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Veranstaltungen 2004

Landsmannschaft übergreifendes Seniorentreffen
Inforeihe WER-WIE-WAS "Friedenstal 1894-2004"
Podiumsdiskussion "Alt werden in Deutschland" 2004
"Der Kaiser und die Nachtigall" Musical des HdH / Jugendtheater 2004
Herbstkonzert, Kleine Meistersingerhalle Nürnberg 2004
Bundeskulturtage der Siebenbürger Sachsen 2004 in Nürnberg
Abschlussfeier der Sprachkurse Juli 2004
Fest unter der Eiche 2004
Besuch der Youngstown Saxon Blaskapelle aus Ohio, 2004 
Aussiedlerkulturtage der Stadt Nürnberg, 2004
Abschlussfeier der HdH Musikgruppen geleitet von Olga Philip, 2004
4. März-Gedenkfeier, Nürnberg 2004
Urzeln beim Nürnberger Fastnachtszug 2004

Abschlussfeier der Sprachkurse Februar 2004
Jahresempfang des HdH 2004

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Dezember 2004    LM übergreifendes Seniorentreffen

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„60 Jahre Flucht und Vertreibung“

Krieg... Grelle Blitze aus blauendem Himmel,
aus Tausenden Kehlen – der Schrei vereint.

Vernichtend die unwiderlegbare Wahrheit:

Er spricht MEINE Sprache, der mächtige Feind...
Krieg... Hart trifft er jede Familie.
Schon greift er nach dir, mir und unserem Sohn.

Es reißt unser Kleeblatt aus friedlichem Boden

Und wirbelt es wild gegen den Norden davon...

Mit diesen Zeilen der russlanddeutschen Autorin Nelly Wacker (geb. 1920) begann Dorothea Walter, Kulturreferentin der Ortsgruppe Nürnberg der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Mitte Dezember 2005 das landsmannschaftlich übergreifende Seniorentreffen „60 Jahre Flucht und Vertreibung“ im Gemeinschaftshaus Nürnberg-Langwasser. Es waren über 140 Vertreter verschiedener Landsmannschaften erschienen, um sich an die folgenschwere Zeit zu erinnern.

Den kurzen Einblick von Dorothea Walter in die Vertreibungsgeschichte in Osteuropa - „vor 60 Jahren waren Tausende und Abertausende Deutsche in Europa unterwegs, durch die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges sind sie heimatlos geworden“ - ergänzten die Zeitzeugen verschiedener Herkunftsländer mit ihren persönlichen Geschichten und Erinnerungen. „Wir haben fast das gleiche Schicksal, deshalb verstehen wir uns so gut. Wir müssen dafür sorgen, dass diese Geschichte der Vertreibung aufgeschrieben wird“, sagte die Schlesierin Adelheid Zogel. Die Erinnerungen des Künstlers Walter Ibscher, ebenfalls Schlesier, waren ein Plädoyer für die Frauen im Krieg: „Sie haben uns gerettet, die Brutalität muss aufhören“. Elisabeth Hegel von der LM der Banater Schwaben war fünf Jahre in den Arbeitslagern der Sowjetunion. Ihre Erinnerungen hat sie im Buch „Hinter Stacheldraht blühen keine Blumen“ niedergeschrieben. Auch Grete Schuster von der LM der Siebenbürger Sachsen hatte Schreckliches erleben müssen. Die Russlanddeutsche Pia Fix war gerade 16, als sie im Warthegau zur Weihnachtszeit 1944 um ihr Leben bangen musste. Nach Kriegsende wurde sie zusammen mit Tausenden anderen Landsleuten zurück in die sowjetische Verbannung geschickt. Symbolisch haben die Russlanddeutschen sogar zur Entlastung Deutschlands beigetragen: Für jeden Russlanddeutschen, der repatriiert wurde, bekam Deutschland 250 Dollar Nachlass von den Kriegsschulden.

Dr. Sieghard Rost aus der Pommerschen Landsmannschaft empfand das Kriegsende als „Eroberung und Zerstörung“. Der russlanddeutsche Johannes Kampen dagegen, in die Wehrmacht mobilisiert, konnte es als Befreiung feiern. Mit Blick auf das Schicksal der Russlanddeutschen machte er deutlich, dass deren Vernichtungs- und Vertreibungsgeschichte bereits mit den politischen Repressalien des Sowjetregimes begann.
Für die Russlanddeutschen in den Kriegs- und Nachkriegsjahren waren die deutsche Muttersprache und der Glaube Rückhalt, Symbol der verlorenen Heimat und der Hoffnung, sie irgendwann wieder zu finden. Mit Worten, die unter die Haut gehen, beschreibt Erna Hummel (1914-1988) in ihrem Gedicht „An meine Muttersprache“, das von der Journalistin Nina Paulsen verlesen wurde, die Tragödie der Volksgruppe und ihrer geschändeten Muttersprache so durchdringend, dass es wie ein einziger Schrei ist. Auch in der Familie von Dr. Anton Bosch, Vorsitzender des Historischen Forschungsvereins der Deutschen aus Russland, wütete die eiserne Hand des Sowjetregimes, der Krieg forderte noch zahlreiche Opfer. „Dennoch: Wir müssen uns über die Zeit hinaus aussöhnen“, sagte Dr. Bosch mit Blick auf das Denkmal der deutschen Opfer in Archangelsk/Russland, das mit Unterstützung des Hauses der Heimat, der Stadt Nürnberg und des Historischen Forschungsvereins errichtet und am 28. August 2004 eingeweiht wurde. 

Bei sehr vielen Anwesenden hingen Weihnachtserinnerungen mit Krieg, Vertreibung und Heimatverlust zusammen. Trotzdem sind Advent und Weihnachten ein Fest der Nächstenliebe und der Friedensbotschaft. Mit den Liedern „Singen wir im Schein der Kerzen“ und „Sterne hoch am Himmel“ schlug der Kinderchor der Gruppe „Tintenklecks&Tausendfüßler“ (Integrationsprojekt der LM der Deutschen aus Russland) eine Brücke aus der Vergangenheit in die Gegenwart und somit in die Adventszeit. Gemeinsam gesungene Weihnachtslieder schufen ein gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Plätzchen. Dafür hatte der Seniorenkreis der Ortsgruppe Nürnberg reichlich gesorgt. Spontan wurden Gedichte vorgetragen und Weihnachtswünsche ausgesprochen. Johann Kampen sorgte mit ernsten und scherzhaften Versen aus dem Leben der Spätaussiedler für heitere Stimmung, während Irma Bosch und Adelheid Zogel das Publikum eher besinnlich einstimmten: Weihnachten muss man im Herzen spüren.   

                                                             Dorothea Walter

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25.11. 2004     Inforeihe Dt. aus Rlussland: WER-WIE-WAS

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„Friedenstal 1894-2004, Geschichte in mehreren Szenen“

Seit Oktober 2002 gibt es eine Reihe von Veranstaltungen, die von den beiden Sprachlehrerinnen des Hauses der Heimat, Olga Vetter und Lydia Pastarnak vorbereitet und geleitet werden. Am 25. November wurde anlässlich des 110. Jubiläums des Dorfes Friedenstal (ab 1939 Mestscherjakowka), das im Süd-Ural/ Russland 50 km von Orenburg entfernt liegt, der Entstehung und Geschichte des Dorfes und dessen Bewohner gedacht.           

Anhand einiger Zeitzeuginnen, Dokumenten und Liedern gestalteten die Organisatorinnen einen bewegenden Abend im Haus der Heimat, der mit passenden kulinarischen Leckerbissen abgerundet wurde. Die Gesangsgruppe „Volksquelle“ (Ltg. Olga Philipp) umrahmte den Abend treffend mit alten Heimatliedern aus Russland.

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28. / 29.10.2004  Podiumsdiskussion

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"Alt werden in Deutschland"

Das Seniorenamt der Stadt Nürnberg organisierte am 28. und 29. Oktober ein Symposium in der Meistersingerhalle Nürnberg zum Thema „Älter werden, Zukunft gestalten“ und bot dem Haus der Heimat die Plattform, eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Alt werden in Deutschland“ aus der Sicht von Migranten, die als Aussiedler oder Vertriebene nach Deutschland kommen, zu gestalten. Horst Göbbel (Mitte) übernahm die Moderation und warb vier Teilnehmer zum Podiumsgespräch: Dr. Ernst Christian, Banater Schwabe, Adelheid Zogel, Oberschlesien, Lydia Pastarnak, Deutsche aus Russland und Reinhold Schneider, Siebenbürger Sachse (v.l.n.r.). Krieg, Flucht, Vertreibung, Deportation, Vereinsamung, schwere Schicksalsschläge oder mangelndes Personal, bzw. mit zu wenig Zeit, für die Senioren in den Heimen wurden in den Ausführungen der Teilnehmer am Podiumsgespräch durch positive „Alterserscheinungen“ überdeckt: professionelle Pflege in schönen funktionalen Heimen, Dankbarkeit der Aussiedler gegenüber dem deutschen Staat, eine Rente in Deutschland zu bekommen, Gartenarbeit mit Zeit und Muße, die Aussicht auf betreutes Wohnen oder die Freude an Kindern und Enkeln.

15. / 16. 10. 2004     "Der Kaiser und die Nachtigall"

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Vom Zauber erfasst                                          zu den Fotos >>>

Haus der Heimat Nürnberg präsentiert Kindermusical
„Der Kaiser und die Nachtigall“

Viele Kinder, die eine der vier Vorstellungen am 15. und 16. Oktober im Gemeinschaftshaus Langwasser besucht hatten, traten singend aus der Vorstellung. Gerald Finks Musik kam, arrangiert von Olga Philipp, bei den Zuschauern sehr gut an und klang noch lange im Ohr nach. Der Text des musikalischen Märchens stammt aus der Feder der Siebenbürger Sächsin Doris Hutter und ist frei nach Hans Christian Andersen in Versen verfasst.

Im Haus der Heimat war Ende 2003 der Wunsch entstanden, mit den Kindergruppen der Musiklehrerin Olga Philipp ein Musical aufzuführen. 25 singfreudige Kinder und Jugendliche übten begeistert. Kooperationspartner des Veranstalters Haus der Heimat war das Gemeinschaftshaus Langwasser. Die Regie und Choreografie hatte Franz Hof, Deutscher aus Russland inne. Die Kulissen und Gesamtorganisation mit der notwendigen Vernetzung auch mit den Eltern lagen in der Hand von Olga Vetter, ebenfalls Deutsche aus Russland.

Die Vorfreude bei der Jugend war groß, die Spannung wohl noch größer. Es gab nämlich zwei Vorstellungen am Vormittag für Schüler und Kindergartenkinder, also war zu erwarten, dass auch Schulfreunde im Publikum sein werden, was bei vier gut besetzten Sälen auch der Fall war.

Die anfängliche Aufregung legte sich schnell, während die ersten Töne hell und sicher durch den Saal klangen: aus voller Brust und mit sichtlicher Anteilnahme wurde das Schicksal des traurigen kranken Kaisers begleitet. Ärzte, Köche, Schneider und Hofnarren schafften es nicht, die schlechte Laune des Kaisers zu verbessern.

Währenddessen gab es im Wald ein unbeschwertes fröhliches Treiben der Tiere, für die die Nachtigall von Sonne, Licht, Freude und Musik sang. Nur in Freiheit kann all die Freude genossen werden. Als nämlich der Kaiser, bezaubert vom Gesang der Nachtigall, sie mitnimmt und in den Käfig sperrt, kann diese nicht mehr singen. Glaubwürdig wurde von 25 Kindern, deren Wurzeln zum Teil in Russland liegen, der Musik ein Loblied gesungen und der Freiheit ein Denkmal gesetzt. Anna Malygin (Nachtigall), Tamara Sitkilow (Kaiser) und Maria Ochsner (Hahn) in den Hauptrollen spielten und sangen souverän und ganz natürlich, wie auch der ganze Chor. Ansprechende Kostüme kombiniert mit fröhlichen Gesichtern, guten Stimmen und diszipliniertem Auftreten ließen die Zuschauer den Zauber der Hoffnung und Fröhlichkeit erleben. Kinder gingen singend aus dem Saal. Sie trugen den Zauber der Musik ein Stück weit in ihren Seelen mit.

Landsmannschaftlich übergreifendes Jugendtreffen im Anschluss

Nach der letzten Vorstellung am Samstag gab es im Haus der Heimat für die meist russlanddeutschen Darsteller des Musicals ein Treffen mit weiteren Jugendlichen aus Banater und Siebenbürger Gruppen des HdH, die ihrerseits ein kleines Programm boten, bevor die Disko und das Kegeln losgingen.

Die Nürnberger Jugendtheatergruppe „JuThe“ führte unter der Regie von Doris Hutter deren Einakter „Wo wird rasiert?“ auf.

Pizza und laute Musik rundeten einen Tag ab, der von rund 50 Jugendlichen im Zeichen der Kunst, Neugier, Hoffnung und Fröhlichkeit gestaltet wurde.

Am 24. November trat die Künstlergruppe unter der Leitung von Olga Philipp mit dem Musical „Der Kaiser und die Nachtigall“ im Seniorenhaus St. Michael in Gräfenberg auf und bereitete den Senioren und sich selbst einen schönen Nachmittag.




 

1. Oktober 2004      Herbstkonzert  Haus der Heimat 2004

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Am 1. Oktober erklang im Kleinen Saal der Meistersingerhalle Nürnberg Musik vom Barock bis zur Moderne. Das Konzert stand unter der Schirmherrschaft von Dr. Markus Söder und wurde von Helmine Buchsbaum moderiert. Die Interpreten waren:

Arthur Meier, Altsaxophon,
am Klavier Dr. Andreas Meier

Cantilena
von Warren Benson und
Sarabande et Allegro  von Gabriel Grovlez

 

Antje Schuffert sang:
Canson espagnole (
Léo Delibes),

Arie „Spiel auf deiner Geige“
aus der Operette "Venus in Seide"( Robert Stolz) und Arie „Mein Herr Marquis“ aus der Operette "Die Fledermaus"(Johann Strauss)

Gesangsgruppe „ Ratibors“ unter der Leitung von Hans Berthel mit Die Untreue - In einem kühlen Grunde, Text: Joseph von Eichendorff 1870
Musik: F. Glück 1814, O Täler weit, o Höhen, Text: Josef Viktor von Scheffel (vor 1859) Musik: F. Mendelssohn-Bartholdy 1843 (op.59,3) und  Das Frankenlied, Text: Josef Viktor von Scheffel (vor 1859)

Kristine Meier, Violine, Klavierbegleitung Dr. Andreas Meier
Cantabile
 von Niccolo Paganini und
Czardas
von Vittorio Monti

Julia Schleicher, Violine und Natalja Lewitskaja, Klavier mit Ludwig van Beethovens Sonate F-Dur Op. 24, 1.Satz–Allegro aus der “Frühlingssonate” und
Camille Saint-Saens „Introduction“ und „Rondo Capriccioso Op. 28“

Wilfried Michl, Klavierbegleitung Renate Jung-Bilk
sang ausgewählte Titel aus der
"Winterreise"
nach Gedichten von Wilhelm Müller
und der Musik von Franz Schubert

Die Windsbacher Blechbläser  unter der Leitung von Hartmut Kawohl mit Rondeau aus der
«Symphony des Fanfares »
(Jean Joseph Mouret,1682 – 1738),Suite für Bläser Intrada -  Dantz – Padouan – Couranta (Paul Peurl, 1570 – 1625)       
und Contrapunctus IV aus “Kunst der Fuge” von Johann Sebastian Bach, 1685 – 1750     

 

September 2004
Bundeskulturtage der Siebenbürger Sachsen in Nürnberg

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Schirmherr: OB Dr. Ulrich Maly

Höhepunkte der Bundeskulturtage der Siebenbürger Sachsen unter der Schirmherrschaft von OB Dr. Ulrich Maly im September 2004 waren folgende Veranstaltungen:

Eröffnungsveranstaltung im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg mit der Buchvorstellung „Wendepunkt in Nordsiebenbürgen“  (Horst Göbbel/Alexandru Pintelei) und der Filmpremiere: „Die Russen kommen!“ (Günter Czernetzky) mit Ehrengästen wie z.B. Nürnbergs Bürgermeister Dr. Klemens Gsell, Kulturstaatssekretär Karl Freller und Bürgermeister Klaus Johannis aus Hermannstadt.

Nürnbergs Bürgermeister Dr. Klemens Gsell
   

Die Ausstellung im Rathaus, Ehrenhalle mit geladenen Gästen trug
den Titel „60 Jahre Evakuierung und Flucht aus Nordsiebenbürgen“

 

 

Karin Gündisch, erfolgreiche Kinderbuchautorin las
am 14. September im Haus der Heimat.

 

 

Anschließend wurde die im Haus der Heimat befindliche
Ausstellung
„Sommerfiguren“ von Renate Mildner- Müller eröffnet.

 

 

Horst Göbbel bot die Vortragsserie „Heimatverlust - Heimatgewinn.
Die Nordsiebenbürger Sachsen 1944-2004“, die fünf Vorträge beinhaltete.

 

 

Stefan Hedrich präsentierte sein Buch und den
Transrapid in einem Vortrag

 

 

Die LIDERTRUNN spielte auf zum Teil ganz alten
Blasinstrumenten und sang siebenbürgische Balladen.

 

 

In der Podiumsdiskussion ging es um das kulturelle Gepäck der Siebenbürger Sachsen. Mit auf dem Podium saß u. a. (2. von rechts)
Dr. Rainer Schoch, Stellv. Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg.

 

 

In der St. Sebald-Kirche fand ein Festgottesdienst und in der Paul-Gerhardt-Kirche in Langwasser ein Konzert mit der Siebenbürgischen Kantorei statt.

 

 

Besuch im Hermann- Oberth- Raumfahrtmuseum Feucht.

 

Mit der Brauchtumsveranstaltung in der Paul-Metz-Halle Zirndorf und ein Auftritt der Siebenbürgisch- Sächsischen Tanzgruppe Nürnberg auf dem Hauptmarkt Nürnberg anlässlich des Altstadtfestes wurden die Kulturtage 2004 beendet.




Doris Hutter

 

 

26.07.04    Abschlussfeier der Sprachkurse im HdH

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Am 26. Juli gab es für die meisten Sprachschüler, die noch nicht sehr lange aus Russland nach Deutschland gekommen sind, ein recht wehmütiges Abschlussfest im Haus der Heimat: Sechs Monate haben sie im HdH nämlich nicht nur Deutschkenntnisse mitgeteilt bekommen, sondern Zuspruch, Hilfe in allen Lebenslagen, Verständnis und Geborgenheit.

Die Anerkennung und Dankbarkeit dafür fassten die mutigsten Schüler der 8 Kurse unter der Leitung der Lehrerinnen Olga Vetter und Lydia Pastarnak in kurze Verse, Lieder, Musikstücke und herzliche Worte, so dass es für alle Teilnehmer ein bewegender Tag wurde. Die Geschäftsleiterin musste wieder die herzliche Bitte, die Sprachkurse noch ein halbes Jahr verlängern zu dürfen, leider mit der Begründung abweisen, dass noch so viele Anwärter auf einen Platz im Sprachkurs warten.

Die Sprachlehrerinnen gestalteten die Abschlussfeier wieder mit Humor und Überraschungen, wie z. B. drei Auftritte des Tanzlehrers Franz Hof mit einer reizenden Partnerin.  Nach dem offiziellen Teil wurde bis zum Abend weitergefeiert. Die Schüler hatten verschiedene Leckerbissen mitgebracht, die den Abend genussvoll beenden halfen. Man wolle gerne auch weiterhin das Haus der Heimat besuchen, hieß es beim Abschied.

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24.07.04    Fest unter der Eiche

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„Aus einer Idee ist eine hervorragende Verwirklichung geworden“, verkündete Staatssekretär Karl Freller aus dem Kultusministerium in seinem Rückblick auf 10 Jahre Verein Haus der Heimat beim großen Sommerfest 2004. Werner Henning, Leiter des Arbeitskreises Kultur des HdH und BdV-Vorsitzender Nürnberg, organisierte auch heuer mit den Mitarbeitern des AK den großen Sommerfesttag im HdH vorbildlich. Die Schirmherrschaft übernahm traditionell der bayerische Innenminister Dr. Günther Beckstein.  Mehrere ehrenamtliche Helfer bauten vier Zelte auf dem Gelände des HdH auf, gegen Mittag trafen rund 30 ehrenamtlich gebackene Kuchen ein, in der Küche gab es stündlich einen Wechsel von Helfern aus zehn Vereinen, so dass die Gemeinschaftsarbeit für das Fest nicht einseitig belastete. Das Haus beherbergte zwei Ausstellungen: Die Wanderausstellung „Deutsche Baumeister in Russland“ des Historischen Forschungsvereins der Deutschen aus Russland, während in der Schlesierstube die LM der Oberschlesier unter der Leitung von Klaus Kutscha eine Foto-Ausstellung mit Werken von Walter Ibscher präsentierte. Den Bücherflohmarkt betreute Josefine Engel und für Musik zwischen den Grußworten und sonstigen Darbietungen sorgte die Siebenbürger Blaskapelle Nürnberg e.V. (Ltg. Richard Taub). Unter der Eiche tummelte sich die Jugend: Melitta Zakel und Dietlinde Eichner von den Siebenbürger Sachsen sorgten dafür, dass die Kinder unter fachlicher Anleitung malen und ihre Werke ausstellen konnten, so dass eine bunte geschäftige Atmosphäre unter der Eiche herrschte. Horst Göbbel, Vorsitzender des Vereins Haus der Heimat, stellte seine einführenden Worte unter das Motto „Freude am Leben – Lust auf Zukunft“ und sagte: „Woran unser Land in letzter Zeit so richtig krankt, das ist unser angeknackstes Selbstbewusstsein. Wir brauchen wieder Mut, um das, was wir nach wie vor können – nämlich fleißig und kreativ sein, etwas leisten können, wie hier im Haus der Heimat – wieder in die Tat umzusetzen. Dieser Einsatz und die Früchte, die er trägt, dies bewegt uns, daran festzuhalten, uns einzusetzen, etwas nach vorn zu bewegen, unseren Mitmenschen und uns Freude zu bereiten, neue Erkenntnisse gewinnen, Sinngebendes zu fördern.  Auch hier im Haus der Heimat.“ Er dankte anschließend allen, die in diesem Haus der Begegnung, der Beratung, der Geselligkeit, hier in diesem Kultur- und Integrationszentrum erfolgreichen Einsatz zeigen: denen, die Gelder bewilligen ebenso, wie denen, die Gelder verwalten und sinnvoll ausgeben, denen die aktiv anpacken ebenso, wie denen, die als Besucher, als Zuschauer, als Zuhörer – oder wie bei diesem Fest als Mitfeiernde präsent sind.

Durch das bunte Programm führte Helmine Buchsbaum, Stadträtin und Vorsitzende der LM der Banater Schwaben in Nürnberg. Mehrere Ehrengäste würdigten in ihren Grußworten das große Engagement der zahlreichen Ehrenamtlichen und der Leitung des HdH über dieses Fest hinaus. Bürgermeister Horst Förther (SPD) überbrachte die Grüße der Stadt Nürnberg und findet den „Zusammenhalt hier vorbildlich“. Innenminister und Schirmherr Dr. Günther Beckstein (CSU) äußerte zum Haus der Heimat: „Dieses Kind hat sich sehr gut entwickelt. Aus der kleinen Eichel ist eine riesige Eiche geworden, die den kulturellen Garten Nürnbergs und Bayerns in einer großartigen Weise bereichert.“ Einen Blick in die Zukunft werfend betonte er: „Wir wollen dieses Musterbeispiel für gelungene Integration in deutsche Kultur weiter gebührend fördern, nicht nur mit Worten sondern auch mit Taten.“ Renate Blank (CSU) überbrachte zusammen mit ihrer Kollegin Dagmar Wöhrl Grüße aus dem Deutschen Bundestag und verwies darauf, dieses Haus der Heimat besonders durch das starke ehrenamtliche Engagement als ein wahres Haus mit Herz kennen gelernt zu haben. Helga Schmitt-Bussinger (SPD), Landtagsabgeordnete in München, langjährige treue Begleiterin des Hauses, betonte die Notwendigkeit von Verstehen der Geschichte um, wie im Haus der Heimat, Gegenwart und Zukunft sinnvoll gestalten zu können. Unser Gast aus dem zuständigen Arbeits- und Sozialministerium Heinz Schäfer, der bislang das Haus nur aus den Akten kannte, war „beeindruckt vom breit gestreuten und meist ehrenamtlichen Einsatz der Menschen, von der einfallsreichen Nutzung der vorhandenen Räume und vom erzielten Ergebnis.“ Andreas Kriegelstein (CSU) vertrat den mittelfränkischen Bezirkstag, dankte für die Gastfreundschaft und sprach vom Haus der Heimat als „bestes Beispiel für geglückte Integration“. Dr. Markus Söder, MdL und Generalsekretär der CSU hob in seinem launigen Grußwort den großen Wert ehrenamtlichen Engagements im HdH und insbesondere die gesunde Einstellung der optimistischen Haltung des Anpackens.

Während des Festes wurde zwei namhaften Persönlichkeiten des HdH gratuliert: Dr. Ernst Christian zur Goldenen  Promotion in Graz  und unserem schlesischen Künstler  Walter Ibscher zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes.  Begleitend zu den Würdigungen sang das Quartett „Sunnereen“ (Helmine Buchsbaum, Irmgard und Hildegard Müller sowie Georg Hutter) Lieder, die von den Gewürdigten besonders gemocht werden.

Ganz besonders erfreulich waren die Beiträge der Kinder: Die Kindertanzgruppe der Siebenbürger Sachsen Nürnberg-Fürth-Erlangen (Ltg. Annette Folkendt, Mitarbeiterin im Sekretariat des HdH) feiert heuer 10-jähriges Jubiläum. Die Trachten der auftretenden Kinder kommen aus Weißkirch, Elisabethstadt, Tartlau, Reps, Petersdorf, Arbegen, Neudorf bei Schäßburg, Mortesdorf, Buzd, Großpold, Passbusch und Rode. Die zum Teil noch sehr kleinen Tänzer erfreuten durch Anmut und Begeisterung. Ebenso ernteten mit ihren rhythmischen Klängen und flotten Tänzen die "Minis" der Karnevalsgesellschaft Noris Banatoris (Trainer Tino Hermes) mit ihrem Showtanz als Cheerleaders  großen Applaus. Beim gemütlichen Teil des Festes wurde der neue Tanzboden (die Steine auf dem Parkplatz) von jung gebliebenen Tänzern zu den Klängen der fleißigen Bläser eingeweiht. Da das Wetter vom Schirmherrn Beckstein auf Schön eingeschworen worden war, konnten die Zelte am Abend trocken von den Helfern eingefahren werden. Allen Helfern und Aktiven auf diesem Weg noch mal ein herzliches Dankeschön.

Doris Hutter/Horst Göbbel  

30.06.04 Besuch der Youngstown Saxon Blaskapelle aus Ohio

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Im Haus der Heimat Nürnberg wurde am 13. Juli mit sichtlicher Freude deutsche Musik gespielt und englisch gesprochen. Als mir beim krampfhaften Versuch, das Wort „Kilometer“ zu übersetzen, nur der Begriff „miles“ einfiel, merkte ich wie viele andere anwesende Sachsen auch, dass unser Schul-Englisch aus Siebenbürgen recht bescheiden, aber nicht verloren ist. Immer mehr konnten wir mit den Amerikanern kommunizieren, die von der Trachtentanzgruppe Nadesch e.V. nach Nürnberg eingeladen und im HdH empfangen und großzügig bewirtet worden sind. Werner Henning war Motor und Organisator dieses Aufenthalts in Nürnberg, dem 1999 ein Besuch der Tanzgruppe Nadesch in Ohio vorangegangen war.
Die „Youngstown Saxon Blaskapelle“ aus Ohio, die nach ihrer Rundreise durch Österreich und Deutschland mit einem Ständchen von der Siebenbürger Blaskapelle Nürnberg (Leitung: Richard Taub, Dirigent: Hans Welther) im HdH empfangen worden war, ließ es sich nicht nehmen, selbst ein deutsches Lied nach dem anderen zu spielen, worauf die Gastgeber breitwillig tanzten, schunkelten oder mitsangen. Vom Ausflug nach Rothenburg ob der Tauber am folgenden Tag waren die Gäste ebenso sehr begeistert. Werner Henning zeigte ihnen allerdings auch Dinkelsbühl und erzählte vom Heimattag, was bei einigen Gästen den sehnlichen Wunsch entstehen ließ, am Heimattag einmal dabei zu sein. Der Großteil der Gäste aus Ohio sind nämlich Nachkommen ausgewanderter Siebenbürger Sachsen, was auch auf dem Videofilm nach dem Abendessen im Haus der Heimat auffiel: in Youngstown gibt es nämlich den „Saxon Club“ unserer Landsleute mit einem Vereinsheim, in dem Trachten und viele Gegenstände aus der Urheimat Siebenbürgen ausgestellt sind. Die Nadescher Nürnberger waren 1999 entsprechend herzlich in Youngstown aufgenommen worden und zusammen mit der damals noch bestehenden Trachtentanzgruppe (nordsiebenbürgische Trachten) auf dem Oktoberfest in Cleveland aufmarschiert und aufgetreten.

Der Höhepunkt in Nürnberg war für alle Teilnehmer dann doch am 14. Juli das den Gästen gewidmete Blasmusikkonzert im Genossenschaftssaalbau. Nach zweisprachiger Begrüßung und Grußworten von Werner Henning, Inge Alzner und Horst Göbbel (alle drei im Vorstand der Landsmannschaft, Kreisgruppe Nürnberg) waren herzlich dankende Worte vom stellv. Leiter des „Saxon Club“, Michael Bachinger sowie von der Seele und Leiterin der Gruppe, Erna Weber zu hören. Erna ist in Amerika geboren und stolz auf ihre siebenbürgisch-sächsische Herkunft. Als sie in die Schule kam, konnte sie nur Sächsisch und Deutsch sprechen. Ihre Eltern haben anhand ihrer Hausaufgaben von ihr die amerikanische Sprache gelernt. In ihrem Grußwort hieß es auf Deutsch: „Wir möchten mit unserer Musik die Verbundenheit zur sächsischen Blasmusik bekunden und die Sitten und Bräuche unserer Vorfahren aufrechterhalten. Wir kommen aus Youngstown Ohio, wo wir schon als Kinder diese Lieder von unseren Eltern gelernt haben...“ Die gleichen Lieder, die wir als Minderheit in Rumänien so gerne gesungen haben, rissen die Gäste von den Stühlen! „Die meisten von uns sind in enger Verbundenheit mit der sächsischen Tradition aufgewachsen und der „Saxon Club“ war und ist unser Treffpunkt und Zusammenhalt“, sagte Erna Weber. Man spürte, dass sie dieses Treffen genoss. Den Organisatoren um Werner und Christine Henning, Gastgebern und Helfern aus der Nadescher Tanzgruppe sprach sie einen herzlichen Dank aus: „Hier in Nürnberg ist es super!“                         Doris Hutter

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30.06.04  Abschlussfeier der HdH Musikgruppen
unterrichtet von Olga Philipp
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Es war ein buntes und altersmäßig gemischtes Bild, das sich den Eltern und Verwandten der kleinen und großen Künstler im Seminarraum des Hauses der Heimat bot, als Olga Philipp, Musiklehrerin im HdH am 30. Juni zum Jahresabschluss ein hauseigenes Konzert bot. Während die Kleinsten aus der Musikalischen Früherziehung ganz begeistert, aber noch recht unbeholfen sangen und tanzten, konnte man bei den „Musikspatzen“ und beim Kinderchor kindergerecht verarbeitete Themen und einstudierte gemeinsame Bewegungen erkennen, die auf Bühnenerfahrung schließen lassen. Drei junge Mädchen sangen Poplieder und die „Volksquelle“ rundete mit deutschen und einem russischen Lied ab. Zuletzt sangen alle zusammen ein Lied. Anschließend feierten sie fröhlich im Haus der Heimat.

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14. und 15. Mai 2004   Aussiedlerkulturtage der Stadt Nürnberg nach oben

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„Sie waren, Sie sind und Sie bleiben für uns in der Bundesrepublik Deutschland eine große Bereicherung“ – so brachte Horst Schmidbauer (MdB, SPD) das Hier sein und das fruchtbare Wirken von Aussiedlern am großen Tag der Präsentation von Kulturbeiträgen der Aussiedler im Gemeinschaftshaus Langwasser am 15. Mai auf den Punkt. Die Aussiedlerkulturtage - Schirmherr Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly – dokumentierten wieder die große Anziehungskraft und Vitalität der Aussiedlerkultur als Teil des städtischen Kulturlebens.

Unter der Leitung von Doris Hutter, Geschäftsleiterin des Hauses der Heimat hat das Organisationsteam einen bunten Strauß an  Musik, Tanz, bildende Kunst und gemütliches Zusammensein geplant und in die Tat umgesetzt. Musikalisch eingestimmt wurden die Gäste am Freitag im Haus der Heimat von Tatiana und Waldemar Welker (Geige/ Klavier) mit Stücken von Johann Sebastian Bach, Fritz Kreisler und Karl Böhm. In seiner Begrüßung erinnerte Horst Göbbel, Vorsitzender des Vereins Haus der Heimat, zunächst an die gewichtige Aussage von Prof. Dr. Dieter Oberndörfer (Freiburg), die Kapazität in der Bundesrepublik Deutschland in Sachen Migration und Integration, der an gleicher Stelle am 20. November 2003 betont hatte: „Integration von Migranten ohne Akzeptanz kultureller Verschiedenartigkeit durch die Mehrheit ist nicht möglich“. Dies versteht Göbbel auch als Appell an unsere Mehrheitsbevölkerung, uns intensiver wahrzunehmen, kennen zu lernen und nicht voreilig abzuschreiben. Zugleich betonte er, ausgehend von der Feststellung, dass das Fremde uns bedrohlich und faszinierend zugleich erscheine, dass wir insbesondere im Haus der Heimat täglich diese spannungsreiche Beziehung zwischen dem Bedrohlichen und dem Faszinierenden erleben, dabei die Begegnung als besonders befruchtend wahrnehmen. Er dankte allen aktiven Mitarbeitern in den Aussiedlerverbänden, allen Mitgliedern, den Ehrenamtlichen, den Mitarbeitern, der Bayerischen Staatsregierung, die Stadt Nürnberg, dem Bezirk Mittelfranken. Froh war er, zahlreiche Ehrengäste zu begrüßen, unter ihnen (neben einzelnen Verbandsvorsitzenden) aus dem Stadtrat Gabriela Heinrich (SPD) als Vertreterin des Oberbürgermeisters, Gabi Penzkofer-Röhrl (SPD), Helmine Buchsbaum und Max Höffkes (beide CSU), Dr. Stefan Schweiger vom FDP-Ortsverband, Wolfgang Lang, Aussiedlerbeauftragter der Stadt Nürnberg, Dr. Ernst Christian, ehem. erster Vorsitzender des HdH und Werner Henning, Nürnberger BdV-Vorsitzender. Gabriele Heinrich und Max Höffkes gratulierten in ihren Grußworten den Organisatoren, lobten die aktive Kulturpflege als besonderes, keineswegs rückwärtsgewandtes, hochwertiges kulturelles Angebot.

Ingeborg Höverkamp las anschließend aus eigenen Werken, die banater-siebenbürgische Gruppe „Sunnereen“ erfreute die Anwesenden mit anregenden, auf hohem Niveau vorgetragenen Liedern von bzw. nach  Nikolaus Lenau,  Emmerich Bartzer, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Daniel Friderici, W.M. Klepper, Heinrich Heine, Franz Schubert, Mathias Schork,  Friedrich Silcher, Eugen Tieffenbacher, Jakob Christ. Anschließend präsentierte Anton Bosch vom Historischen Forschungsverein der Deutschen aus Russland drei russlanddeutsche weibliche Persönlichkeiten hohen Ranges (Helene Beate Wittinhoff, Elisabeth Kuhlmann, Ana Gherman) und der Bundesvorsitzende der LM der Sathmarer Schwaben die Fotoausstellung  „Auf dem Weg von zu Hause nach Hause“. Anschließend gab es gemütlichen Austausch in lockerer Atmosphäre.

Mit dem traditionellen Trachtenumzug vom Haus der Heimat diesmal zum Ökumenischen Gottesdienst in der Kirche “Zum guten Hirten“ wo Pfr. Schattenhofer einen ansprechenden, deutlich auf Aussiedlerthematik abgestimmten Gottesdienst leitete, begann Tag zwei der Kulturtage. Im Großen Saal des Gemeinschaftshauses Nürnberg-Langwasser begrüßte zu Musik und Tanz am Nachmittag der derzeitige Vorsitzende des Aussiedlerbeirates Otto Kreß, Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes, der insbesondere die notwendige gute Kooperation zwischen den Aussiedler- und den Wohlfahrtsverbänden betonte, außer vielen, vielen Kindern, Tänzerinnen und Tänzern, Sängerinnen und Sängern auch einige namhafte Ehrengäste: Horst Schmidbauer (MdB, SPD), Dr. Markus Söder (MdL, Generalsekretär der CSU), aus dem Nürnberger Stadtrat Bürgermeister Dr. Klemens Gsell und Helmine Buchsbaum (CSU), Gabriele Heinrich (SPD), den Aussiedlerbeauftragten der Stadt Nürnberg Wolfgang Lang, sowie zahlreiche Vorsitzende und Kulturreferenten der im Haus der Heimat aktiven Landsmannschaften und Kulturvereine. Dr. Klemens Gsell lobte in seinem Grußwort das gedeihliche Miteinander  und die Vielfalt der Kulturpflege als Identität stiftendes Element, Horst Schmidbauer betonte die Notwendigkeit verstärkter Integrationsbemühungen, um die Zuwanderung sozialverträglich zu gestalten, Dr. Markus Söder (zum 11. Mal in Folge dabei), dankte speziell dem Vorsitzenden des HdH für sein Engagement und machte klar, dass Aussiedler optimal dazu beitragen können, dass über Bayern und Deutschland hinaus Europa politisch, wirtschaftlich, kulturell zueinander findet. Dies bedeute zwar mühevolle Kleinarbeit, jedoch würde sie als sinnvolle und zukunftsträchtige Tätigkeit belohnt.

Die musikalischen und tänzerischen Höhepunkte des Tages präsentierten nach der Siebenbürgischen Trachtentanzgruppe  Nadesch e.V. mit ihrem „Sudetendeutschen Tanz“ diesmal zahlreiche aktive Kinder und Jugendliche: von der  LM der Deutschen aus Russland die Gruppe  „Tintenklecks & Tausendfüßler“, der Kinderchor und  die Gruppe „Volksquelle“, sowie die „Musikspatzen“ und die Pop-Gesangsgruppe  sowie die  Jugendtanzgruppe HipHop, von der LM der Banater Schwaben die Kindertrachtengruppe, von der LM der Siebenbürger Sachsen die Kindergruppe der Volkstanzgruppe Herzogenaurach. Es folgten der Siebenbürger Fürther Chor, die Trachtengruppe der LM der Deutschen aus Russland, der Singkreis der Frauengruppe der Oberschlesier, die Trachtengruppe der Banater Schwaben, und zum Abschluss der gemeinsame Tanz, die Sternpolka. Die anschließende Tanzunterhaltung mit der Siebenbürger Blaskapelle Nürnberg e.V. war für alle Anwesenden ein Genuss.

Heimatbekenntnis und praktizierten Gemeinsinn, Ausgelassenheit und Freude, aufmerksames Zuhören und Zusehen und lockere Geselligkeit gab es wieder - seit 1986 ununterbrochen - auch bei diesen Aussiedlerkulturtagen.                               Horst Göbbel

4. März-Gedenkfeier, Nürnberg                    04.03.2004 nach oben

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Zur 4. März – Gedenkfeier der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Kreisgruppe Nürnberg, hatte sich am zentralen Denkmal Flucht und Vertreibung am Nürnberger Hallplatz eine stattliche Zahl von Teilnehmern versammelt. Neben Fahnen- und Trachtenabordnungen der SL und der Egerländer Gmoi konnte Kreisobmann Karl Bidmon auch Vertreter des BdV, des HdH und befreundeter Landsmannschaften begrüßen. Für die Stadt Nürnberg sprach Bürgermeister Horst Förther ein Grußwort. Kenntnisreich und verständnisvoll ging er auf das Schicksal der Sudetendeutschen ein und würdigte die Aufbau- und Integrationsleistung der Vertriebenen.

Die Gedenkansprache hielt der BdV-Bezirksvorsitzende Herbert Müller, Mitglied der SL-Bundesversammlung. Er zeigte die rasche Entwicklung auf, die das Selbstbestimmungsrecht bis zum ersten Weltkrieg nahm. Als die tschechische Besatzungsmacht den Sudetendeutschen die Teilnahme an den Wahlen zum deutschösterreichischen Parlament verwehrte, riefen die Gewerkschaften zum Generalstreik und alle deutschen Parteien zu Kundgebungen am 4. März 1919 auf. Die friedliche Demonstrationen endeten in acht sudetendeutschen Städten mit einem Blutbad. Tschechische Soldaten erschossen 54 Männer, Frauen und Kinder im Alter von 11 bis 80 Jahren. Der Märzgefallenen, die für das Selbstbestimmungsrecht ihr Leben ließen, gedenken die Sudetendeutschen heuer zum 85. Mal. Mit Blick auf die Nürnberger Straße der Menschenrechte forderte Müller, dass die Menschenrechtsartikel endlich weltweit gültiges Recht werden und auch für Deutsche gelten sollten.

Bei der anschließenden Totenehrung gedachte Kreisobmann Stellvertreter Bernhard Nedwidek der Toten des 4. März 1919 und der Opfer der Vertreibung. Unter den Klängen vom „Guten Kameraden“ wurden dann ein Kranz mit schwarz-rot-goldenen Schleifen niedergelegt.

Herbert Müller

 

22.02.04  Urzeln beim Nürnberger Fastnachtszug  nach oben

HdH beeindruckt am Nürnberger Fastnachtszug 2004

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Für die am 22. Februar  anlässlich des Fastnachtszugs der Stadt Nürnberg im Haus der Heimat eintreffenden Urzeln war die Begrüßung mit Hanklich, Krapfen, Strietzel und einem Schnäpschen begleitet vom Urzel-Gruß „Hirräi!“ der erste Höhepunkt. Das Knallen unter der Erde und Singen in der U-Bahn sowie der Festzug selber gehören schon zur Routine genauso wie die uns mit Jubel und Bewunderung aufnehmende, die Straßen säumende Menschenmasse. Die disziplinierte Aufstellung der Urzeln bot den Künstlern unter ihnen den passenden Rahmen, um hervorragend knallen zu können. Auch die Jüngsten achten beim Umzug darauf, dass die knallenden Urzeln gut abgesichert werden, dass also kein Zuschauer zu Schaden kommt. Das muss man ihnen hoch anrechnen! Ein besonderer Höhepunkt waren inmitten der Urzeln die beiden Reifenschwinger (in den Reifen stehen lose gefüllte Weingläser) Kurt Filp, der Routinier aus Heilbronn sowie Gitte Henning (18) aus Uehlfeld, die sich kurz davor entschlossen hatte, das Reifenschwingen zu lernen und zu üben. Mit guten Tipps vom Meister traute sie sich auch sogleich mit ihm auf den Schauplatz Straße und schwang fehlerfrei volle Weingläser zu den Klängen der beiden Akkordeonspieler Christian Fuss (Siebenbürger) und Reinhold Burkart (Franke).

Das Haus der Heimat Nürnberg fördert alte Bräuche und bot den Siebenbürger Urzeln erst die Plattform Nürnberger Altstadt und danach Urzelkraut im Haus der Heimat, wo viele Helfer und Freunde die Urzeln empfingen. Doris und Georg Hutter belebten den alten Brauch der Urzel-Taufe, wobei u. a. der Vorsitzende der Volkstanzgruppe Herzogenaurach, Gerhard Berner sowie die dreijährige Michaela Roth aus Hilpoltstein getauft wurden. Ersterer musste den etwas derben Urzelspruch aufsagen, während Michaela auf die Frage, ob die Urzeln ihr gefallen, klar „Ja“ sagte und sich artig für die Taufe bückte. Horst Göbbel, u. a. Vorsitzender des Hauses der Heimat begrüßte die Urzeln und freute sich über die vielen jungen und ganz jungen Urzeln, weil er dadurch die Pflege dieses Brauches noch eine lange Zeit gesichert sieht.

Ein Team von Reportern, die für das Rumänische Fernsehen/ Deutsche Sendung filmen, begleitete die Urzeln, filmte beim Festumzug die „Noris Banatoris“ und wurde in Interviews mit Horst Göbbel und Helmine Buchsbaum, Vorstandsmitglied HdH über das Haus der Heimat informiert.

Es wurde ein gemütlicher Nachmittag mit vielen Urzelfans, wofür die Urzeln sehr dankbar sind. Sie vertrieben dafür nach alter Sitte mit ihren Peitschen und Schellen Sorge und Ärger aus dem Haus der Heimat. Hirräi!!!

Doris Hutter


Abschlussfeier der Sprachkurse im HdH              09.02.2004 nach oben

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Zur Abschlussfeier der 8 Sprachkurse des HdH am 9. Februar wurden Ehrengäste eingeladen, von denen Wolfgang Lang, der Aussiedlerbeauftragte der Stadt Nürnberg, Horst Göbbel, Dr. Markus Slavik und Frau Penzkofer-Röhrl aus dem Nürnberger Stadtrat (SPD) ein Grußwort sprachen. Die Sprachlehrerinnen Vetter und Pastarnak begrüßten und führten durch das Programm. Die Feier stand im Zeichen des Faschings, den die Sprachschüler nicht in dieser Form gekannt haben. Geschäftsleiterin Hutter erschien maskiert Den Höhepunkt bildete ein von den Schülern einstudierter Einakter. Es bedankten sich die Schüler mit Vorträgen, Musikstücken, Singgruppen und Soloauftritten bei den Lehrerinnen, dem HdH und der Stadt Nürnberg für die Möglichkeit, Deutsch zu lernen, für Wärme und Geborgenheit, für Rat und konstruktive Hilfe.

Eine Gesangsgruppe junger Aussiedlerinnen aus Russland (Ltg. Olga Philipp) sowie die Tanzgruppe „Surprise“ (Ltg. Franz Hof) traten mit Liedern, bzw. Tänzen auf. Zwischendurch wurden Gespräche geführt und es wurde viel getanzt.



Jahresempfang des HdH                                27. 01. 2004 nach oben

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Der 2. Jahresempfang des HdH am 27. Januar war den ehrenamtlichen Mitarbeitern und Ehrengästen des HdH gewidmet. Der Vorsitzende begrüßte neben dem ehemaligen Landtagsabgeordneten und Kuratoriumsmitglied im Haus des Deutschen Ostens, Sieghard Rost, den Bezirksrat Andreas Kriegelstein und als Vertreter der Regierung von Mittelfranken Hans-Peter Schwab vom Ausgleichsamt. Als Vertreter des OB wurde willkommen geheißen Richard Würffel, ehrenamtlicher Stadtrat, begleitet von Stadtrat Dr. Markus Slavik. Weitere Ehrengäste waren Stadträte aller vier Fraktionen, der Aussiedlerbeauftragte der Stadt Nürnberg, Vertreter des allgemeinen Sozialdienstes der Stadt Nürnberg, zweier Kirchen und des Gemeinschaftshauses Langwasser, die Vorsitzende des Bürgervereins Langwasser sowie Vertreter von Caritas. Weiterhin hieß Herr Göbbel im Namen des Vorstands die ehemaligen Vorsitzenden des HdH, Dr. Ernst Christian und Dr. Sieghard Rost, wichtige Wegbereiter des HdH willkommen, die Vorsitzenden der Mitgliedsvereine, Geschäftsleiterin und AK-Mitglieder und würdigte in seiner Begrüßung die wertvolle ehrenamtliche Arbeit, die u. a. von den rund 40 Mitglieder der AK geleistet wird, wobei einige Personen in mehreren AK mitwirken.

Ein ganz besonderer Gast war die Künstlerin Christa Hausmann, die passend zum Kant-Jahr eine Bilder-Ausstellung zum Thema „Ostpreußische Heimat in meiner Erinnerung“ bot. Vorgestellt wurde die Künstlerin von Frau Asta Schink.

Nach einer Serenade von Joseph Haydn, gespielt am Klavier von Waldemar und auf der Violine von Tatiana Welker, Deutsche aus Kasachstan, bzw. Russland  konnten die Gäste auch den „Kleinen Wiener Marsch“ von Fritz Kreisler (Violine und Knopfakkordeon) genießen.

Anschließend unterhielten sich die Gäste in lockerer Atmosphäre und betrachteten die Bilder der Ausstellung. Man kam ins Gespräch und es wurden neue Kontakte geknüpft.

 

 

 

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