen historischen Bücher an Prof. Dr. Waldemar Köhn, Direktor des
Bayerischen Hauses Odessa stellvertretend für das ganze Orchester, Dekan Rainer
Oechslen, Herrn Neumeister, dem Vertrauensmann des Kirchenvorstands, und Olga
Vetter, der russlanddeutschen Sprachlehrerin im HdH, die als Verbindung
zwischen dem HdH und der Stiftung „Seelsorge in Nürnberg“ agiert.
Doris Hutter
| 06.12.06 LM übergreifendes Seniorentreffen |
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„Stille Nacht, heilige
Nacht“ – dieses Lied ist zu Weihnachten die Seele vieler Menschen. Mit diesem
wunderschönen Lied hat auch das Seniorentreffen im festlich geschmückten Raum
im Haus der Heimat angefangen.
Die Feier leitete Monika Jacob, zweite Vorsitzende des Kreisverbandes
der Landsmannschaft der Sathmarer Schwaben. Sie begrüßte die Anwesenden,
Mitglieder verschiedener Landsmannschaften, recht herzlich mit den Worten: „Es
ist mir eine Ehre, Sie zu unseren Freunden zu zählen, und ich bin immer froh,
wenn wir Sie bei uns zu Gast haben dürfen“ und führte durch das reichhaltige
Programm. Fr. Steinbinder, erste Vorsitzende des Kreisverbandes der Landsmannschaft
der Sathmarer Schwaben bedankte sich für die zahlreiche Teilnahme. Ihr Bericht enthielt
einen kurzen Rückblick auf die mit Erfolg und viel Engagement, durchgeführten
Veranstaltungen. Sie sagte: „Im Rückblick der Jahre kann ich sagen, dass das
HdH Nürnberg ein würdiger Zentralpunkt der Aussiedler aus verschiedenen Ländern
ist. Für unser Vereinsleben sind die Projekte und Zuwendungen seitens des Hauses
der Heimat für alle Landsmannschaften sehr wichtig. Das HdH ist das Zentrum unserer LM-übergreifenden Kulturarbeit, die die Tradition, Bräuche
und Sitten der alten Heimat pflegt. Hierbei forderte Fr. Steinbinder alle auf, auch
weiterhin dieser vielfältigen, kulturellen Arbeit Interesse entgegenzubringen
und mitzuwirken. Mit einem kurzen Ausblick auf die geplanten Projekte 2007 lud sie
zum gemütlichen Beisammensein ein.
Das LM-übergreifende Seniorentreffen 2006 wurde zu einem
regen Austausch über Bräuche und Sitten der Banater Schwaben, Sathmarer Schwaben,
Siebenbürger Sachsen und Oberwischauer Zipser. Das ist wichtig und zugleich
auch gut, da die Leute somit in der heutigen hektischen Zeit ein bisschen
abschalten konnten. Zwischen stimmungsvollem Gesang erzählte Marianne Röhrig
die Geschichte vom „Herodes“. Monika Jacob, umrahmt von selbst gebastelten
Sternen und Krippen, trug Szenen aus dem „Bethlehem-Spiel“ – das mehrfach in
der heiligen Nacht durch die Kinder in die Häuser gebracht wurde – vor.
Für das leibliche Wohl sorgten heimische Spezialitäten. Bei
Kaffee, Kuchen und Plätzchen fühlten sich alle Gäste rundum wohl. Am späten
Abend konnte man die leckeren Krautwickel, den Boeffsalat, die Mettenwurst, den
Presssack und die Käsesnacks genießen. Ein besonderes Dankeschön und großes Lob
wurde der Köchin Berta Funer ausgesprochen.
Die Stimmung war ausgesprochen gut. Erst in den späten
Abendstunden gingen oder fuhren die Gäste bester Laune heimwärts. „Schade, dass
es Weihnachten nur einmal im Jahr gibt!“ – das waren wehmütige Schlussworte,
mit denen sich die Teilnehmer um 22.30 Uhr verabschieden.
Monika Jacob und Anna Steinbinder
| 02.12.06 Sozialbetreuerseminar im HdH |
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Zum landsmannschaftlich übergreifenden Seminar
für Sozialbetreuer am 02.12.2006 im Haus der Heimat Nürnberg wurden zwei
Fachreferenten eingeladen: Monika Pischke, Fachrechtstutorin der Auskunfts- und
Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung Bund Nürnberg und Joachim
Lenz, Rentenberater aus Nürnberg.
Es
nahmen 17 ehrenamtliche Berater sämtlicher Landsmannschaften teil.
Im Haus der Heimat beraten täglich
ehrenamtliche Betreuer aus den Reihen der Landsmannschaften, die meisten sind
schon über 20 Jahre tätig. Wegen der vielen Probleme infolge von
Verordnungsänderungen beim Fremdrentengesetz der Spätaussiedler, ist die Hilfe
von Fachleuten von großer Notwendigkeit. Da im Juni des Jahres 2006 ein
Abkommen zwischen Deutschland und Rumänien im Bezug auf die Renten der in
Rumänien geleisteten Arbeitszeit zustande kam, stellte dieses Thema den
Schwerpunkt des Seminars dar. Viele Fragen, die bei der Beratung vorkommen,
wurden von den Fachleuten beantwortet, was uns in der Weiterberatung sehr
hilfreich ist.
Nach dem Vortrag gab es ein
gemeinschaftliches Mittagessen, gefolgt von Kaffee und Kuchen, wo wir uns noch
beraten und Pläne für die Zukunft schmieden konnten.
Mir persönlich hat dieses Seminar viel
gebracht, auch die anderen Betreuer sind sehr zufrieden.
Anna Steinbinder, Seminarverantwortliche
Beraterin der Sathmarer Schwaben
| 30.11.06 Inforeihe WER-WIE-WAS |
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Am 30.11.2006 veranstaltete der
Arbeitskreis Sprach- und Orientierungskurse des Hauses der Heimat Nürnberg im
eigenen Haus einen Musikabend mit klassischer russischer Musik. In einem Ausstellungsraum
wurde man durch große Fotos von Pyotr Tschaikowsky, Michael Glinka, Sergej
Prokofjew, Sergej Rachmaninow und Dimitri Schostakowitsch sowie kurze,
prägnante Wandtafeln über ihr Leben und Werk, auf die Komponisten und das
Wesentliche der Musik vorbereitet. Es erfolgte eine Einführung in die jeweilige
Musik durch die Sprachlehrerinnen Olga Vetter und Lydia Pastarnak begleitet von
den jungen Schülerinnen Nicole Vetter und Olga Malzew .
Anschließend wurden die Gäste in einen
wunderbar gestalteten Raum gebeten: Durch kunstvolle Kulissen und
Kerzenbeleuchtung fühlte man sich wie im Wintergarten eines Schlosses.
Das eigentliche Konzert bestand aus Werken
für Klavier und Gesang der genannten Komponisten, dargeboten von Künstlern
hoher Qualität, wie z.B. wunderbare vierhändige Klavierstücke gespielt von
Sergey Parparov und Olena Ovsiyenko und Lieder und Romanzen gesungen von
Ludmila Hauer.
Die Musik beinhaltete sowohl heitere
Passagen, als auch dramatische. Gemäß dem Motto hatten die Zuhörer gemeinsam „Spaß
mit klassischer Musik“.
Dorothea Schmeißner-Lösch/ Olga Vetter
| 31.10.06 Buchpräsentation "Hansi Schmidt..." |
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Hans-Günther Schmidt stellt sein Buch am 31.10.2006 vor
„Hansi Schmidt, Weltklasse auf der Königsposition“
In allen Nürnberger Zeitungen war zu lesen: „Hansi Schmidt,
die Handball – Legende vom VfL Gummersbach kommt am 31. Okt. 2006 zum Haus der
Heimat nach Nürnberg und präsentiert seine Biographie, verfasst von Johann
Steiner“. Es ist heutzutage Mode, dass Biographien (Gerhard Schröder, Alfred
Biolek, Günter Grass, Dieter Bohlen, Heino....) noch zu Lebzeiten erscheinen.
Der Banater Schwabe Johann Steiner erfasste auf 352 Seiten
den Lebenslauf des in den 70-ger Jahren besten Handballers der Welt, Hansi
Schmidt. Im Buch heißt es: „Hansi Schmidt, Weltklasse auf der Königsposition“. Darauf
sind ein ganzes Banater Schwabenvolk und viele „Deutschländer“ stolz. Unser
Marienfelder Schwob Hansi Schmidt war groß und bleibt für uns groß im Handball
und Charakter. Spricht man mit ihm, so sagt er immer wieder: „So wichtig bin
ich ja gar nicht, man hat mir von allen Seiten der Mannschaft den Ball immer
zugespielt. Nun erwarteten alle das ich daraus ein Tor mache“.
Es war der 23. Nov. 1963 als Sepp Herberger seinen Rücktritt
als Fußballtrainer ankündigte, da reiste unser Hansi mit der rumänischen
Juniorennationalmannschaft zu einem Turnier nach Deutschland. Er setzte sich ab
vom Team. Hamburg, Köln, Gummersbach, Hannover waren seine Zwischenstationen.
Es folgte für unseren Schwabensohn eine Karriere der
Superlative. Er wurde hier in Deutschland siebenmal Meister, viermal
Europapokalsieger. Er wurde auch fünfmal Torschützenkönig in Deutschland. Er
bestritt 18 Länderspiele für Rumänien und 98 für Deutschland und warf 484 Tore.
Mit vielen seiner ehemaligen „Sportgegnern“ ist er heute
noch befreundet z.B. Gheorghe Gruia (lebt in Mexiko), Ivânescu, Samungi, Jakob,
Brüder Edwin und Dr. Hjalmar Sauer.
Mehrere Freunde kamen zur Buchpräsentation ins Haus der
Heimat Nürnberg wie z.B. die Weltmeister Roland Gunnesch, Dieter Christenau und
Peter Streitfert (Dinamo Kronstadt, noch Großfeldhandballmeister) und weitere
Landsleute, nun in Deutschland lebend.
Im September dieses Jahres wurde der 64 Jahre alte
Hauptschullehrer Hansi Schmidt pensioniert und genießt in Gummersbach seinen
Lebensabend.
Josef Lutz – Nürnberg
22.10.06 HdH beim Festival "Miteinander leben in Erlangen 2006" |
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Das vom Ausländerbeirat der Stadt Erlangen organisierte internationale
Fest „Miteinander leben in Erlangen 2006“ fand am 22. Oktober 2006 in der Heinrich- Lades- Halle in Erlangen
statt.
Das Haus der Heimat Nürnberg präsentierte im Kleinen Saal
das Kindermusical „Der Kaiser und die Nachtigall“ frei nach dem Märchen von Hans
Christian Andersen mit einem Text von Doris Hutter und der Musik von Gerald
Fink. Regie und Choreografie hatte Franz Hof inne, Olga Philipp die musikalische
Leitung und Olga Vetter die Kulissen und Organisation . Olga Philipp,
Musiklehrerin im Haus der Heimat Nürnberg, unterrichtet Kinder, Jugendliche und
Erwachsene in den Fachrichtungen Musikalische Früherziehung, Gesang und
Keyboard.
Im Jahr 2004 wurde in ehrenamtlicher Arbeit, außerhalb der
Kurse, mit großer Begeisterung und viel Spaß dieses Kindermusical erarbeitet
und vor Schulklassen aus Langwasser, im Altersheim Gräfenberg, auf dem
Bauspielplatz „Baui“ und im Moritz-Saal in Augsburg aufgeführt. Rund 20 Kinder,
deren Wurzeln zum Großteil in Russland liegen, setzen mit diesem Musical der
Musik ein Loblied und der Freiheit ein Denkmal.
Anschließend an das Musical boten die Darsteller noch eine
Kinderdisko mit fetzigen Liedern.
21.10.-12.11.06 Ausstellung "Die Schulen der Siebenbürger Sachsen" |
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„Die Schulen der Siebenbürger Sachsen“, eine Ausstellung der Stadt Herzogenaurach und der LM der
Siebenbürger Sachsen, Nachbarschaft Herzogenaurach in Kooperation mit dem
Schulmuseum Nürnberg vom 22. Okt. – 12. Nov. 2006 im KunstRaum der Stadt
Herzogenaurach wurde thematisch passend ergänzt durch Leihgaben, die Doris
Hutter von Landsleuten der Nachbarschaft Herzogenaurach und Umgebung gesammelt
hatte: Zeugnisse, Bilder, Schulkleidung, Materialien, Bücher, Hefte, Handarbeiten
aus der Schulzeit. Zusammen mit Annette Folkendt erstellte sie außerdem eine
thematische Klappwand mit vergrößerten Fotos, z.B. aus der Grundschule Maldorf in
den 80-er Jahren oder aus dem deutschen Schulleben Viktorias, der 1.
sozialistischen Stadt Rumäniens.
Die Eröffnung der Ausstellung am Samstag, 21. Oktober 2006
im Club der Jugoslawen Herzogenaurach erfolgte neben namhaften Ehrengästen aus
Bundestag, Landkreis, Institutionen und mehreren Vereinen durch Doris Wüstner,
3. Bürgermeisterin von Herzogenaurach. Es erschienen über 130 Gäste, darunter
die Aktiven der Nachbarschaft, die Kuchen gebacken, Leihgaben gespendet oder
Aufsichten übernommen hatten.
Michael Schneider, Leiter des Schulmuseums Nürnberg führte
in die Ausstellung, die er 2005 konzipiert und im Nürnberger Schulmuseum
präsentiert hatte, ein. Es folgte ein Auftritt des JugendTheaters Nürnberg
JuThe mit der Szene „Auch Füller können fremd sein“ (Text und Regie: Doris
Hutter). Als Michael Schneider für die Eröffnung dieser Ausstellung im Schulmuseum
Nürnberg 2005 einen lebendigen Programmpunkt suchte, schrieb Doris Hutter auf
Wunsch des Lehrstuhls Pädagogik einen Einakter, der nicht etwa in Siebenbürgen
spielt, sondern die Integration in Deutschland widerspiegelt und im
Übergangswohnheim angesiedelt ist.
Nach Auftritten der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen der
Siebenbürgischen Volkstanzgruppe Herzogenaurach (Ltg. Gerhard Berner und
Brigitte Krempels) eröffnete Inge Alzner, Vorsitzende der Kreisgruppe Nürnberg,
anschließend die Ausstellung im KunstRaum mit einem Sektempfang.
Das Rahmenprogramm zur Ausstellung beinhaltete neben zwei
Führungen auch den einstündigen
Videofilm „Schulzeit in Siebenbürgen“ (Jugendprojekt, Drehbuch und Regie: Doris
Hutter) am Mittwoch, 1.November und nach Vereinbarung für Grundschulklassen
„Kinderspiele aus Siebenbürgen“ unter der Leitung von Katharina und Annette
Folkendt.
Doris Hutter
| 29.09.06 HerbstKonzert |
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Von Bach bis Schostakowitsch
Das HerbstKonzert 2006 des Hauses der Heimat
Erwartungsvoll strömte am 29. September ein zahlreiches
Publikum in den Kleinen Saal der Meistersingerhalle Nürnberg, um das vom
Arbeitskreis Kultur des Hauses der Heimat Nürnberg organisierte, inzwischen
traditionelle Konzert mit Musik vom Barock bis zur Moderne, zu erleben. Und es
sollte auch heuer nicht enttäuscht werden.
Mit nichts Geringerem als der Rhapsody in Blue von George
Gershwin eröffnete der 17- jährige begnadete Gymnasiast Thomas Schleicher
(Trompete), begleitet am Klavier von seiner erfolgreichen Schwester Julia, das
Konzert. Passend im Mozartjahr, erfreute die Sopranistin Irmgard Müller mit gefühlvoll
interpretierten Arien aus den Opern Don Giovanni, La clemenza di Tito und
Figaros Hochzeit. Begleitet wurde sie am Klavier von Renate Jung-Bilk, ebenfalls
Banater Schwäbin. Johann Sebastian Bach hätte seine Freude am folgenden
Künstler gehabt: Der 27- jährige Sathmarer Schwabe Jonucz Csaba, erst seit
einem Jahr in Deutschland und Student an der Hochschule für Musik Nürnberg,
begeisterte an der Tuba u.a. mit Bachs Sonate Es-Dur für Flöte und obligates
Cembalo, bearbeitet von Walter Hilgers, oder Domenico Cimarosas Concerto für
Oboe in C. Die Klavierbegleitung war wieder hervorragend besetzt durch Renate
Jung-Bilk. Die Siebenbürger Sachsen wurden vom Bariton Christoph Reich
vertreten. Seine meisterhaft und mit viel Gefühl vorgetragenen Lieder von Franz
Schubert (u.a. Der Lindenbaum) und Robert Schumann (u.a. Wenn ich in deine
Augen seh oder Ich grolle nicht) wurden zu Recht mit stürmischem Applaus
bedacht. Begleitet wurde er am Klavier von seiner Mutter Ilse Maria Reich, die bis
zu ihrer Aussiedlung 1988 der Elite der Orgelvirtuosen in Rumänien angehörte. Christopher
Scholz, dessen Vorfahren aus Schlesien stammen, verzauberte das Publikum auf
seiner Bratsche mit Quincy Porters modernem Stück Suite for Viola Alone und
wurde begeistert um eine Zugabe gebeten, die jedoch aus Zeitgründen nicht erfolgen
konnte. Denn Helmine Buchsbaum, die mit vielen interessanten Details zu den
Komponisten und aufgeführten Stücken durch das Programm führte, hatte noch ein
Ass im Ärmel: Den erfolgreichen Chor „Heimatmelodie“ der Landsmannschaft der
Deutschen aus Russland Augsburg unter der Leitung von Alena Heiser. Die rund 40
Sänger überzeugten mit Melodie von Giulio Caccini und Romance von Dmitrij
Schostakowitsch. Einen weiteren Höhepunkt bot das dem Chor entspringende
Quartett „Rudemus“ mit einem Laudate Dominum von Wolfgang Amadeus Mozart und
dem „Schwan“ aus Karneval der Tiere von Camil Saint-Saens dem dankbaren und begeistert
applaudierenden Publikum.
Das Konzert stand unter der Schirmherrschaft des Nürnberger
Oberbürgermeisters Dr. Ulrich Maly. Ihn vertretend nahmen Bürgermeister Horst
Förther und Ehegattin teil. Sie und weitere Ehrengäste zeigten sich tief
beeindruckt von der Qualität und dem Charme der Veranstaltung. Allen Künstlern
und ehrenamtlichen Helfern sei hiermit nochmals ganz herzlich für die Gestaltung
dieses glanzvollen Abends gedankt!
Doris Hutter, 1. Okt. 2006
23.09.06 und 25.11.06 Freche Pinsel - coole Kunst |
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Workshop 23.09.06 zu den Fotos
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Schon im Vorfeld hatten sich an die dreißig Kinder und
Jugendliche im Alter zwischen zehn und zwanzig Jahren für die Teilnahme an dem
öffentlich ausgeschriebenen Kunstprojekt angemeldet. Am 23. September fand dann
der praktische Teil des Projektes im Haus der Heimat in Nürnberg statt. Die
jungen Künstlerinnen und Künstler durften zu dem Thema "Ich entdecke eine
neue Welt: die Welt der Kunst" malen, schneiden, kleben, mit
Aquarellfarben, Kreiden, Stiften, Papier, Stoff, Sand oder Wachs ihre eigene
Kunstwelt kreieren.
Materialien und Arbeitsmittel waren in ausreichenden Mengen
vorhanden. Fachkundige Anleitung und Betreuung erhielten sie von Irina
Trautwein und Melitta Zakel, Malerinnen und Kursleiterinnen für Mal- und
Zeichenkurse. Für ein leckeres und stärkendes Mittagessen sorgte der
Hausmeister, Herr Vetter mit Familie und Team. Sergej, der Fotograf, machte im
Laufe des Tages die Portraitaufnahmen sämtlicher Teilnehmerinnen und
Teilnehmer. Diese werden für den Katalog benötigt, der das gesamte Projekt
dokumentieren soll.
Die neu entstandenen Kunstwerke werden ebenfalls fotografiert. Es handelt sich
hier um hochwertige, künstlerische, phantasievolle Collagen. Sogar eine echte
Brille bekam einen Platz in einer aufwändigen Bildkomposition. Alle Werke sind
ohne Ausnahme sehenswert und werden im Haus der Heimat ausgestellt. Die
Vernissage findet am 25. November 2006 ab 15 Uhr statt. Hierzu sind alle
Interessenten herzlich eingeladen. Der Katalog ist bei diesem Anlass auch erhältlich.
Melitta Zakel
Vernissage 25.11.06 zu den Fotos >>>
34 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 20 Jahren
meldeten sich im Juli 2006 mit einer Bildermappe zur Teilnahme an dem
öffentlich ausgeschriebenen Kunstprojekt des Arbeitskreises Kultur im Haus der
Heimat Nürnberg Freche Pinsel – coole Kunst. Am 23. September kreierten die
jungen Künstler im Rahmen eines ganztägigen Workshops im Haus der Heimat zum
Thema Ich entdecke eine neue Welt: die
Welt der Kunst ihre eigene Kunstwelt in Collage – Technik. Für die fachkundige Anleitung und Betreuung waren Irina Trautwein und Melitta
Zakel, Malerinnen und Kursleiterinnen für Mal- und Zeichenkurse, zuständig. Es
entstandenen hochwertige phantasievolle Collagen.
Am 25. November wurde die Vernissage zur Ausstellung im Haus
der Heimat, nach musikalischer Umrahmung durch die 16- jährige Anna Malygin,
die u. a. auf der Querflöte „Pictures“ von Robert Winn vortrug, von Horst
Göbbel, Vorsitzender des Hauses der Heimat, eröffnet. Er lobte das Engagement
der jungen Künstler und die Qualität der ausgestellten Bilder und stellte fest:
„Ein Hobby ist mehr als Freizeitbeschäftigung!“ Dann referierte er kurz über
den Begriff „cool“. Er sprach von Lust auf Zukunft und dass er sich die Zukunft
ohne Kinder nicht vorstellen könne. Horst Göbbel zitierte in dem Zusammenhang
unseren früheren Landwirtschaftsminister Ignaz Kiechle: „Es muss sich unter
jungen Ehepaaren noch viel mehr herumsprechen, dass auch der teuerste Mercedes
niemals „Vater“ oder „Mutter“ zu ihnen sagen wird.“ Er dankte den Eltern für
deren Unterstützung bei der sinnvollen Gestaltung der Freizeit ihrer Kinder,
den vielen Gästen, die durch ihre Teilnahme und Grußworte den Künstlern die
Ehre gegeben hatten, aber ganz besonders Melitta Zakel (Katzwang) und Irina
Trautwein (Nürnberg), die über den Workshop hinaus die Bildermappen
durchgesehen, sortiert, für den Katalog vorbereitet, Fotos bearbeitet und am
Layout des Katalogs mitgewirkt haben. Der Katalog wurde bei diesem Anlass
vorgestellt und an die jungen Künstler verteilt. Er dokumentiert das
Kunstprojekt und präsentiert die Künstler mit ihren Bildern.
Zusammen mit Martin Burkert, SPD aus dem Bundestag und den Nürnberger
Stadträtinnen Gerlinde Körber, CSU und Gabriele Penzkofer-Röhrl, SPD, Eltern
der Künstler, Verwandte und Freunde, waren auch Inge Alzner, Vorsitzende der
Kreisgruppe Nürnberg und ihre Stellvertreterin Hildegard Steger sowie die
Kulturreferentin der LM der Deutschen aus Russland, Dorothea Walter zugegen. Nach
anerkennenden Grußworten der Ehrengäste (zwei ließen sich zum Kauf zweier
ausgestellter Bilder vormerken) und einem herzlichen Dank an das Haus der
Heimat durch Irina Trautwein, ergaben sich beim Glas Sekt noch interessante
Gespräche, Bekanntschaften und Erlebnisse, die zukunftsweisend und viel
versprechend sind.
Doris Hutter
| 22.07.06 Fest unter der Eiche |
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Im Haus der Heimat Nürnberg wurde der Tag der offenen Tür am
22. Juli wie überall in der Region zum Tag der offenen Sauna. Die am Morgen von
einigen Ehrenamtlichen aufgestellten Zelte boten zwar Schatten, doch hätten
sich zahlreiche Gäste über eine Dusche mit dem Gartenschlauch aufrichtig
gefreut. Die fleißigen Helfer versuchten diesen Wunsch elegant durch das
Bereitstellen von Unmengen an Wasserflaschen auszugleichen. Auch das kälteste
Bier verschaffte nur kurzfristig Abkühlung.
Und doch kamen Vereinsmitglieder, zahlreiche Gäste aus der
Politik, aus verschiedenen Institutionen (z.B. Allgem. Sozialdienst, AWO,
Polizei, Jugend- und Kulturamt der Stadt, Kirchen) und dem Bürgerverein
Langwasser, Neugierige und langjährige treue Teilnehmer an den Veranstaltungen des Hauses, sowie mehrere Vorsitzende der
Mitgliedsvereine des HdH. Einige, wie z.B.
der Bezirksrat Andreas Kriegelstein (in Vertr. von Bezirkstagspräsident
Richard Bartsch), Stadtrat Jürgen Wolff
, Bündnis 90/ Die Grünen oder Dr. Knapp,
Kreisvorsitzender der FDP sprachen
herzliche und anerkennende Grußworte und zollten dem HdH und dessen vielen Ehrenamtlichen
auch für die Arbeit während des Jahres großen Respekt. Bürgermeister Horst
Förther (auch in Vertretung des OB Dr. Ulrich Maly) stellte u. a. fest, dass
die Förderung der Stadt Nürnberg im HdH sehr gut angelegt sei. Er hob vor allem
die Arbeit für und mit der jungen Generation hervor. Er zeigte sich sehr
beeindruckt vom Sommerfest der Siebenbürger Sachsen, das er am Kuhweiher erlebt
und genossen habe. Der Bürgermeister und Stadtrechtsdirektor Dr. Hartmut
Frommer saßen aus gegebenem Anlass am Tisch mit ganz besonderen Ehrengästen,
nämlich mit Seiner Eminenz Metropolit Dr. Serafim Joantà, mit dem Regierungspräsidenten
des Kreises Kronstadt in Siebenbürgen, Aurelian Danu, sowie dem stellv.
Bürgermeister von Kronstadt, Hr. Andronache und weiteren Mitgliedern einer
Delegation aus Kronstadt, die am Vortag mit dem Oberbürgermeister Nürnbergs einen
Freundschaftsvertrag zwischen den Metropolregionen Nürnberg und Kronstadt abgeschlossen hatten. Als Dolmetscher für die
Delegation fungierte Albrecht Klein vom Demokratischen Forum der Deutschen, Kronstadt.
Bürgermeister Dr. Klemens Gsell fand es großartig, dass trotz vieler konkurrierender
hochkarätiger Veranstaltungen in Nürnberg so viele Gäste anwesend waren. Dabei
war gerade der Schirmherr Dr. Günther Beckstein verhindert gewesen. Seitens der
CSU vertrat Christa Matschl den Landtag und Renate Blank den Bundestag. Frau
Blank war es auch, die in Vertretung des Innenministers herzlich grüßte und die
wertvolle Arbeit, die von vielen Ehrenamtlichen im Haus der Heimat, aber auch
in den einzelnen Vereinen der Vertriebenen und Aussiedler geleistet wird,
würdigte. Von der Kultur- über die Integrationsarbeit bis zum Kuchenbacken
spannte sie den Bogen und lobte zum wiederholten Male ganz besonders die
Frauen, die maßgeblich zum Gelingen von Festen beitragen. Unter den zahlreichen
Stadträten befand sich traditionsgemäß Helmine Buchsbaum, Vorsitzende der LM
der Banater Schwaben Nürnberg, die durch das kulturelle Programm führte. Man
erfreute sich an den Gesangsgruppen des HdH „Kinderchor“ und „remix“ (Ltg. Olga
Philipp), der Banater Kindertrachtengruppe (Ltg. Elke Anselm) und „White
Shadows“, der neuen Tanzgruppe der LM der Dt. a. Russland (Ltg. Alexander Voss
und Katharina Jonas) und sang gemeinsam zwei Volkslieder. Zwischendurch
erklangen die vertrauten Klänge der Blasmusik, auf die trotz Hitze flott
getanzt wurde, diesmal geboten von einigen Bläsern der „Donaufranken“ (Ltg.
Hans Eichinger). Der HdH- Bücherflohmarkt der Bibliothekarin Josefine Engel auf
dem Rasen mit dem Buchprojekt „Knochenmarkspende“ am Büchertisch (Ltg. Klaus
Kutscha, Oberschlesien), die LM- übergreifende Ausstellung im Seminarraum „Jugend
malt“ (Ltg. Irina Trautwein, LM Dt. a. Russland), der offene Malunterricht von
Irina Trautwein, die „Kreativecke“ für Kinder (vorbereitet von Annette Folkendt,
Mitarbeiterin HdH), die Spezialitäten vom Grill und gespendeten Kuchen rundeten
das Bild eines vom Arbeitskreis Kultur (Sprecher Werner Henning) vielseitig
organisierten Festes ab. Dazu gab es Ehrungen der Mitglieder des Vereins „Haus
der Heimat“ mit 10-jähriger Mitgliedschaft.
Einer der Jubilare, der seine Urkunde allerdings nicht entgegen nehmen
konnte, weil er infolge von Bandscheibenoperationen leider im Krankenhaus lag,
ist der Vorsitzende des Hauses der Heimat, Horst Göbbel. Aus dem Krankenhaus
schickte er jedoch ein Grußwort, in dem er sich auf die „grundsätzlich
ausgelassene Party-Laune bei unseren Festen unter der Eiche“ berief und dankbar
ansprach, was an dem sonnigen Tag noch oft gesagt und gedacht wurde:„ Ohne das
breite Engagement unserer dauerhaften Ehrenamtlichen und unserer wenigen
Angestellten gäbe es unser HdH so erfolgreich nicht und auch dieses Fest unter
der Eiche nicht.“
Joachim Lukas, Vorsitzender der LM Schlesien, Mittelfranken,
Horst Göbbels Stellvertreter, spannte in seiner Rede den Bogen der guten
Stimmung im Haus der Heimat zur Hochstimmung während der friedlichen Fußball- WM,
wobei „unsere Landsleute, ihre Liebe zu Deutschland wieder entdeckt zu haben
scheinen.“ Und doch gebe es auf dieser Welt wieder Krieg, Hass und Gewalt. „Junge
Menschen, Soldaten und viele Menschen aus der Zivilbevölkerung sterben im Nahen
Osten einen sinnlosen Tod. Andere versuchen verzweifelt als Flüchtlinge diesem
Inferno zu entkommen. Dabei werden für einige, vor allem Älteren von uns, Erinnerungen
wach, wie es uns, die wir aus Pommern, Ost- und Westpreußen, Schlesien und dem
Sudentenland oder aus Siebenbürgen, dem Banat oder Sathmarer Land usw. stammen,
vor ca. 60 Jahren ergangen ist. Von der Roten Armee gejagt oder von deren
Verbündeten vertrieben kamen wir damals in ein vom Krieg ebenfalls zerstörtes
Land, dessen Bewohner selbst kaum genug zum Leben hatten. Dabei sollen auch
unsere Landsleute, die in Russland lebten, nicht vergessen sein. Sie litten
unsäglich unter Stalins Gewaltherrschaft. Doch hier in der Bundesrepublik
arrangierte man sich und hatte gelernt. Schon 1951 schworen ehemalige Bewohner
der damaligen deutschen Ostgebiete der Rache und Vergeltung ab. Mit Sicherheit
war diese Erklärung zum einen eine gewisse Grundlage für die erfolgreiche und
friedliche Integration der Heimatvertrieben, wie wir sie erleben durften, und
zum anderen war sie wahrscheinlich auch ein kleines Mosaiksteinchen, zur
Sicherung von Frieden und Freiheit in Deutschland bis zum heutigen Tag. Die
Liebe und die Erinnerung zur alten Heimat aber blieben. Und so pflegten die
einzelnen Landsmannschaften ihre Kultur und trugen sie weiter. Durch ehrenamtliches
Engagement konnten finanzielle Unterstützungen von Kommunen, Bezirk, Land und
Bund um ein Vielfaches vermehrt und diese Arbeit bis auf den heutigen Tag
erfolgreich gestaltet werden. Als der Freistaat Bayern uns hier in Nürnberg das
Haus der Heimat zu Verfügung stellte, war dies ein Geschenk, das wir zum einen
dankbar annahmen, zum anderen aber auch als Ansporn und Verpflichtung ansahen,
unsere Arbeit zu bündeln und zu intensivieren, zumal neue Aufgaben mit der
Ankunft unserer Landsleute aus Russland auf uns zukamen. Als man vorgestern beim
Abschlussfest der Sprachkurse das Engagement und die Freude der Sprachschüler sah,
konnte einem das Herz übergehen. So hat sich das Haus der Heimat in der
Zwischenzeit einen hervorragenden Ruf erarbeitet, der auch den einen oder
anderen Franken oder auch fränkischen Verein bewog und noch bewegt, sich der
Arbeit des Hauses der Heimat anzuschließen. Heimat gab und gibt es nicht nur im
Osten Europas, nein auch die Franken sollen, ja müssen stolz sein auf ihre Heimat
und ihre reiche Kultur.
So lassen Sie uns das Fest unter der Eiche alle miteinander
trotz aller Wirrnisse in der Weltpolitik froh, aber auch dankbar begehen,
dankbar, dass wir dies alles hier in Frieden und Freiheit erleben dürfen.“
Doris Hutter
| 20.07.06 Abschluss der Sprachkurse |
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Am 20.07.2006 wurde ich zum Abschlußfest der Sprachschüler
ins Haus der Heimat eingeladen. Zuerst gab es künstlerische Darbietungen im
fast überfüllten Saal: Klavierstücke und Lieder aus Ost und West. Dann einen
Rückblick auf das vergangene Semester. Mich beeindruckte dabei die große
Lernbereitschaft der Sprachschüler und das hohe fachliche und menschliche
Engagement der Deutsch – Lehrerinnen. Entsprechend groß war die Dankbarkeit der
Schüler.
Mir wurde deutlich, daß die meist aus Rußland oder der
Ukraine stammenden Sprachschüler in ihrer neuen Heimat wirklich Fuß fassen, mit
Energie Deutsch lernen und gleichzeitig die Erinnerung an ihre alte Heimat
erhalten wollen.
Im Anschluß gab es selbstgemachte Spezialitäten bei schönem
Wetter auf der Wiese.
Ich freue mich auf den weiteren Kontakt zum Haus der Heimat
als einen Ort der Begegnung zwischen „neuen“ und „alten“ Nürnbergern.
Dorothea Schmeißner-Lösch (ehrenamtliche einhimische Mitarbeiterin im Rahmen der Sprachkurse)
| 16.07.06 Musical Auftritt in Augsburg |
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„Der Kaiser und die
Nachtigall“ Musical- Auftritt in Augsburg am 16. Juli 2006
Die Kooperation zwischen dem HdH, Haus des Deutschen Ostens
München und der LM der Deutschen aus Russland Augsburg ermöglichte die
Aufführung des Kindermusicals „Der Kaiser und die Nachtigall“ am 16. Juli 2006
im Moritz-Saal von Augsburg. Mit dem Reisebus fuhren die Darsteller des
Musicals, rund 20 Kinder und Jugendliche aus den Musikgruppen von Olga Philipp
und einige Eltern sowie die Betreuer der Kostüme, Kulissen und Technik am
Vormittag aus Nürnberg nach Augsburg. Erst wurde die Fuggerei besichtigt,
danach von der LM der Deutschen aus Russland Augsburg im deutsch-russischen Kindergarten
ein Mittagessen gereicht und 16 Uhr das Musical aufgeführt. Die Kleinsten unter
den Zuschauern folgten gebannt der Aufführung. Die etwas Älteren tanzten
anschließend noch ein wenig bei der von den Nürnberger Jugendlichen breitwillig
angebotenen Kinderdisko und die Erwachsenen unterhielten sich über
Möglichkeiten der Integration über Kultur. Nach einer fröhlichen Heimfahrt
freute man sich über die geknüpften Kontakte zu der LM der Deutschen aus Russland
in Augsburg und deren geplanten
Gegenbesuch mit dem Chor „Heimatmelodie“ am 29. September 2006
anlässlich des Herbstkonzertes des Hauses der Heimat in der Kleinen Meistersingerhalle.
| 14.07.06 Schulfest HS Neptunweg |
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Auf Einladung des Schulleiters der Hauptschule
Neptunweg 19, Herrn Berger, stellte sich das Haus der Heimat am 14. Juli beim
Schulfest der Schule vor. Die Geschäftsleiterin präsentierte anhand eines
Bücherstands Publikationen des HdH und informierte Interessierte über die Ziele
und Veranstaltungen desselben, während ab 17 Uhr die HdH- Gesangsgruppe „remix“
unter der Leitung von Olga Philipp eine halbe Stunde lang auf dem Schulhof
Lieder sang. Alexander Philipp hatte die Tonanlage des HdH aufgebaut und die zuhörenden
Jugendlichen auf dem Schulhof klatschten begeistert Zugabe. Tamara Sitkilov,
Maria Ochsner und Anna Malygin boten ein mehrsprachiges Repertoire an Liedern
und ernteten auch von den Lehrern der Schule großes Lob für ausgezeichnete
Qualität und ansprechende anspruchsvolle Musik.
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