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Veranstaltungen 2004
Landsmannschaft übergreifendes Seniorentreffen
Inforeihe WER-WIE-WAS "Friedenstal 1894-2004"
Podiumsdiskussion "Alt werden in Deutschland" 2004
"Der Kaiser und die Nachtigall" Musical des HdH / Jugendtheater 2004
Herbstkonzert, Kleine Meistersingerhalle Nürnberg 2004
Bundeskulturtage der Siebenbürger Sachsen 2004 in Nürnberg
Abschlussfeier der Sprachkurse Juli 2004 Fest unter der Eiche 2004
Besuch der Youngstown Saxon Blaskapelle aus Ohio, 2004
Aussiedlerkulturtage der Stadt Nürnberg, 2004
Abschlussfeier der HdH Musikgruppen geleitet von Olga Philip, 2004
4. März-Gedenkfeier, Nürnberg 2004
Urzeln beim Nürnberger Fastnachtszug 2004
Abschlussfeier der Sprachkurse Februar 2004
Jahresempfang des HdH 2004
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Veranstaltungen 2002 >>>
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Dezember 2004 LM übergreifendes Seniorentreffen
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„60 Jahre Flucht und Vertreibung“
Krieg... Grelle Blitze aus
blauendem Himmel, aus Tausenden Kehlen – der
Schrei vereint. Vernichtend die
unwiderlegbare Wahrheit: Er spricht MEINE Sprache, der
mächtige Feind... Krieg... Hart trifft er jede
Familie. Schon greift er nach dir, mir
und unserem Sohn. Es reißt unser Kleeblatt aus
friedlichem Boden Und wirbelt es wild gegen den
Norden davon...
Mit diesen Zeilen der
russlanddeutschen Autorin Nelly Wacker (geb. 1920) begann Dorothea Walter,
Kulturreferentin der Ortsgruppe Nürnberg der Landsmannschaft der Deutschen aus
Russland, Mitte Dezember 2005 das landsmannschaftlich übergreifende
Seniorentreffen „60 Jahre Flucht und Vertreibung“ im Gemeinschaftshaus
Nürnberg-Langwasser. Es waren über 140 Vertreter verschiedener
Landsmannschaften erschienen, um sich an die folgenschwere Zeit zu erinnern.
Den kurzen Einblick von
Dorothea Walter in die Vertreibungsgeschichte in Osteuropa - „vor 60 Jahren
waren Tausende und Abertausende Deutsche in Europa unterwegs, durch die
Ereignisse des Zweiten Weltkrieges sind sie heimatlos geworden“ - ergänzten die
Zeitzeugen verschiedener Herkunftsländer mit ihren persönlichen Geschichten und
Erinnerungen. „Wir haben fast das gleiche Schicksal, deshalb verstehen wir uns
so gut. Wir müssen dafür sorgen, dass diese Geschichte der Vertreibung
aufgeschrieben wird“, sagte die Schlesierin Adelheid Zogel. Die Erinnerungen
des Künstlers Walter Ibscher, ebenfalls Schlesier, waren ein Plädoyer für die
Frauen im Krieg: „Sie haben uns gerettet, die Brutalität muss aufhören“.
Elisabeth Hegel von der LM der Banater Schwaben war fünf Jahre in den
Arbeitslagern der Sowjetunion. Ihre Erinnerungen hat sie im Buch „Hinter
Stacheldraht blühen keine Blumen“ niedergeschrieben. Auch Grete Schuster von
der LM der Siebenbürger Sachsen hatte Schreckliches erleben müssen. Die
Russlanddeutsche Pia Fix war gerade 16, als sie im Warthegau zur Weihnachtszeit
1944 um ihr Leben bangen musste. Nach Kriegsende wurde sie zusammen mit
Tausenden anderen Landsleuten zurück in die sowjetische Verbannung geschickt.
Symbolisch haben die Russlanddeutschen sogar zur Entlastung Deutschlands
beigetragen: Für jeden Russlanddeutschen, der repatriiert wurde, bekam
Deutschland 250 Dollar Nachlass von den Kriegsschulden.
Dr. Sieghard Rost aus der
Pommerschen Landsmannschaft empfand das Kriegsende als „Eroberung und
Zerstörung“. Der russlanddeutsche Johannes Kampen dagegen, in die Wehrmacht
mobilisiert, konnte es als Befreiung feiern. Mit Blick auf das Schicksal der
Russlanddeutschen machte er deutlich, dass deren Vernichtungs- und
Vertreibungsgeschichte bereits mit den politischen Repressalien des
Sowjetregimes begann. Für die Russlanddeutschen in
den Kriegs- und Nachkriegsjahren waren die deutsche Muttersprache und der
Glaube Rückhalt, Symbol der verlorenen Heimat und der Hoffnung, sie irgendwann
wieder zu finden. Mit Worten, die unter die Haut gehen, beschreibt Erna Hummel
(1914-1988) in ihrem Gedicht „An meine Muttersprache“, das von der Journalistin
Nina Paulsen verlesen wurde, die Tragödie der Volksgruppe und ihrer
geschändeten Muttersprache so durchdringend, dass es wie ein einziger Schrei
ist. Auch in der Familie von Dr. Anton Bosch, Vorsitzender des Historischen
Forschungsvereins der Deutschen aus Russland, wütete die eiserne Hand des
Sowjetregimes, der Krieg forderte noch zahlreiche Opfer. „Dennoch: Wir müssen
uns über die Zeit hinaus aussöhnen“, sagte Dr. Bosch mit Blick auf das Denkmal
der deutschen Opfer in Archangelsk/Russland, das mit Unterstützung des Hauses
der Heimat, der Stadt Nürnberg und des Historischen Forschungsvereins errichtet
und am 28. August 2004 eingeweiht wurde.
Bei sehr vielen Anwesenden
hingen Weihnachtserinnerungen mit Krieg, Vertreibung und Heimatverlust
zusammen. Trotzdem sind Advent und Weihnachten ein Fest der Nächstenliebe und
der Friedensbotschaft. Mit den Liedern „Singen wir im Schein der Kerzen“ und
„Sterne hoch am Himmel“ schlug der Kinderchor der Gruppe
„Tintenklecks&Tausendfüßler“ (Integrationsprojekt der LM der Deutschen aus
Russland) eine Brücke aus der Vergangenheit in die Gegenwart und somit in die
Adventszeit. Gemeinsam gesungene Weihnachtslieder schufen ein gemütliches
Beisammensein bei Kaffee und Plätzchen. Dafür hatte der Seniorenkreis der
Ortsgruppe Nürnberg reichlich gesorgt. Spontan wurden Gedichte vorgetragen und
Weihnachtswünsche ausgesprochen. Johann Kampen sorgte mit ernsten und
scherzhaften Versen aus dem Leben der Spätaussiedler für heitere Stimmung,
während Irma Bosch und Adelheid Zogel das Publikum eher besinnlich einstimmten:
Weihnachten muss man im Herzen spüren.
Dorothea Walter
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25.11. 2004 Inforeihe Dt. aus Rlussland: WER-WIE-WAS
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„Friedenstal 1894-2004,
Geschichte in mehreren Szenen“
Seit Oktober 2002 gibt es eine
Reihe von Veranstaltungen, die von den beiden Sprachlehrerinnen des Hauses der
Heimat, Olga Vetter und Lydia Pastarnak vorbereitet und geleitet werden. Am 25.
November wurde anlässlich des 110. Jubiläums des Dorfes Friedenstal (ab 1939
Mestscherjakowka), das im Süd-Ural/ Russland 50 km von Orenburg entfernt liegt,
der Entstehung und Geschichte des Dorfes und dessen Bewohner gedacht.
Anhand einiger Zeitzeuginnen,
Dokumenten und Liedern gestalteten die Organisatorinnen einen bewegenden Abend
im Haus der Heimat, der mit passenden kulinarischen Leckerbissen abgerundet
wurde. Die Gesangsgruppe „Volksquelle“ (Ltg. Olga Philipp) umrahmte den Abend
treffend mit alten Heimatliedern aus Russland.
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28. / 29.10.2004 Podiumsdiskussion
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"Alt werden in Deutschland"
Das Seniorenamt der Stadt
Nürnberg organisierte am 28. und 29. Oktober ein Symposium in der
Meistersingerhalle Nürnberg zum Thema „Älter werden, Zukunft gestalten“ und bot
dem Haus der Heimat die Plattform, eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Alt
werden in Deutschland“ aus der Sicht von Migranten, die als Aussiedler oder
Vertriebene nach Deutschland kommen, zu gestalten. Horst Göbbel (Mitte)
übernahm die Moderation und warb vier Teilnehmer zum Podiumsgespräch: Dr. Ernst
Christian, Banater Schwabe, Adelheid Zogel, Oberschlesien, Lydia Pastarnak,
Deutsche aus Russland und Reinhold Schneider, Siebenbürger Sachse (v.l.n.r.). Krieg,
Flucht, Vertreibung, Deportation, Vereinsamung, schwere Schicksalsschläge oder
mangelndes Personal, bzw. mit zu wenig Zeit, für die Senioren in den Heimen wurden
in den Ausführungen der Teilnehmer am Podiumsgespräch durch positive „Alterserscheinungen“
überdeckt: professionelle Pflege in schönen funktionalen Heimen, Dankbarkeit
der Aussiedler gegenüber dem deutschen Staat, eine Rente in Deutschland zu
bekommen, Gartenarbeit mit Zeit und Muße, die Aussicht auf betreutes Wohnen
oder die Freude an Kindern und Enkeln.

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15. / 16. 10. 2004 "Der Kaiser und die Nachtigall"
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Vom Zauber
erfasst zu den Fotos >>>
Haus
der Heimat Nürnberg präsentiert Kindermusical „Der Kaiser und die Nachtigall“
Viele Kinder, die eine der vier
Vorstellungen am 15. und 16. Oktober im Gemeinschaftshaus Langwasser besucht
hatten, traten singend aus der Vorstellung. Gerald Finks Musik kam, arrangiert
von Olga Philipp, bei den Zuschauern sehr gut an und klang noch lange im Ohr
nach. Der Text des musikalischen Märchens stammt aus der Feder der Siebenbürger
Sächsin Doris Hutter und ist frei nach Hans Christian Andersen in Versen
verfasst.
Im Haus der Heimat war Ende 2003
der Wunsch entstanden, mit den Kindergruppen der Musiklehrerin Olga Philipp ein
Musical aufzuführen. 25 singfreudige Kinder und Jugendliche übten begeistert.
Kooperationspartner des Veranstalters Haus der Heimat war das Gemeinschaftshaus
Langwasser. Die Regie und Choreografie hatte Franz Hof, Deutscher aus Russland
inne. Die Kulissen und Gesamtorganisation mit der notwendigen Vernetzung auch
mit den Eltern lagen in der Hand von Olga Vetter, ebenfalls Deutsche aus
Russland.
Die Vorfreude bei der Jugend war
groß, die Spannung wohl noch größer. Es gab nämlich zwei Vorstellungen am
Vormittag für Schüler und Kindergartenkinder, also war zu erwarten, dass auch
Schulfreunde im Publikum sein werden, was bei vier gut besetzten Sälen auch der
Fall war.
Die anfängliche Aufregung legte
sich schnell, während die ersten Töne hell und sicher durch den Saal klangen:
aus voller Brust und mit sichtlicher Anteilnahme wurde das Schicksal des
traurigen kranken Kaisers begleitet. Ärzte, Köche, Schneider und Hofnarren
schafften es nicht, die schlechte Laune des Kaisers zu verbessern.
Währenddessen gab es im Wald ein
unbeschwertes fröhliches Treiben der Tiere, für die die Nachtigall von Sonne,
Licht, Freude und Musik sang. Nur in Freiheit kann all die Freude genossen
werden. Als nämlich der Kaiser, bezaubert vom Gesang der Nachtigall, sie
mitnimmt und in den Käfig sperrt, kann diese nicht mehr singen. Glaubwürdig
wurde von 25 Kindern, deren Wurzeln zum Teil in Russland liegen, der Musik ein
Loblied gesungen und der Freiheit ein Denkmal gesetzt. Anna Malygin
(Nachtigall), Tamara Sitkilow (Kaiser) und Maria Ochsner (Hahn) in den
Hauptrollen spielten und sangen souverän und ganz natürlich, wie auch der ganze
Chor. Ansprechende Kostüme kombiniert mit fröhlichen Gesichtern, guten Stimmen
und diszipliniertem Auftreten ließen die Zuschauer den Zauber der Hoffnung und
Fröhlichkeit erleben. Kinder gingen singend aus dem Saal. Sie trugen den Zauber
der Musik ein Stück weit in ihren Seelen mit.
Landsmannschaftlich
übergreifendes Jugendtreffen im Anschluss
Nach der letzten Vorstellung am
Samstag gab es im Haus der Heimat für die meist russlanddeutschen Darsteller
des Musicals ein Treffen mit weiteren Jugendlichen aus Banater und Siebenbürger
Gruppen des HdH, die ihrerseits ein kleines Programm boten, bevor die Disko und
das Kegeln losgingen.

Die Nürnberger
Jugendtheatergruppe „JuThe“ führte unter der Regie von Doris Hutter deren
Einakter „Wo wird rasiert?“ auf.

Pizza und laute Musik rundeten
einen Tag ab, der von rund 50 Jugendlichen im Zeichen der Kunst, Neugier,
Hoffnung und Fröhlichkeit gestaltet wurde.
Am 24. November trat die
Künstlergruppe unter der Leitung von Olga Philipp mit dem Musical „Der Kaiser
und die Nachtigall“ im Seniorenhaus St. Michael in Gräfenberg auf und bereitete
den Senioren und sich selbst einen schönen Nachmittag.
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1. Oktober 2004 Herbstkonzert Haus der Heimat 2004
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Am 1.
Oktober erklang im Kleinen Saal der Meistersingerhalle Nürnberg Musik vom
Barock bis zur Moderne. Das Konzert stand unter der Schirmherrschaft von Dr.
Markus Söder und wurde von Helmine Buchsbaum moderiert. Die Interpreten waren:
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Arthur Meier, Altsaxophon,
am Klavier Dr. Andreas Meier Cantilena von Warren
Benson und Sarabande et Allegro von
Gabriel Grovlez
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Antje Schuffert sang: Canson
espagnole (Léo Delibes), Arie „Spiel auf deiner Geige“
aus der Operette "Venus in Seide"( Robert Stolz) und Arie „Mein Herr Marquis“
aus der Operette "Die Fledermaus"(Johann Strauss)
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Gesangsgruppe „
Ratibors“ unter der Leitung von Hans Berthel mit Die Untreue - In
einem kühlen Grunde, Text: Joseph von Eichendorff 1870 Musik: F. Glück 1814, O
Täler weit, o Höhen, Text: Josef Viktor von Scheffel (vor 1859) Musik: F. Mendelssohn-Bartholdy 1843 (op.59,3) und Das
Frankenlied, Text: Josef Viktor von Scheffel (vor 1859)
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Kristine Meier, Violine, Klavierbegleitung Dr. Andreas Meier Cantabile von Niccolo Paganini und Czardas von Vittorio Monti
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Julia Schleicher, Violine und Natalja Lewitskaja, Klavier mit Ludwig van Beethovens Sonate
F-Dur Op. 24, 1.Satz–Allegro aus der “Frühlingssonate” und Camille
Saint-Saens „Introduction“ und „Rondo Capriccioso Op. 28“
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Wilfried Michl, Klavierbegleitung Renate Jung-Bilk sang ausgewählte Titel aus der "Winterreise" nach Gedichten
von Wilhelm Müller und der Musik von Franz Schubert
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Die Windsbacher Blechbläser unter der Leitung von Hartmut Kawohl mit Rondeau aus der «Symphony des Fanfares » (Jean Joseph Mouret,1682 – 1738),Suite für Bläser Intrada
- Dantz – Padouan – Couranta (Paul
Peurl, 1570 – 1625) und Contrapunctus IV aus “Kunst der Fuge”
von Johann Sebastian Bach, 1685 – 1750
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September 2004 Bundeskulturtage der Siebenbürger Sachsen in Nürnberg
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Schirmherr: OB Dr. Ulrich Maly
Höhepunkte der
Bundeskulturtage der Siebenbürger Sachsen unter der Schirmherrschaft von OB Dr.
Ulrich Maly im September 2004 waren folgende Veranstaltungen:
Eröffnungsveranstaltung im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg mit der
Buchvorstellung „Wendepunkt in Nordsiebenbürgen“ (Horst Göbbel/Alexandru Pintelei) und der
Filmpremiere: „Die Russen kommen!“ (Günter Czernetzky) mit Ehrengästen wie z.B.
Nürnbergs Bürgermeister Dr. Klemens Gsell, Kulturstaatssekretär Karl Freller
und Bürgermeister Klaus Johannis aus Hermannstadt.
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Nürnbergs Bürgermeister Dr. Klemens Gsell |
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Die Ausstellung im Rathaus, Ehrenhalle mit geladenen Gästen trug den
Titel „60 Jahre Evakuierung und Flucht aus Nordsiebenbürgen“
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Karin Gündisch, erfolgreiche
Kinderbuchautorin las am 14.
September im Haus der Heimat.
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Anschließend wurde die im
Haus der Heimat befindliche Ausstellung
„Sommerfiguren“ von Renate Mildner- Müller eröffnet.
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Horst Göbbel bot die Vortragsserie „Heimatverlust - Heimatgewinn.
Die Nordsiebenbürger Sachsen 1944-2004“, die fünf Vorträge beinhaltete.
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Stefan Hedrich präsentierte
sein Buch und den Transrapid in einem Vortrag
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Die LIDERTRUNN spielte
auf zum Teil ganz alten Blasinstrumenten und sang siebenbürgische Balladen.
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In der Podiumsdiskussion ging es um das kulturelle Gepäck der Siebenbürger
Sachsen. Mit auf dem Podium saß u. a. (2. von rechts) Dr. Rainer Schoch,
Stellv. Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg.
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In der St. Sebald-Kirche
fand ein Festgottesdienst und in der
Paul-Gerhardt-Kirche in Langwasser ein Konzert
mit der Siebenbürgischen Kantorei statt.
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Besuch im Hermann- Oberth- Raumfahrtmuseum
Feucht.
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Mit der Brauchtumsveranstaltung in der
Paul-Metz-Halle Zirndorf und ein Auftritt der Siebenbürgisch- Sächsischen
Tanzgruppe Nürnberg auf dem Hauptmarkt Nürnberg anlässlich des Altstadtfestes
wurden die Kulturtage 2004 beendet.
Doris Hutter
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26.07.04 Abschlussfeier der Sprachkurse im HdH
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Am 26. Juli gab es für die meisten Sprachschüler, die noch
nicht sehr lange aus Russland nach Deutschland gekommen sind, ein recht
wehmütiges Abschlussfest im Haus der Heimat: Sechs Monate haben sie im HdH
nämlich nicht nur Deutschkenntnisse mitgeteilt bekommen, sondern Zuspruch,
Hilfe in allen Lebenslagen, Verständnis und Geborgenheit.
Die Anerkennung und Dankbarkeit dafür fassten die mutigsten
Schüler der 8 Kurse unter der Leitung der Lehrerinnen Olga Vetter und Lydia
Pastarnak in kurze Verse, Lieder, Musikstücke und herzliche Worte, so dass es
für alle Teilnehmer ein bewegender Tag wurde. Die Geschäftsleiterin musste
wieder die herzliche Bitte, die Sprachkurse noch ein halbes Jahr verlängern zu
dürfen, leider mit der Begründung abweisen, dass noch so viele Anwärter auf
einen Platz im Sprachkurs warten.
Die Sprachlehrerinnen gestalteten die Abschlussfeier wieder
mit Humor und Überraschungen, wie z. B. drei Auftritte des Tanzlehrers Franz
Hof mit einer reizenden Partnerin. Nach
dem offiziellen Teil wurde bis zum Abend weitergefeiert. Die Schüler hatten
verschiedene Leckerbissen mitgebracht, die den Abend genussvoll beenden halfen.
Man wolle gerne auch weiterhin das Haus der Heimat besuchen, hieß es beim
Abschied.
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24.07.04 Fest unter der Eiche
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„Aus einer Idee ist eine hervorragende Verwirklichung
geworden“, verkündete Staatssekretär Karl Freller aus dem Kultusministerium in
seinem Rückblick auf 10 Jahre Verein Haus der Heimat beim großen Sommerfest
2004. Werner Henning, Leiter des Arbeitskreises Kultur des HdH und
BdV-Vorsitzender Nürnberg, organisierte auch heuer mit den Mitarbeitern des AK
den großen Sommerfesttag im HdH vorbildlich. Die Schirmherrschaft übernahm
traditionell der bayerische Innenminister Dr. Günther Beckstein. Mehrere ehrenamtliche Helfer bauten vier
Zelte auf dem Gelände des HdH auf, gegen Mittag trafen rund 30 ehrenamtlich
gebackene Kuchen ein, in der Küche gab es stündlich einen Wechsel von Helfern
aus zehn Vereinen, so dass die Gemeinschaftsarbeit für das Fest nicht einseitig
belastete. Das Haus beherbergte zwei Ausstellungen: Die Wanderausstellung
„Deutsche Baumeister in Russland“ des Historischen Forschungsvereins der
Deutschen aus Russland, während in der Schlesierstube die LM der Oberschlesier
unter der Leitung von Klaus Kutscha eine Foto-Ausstellung mit Werken von Walter
Ibscher präsentierte. Den Bücherflohmarkt betreute Josefine Engel und für Musik
zwischen den Grußworten und sonstigen Darbietungen sorgte die Siebenbürger
Blaskapelle Nürnberg e.V. (Ltg. Richard Taub). Unter der Eiche tummelte sich
die Jugend: Melitta Zakel und Dietlinde Eichner von den Siebenbürger Sachsen
sorgten dafür, dass die Kinder unter fachlicher Anleitung malen und ihre Werke
ausstellen konnten, so dass eine bunte geschäftige Atmosphäre unter der Eiche
herrschte. Horst Göbbel, Vorsitzender des Vereins Haus der Heimat, stellte
seine einführenden Worte unter das Motto „Freude am Leben – Lust auf Zukunft“
und sagte: „Woran unser Land in letzter Zeit so richtig krankt, das ist unser
angeknackstes Selbstbewusstsein. Wir brauchen wieder Mut, um das, was wir nach
wie vor können – nämlich fleißig und kreativ sein, etwas leisten können, wie
hier im Haus der Heimat – wieder in die Tat umzusetzen. Dieser Einsatz und die
Früchte, die er trägt, dies bewegt uns, daran festzuhalten, uns einzusetzen,
etwas nach vorn zu bewegen, unseren Mitmenschen und uns Freude zu bereiten,
neue Erkenntnisse gewinnen, Sinngebendes zu fördern. Auch hier im Haus der Heimat.“ Er dankte anschließend allen, die
in diesem Haus der Begegnung, der Beratung, der Geselligkeit, hier in diesem
Kultur- und Integrationszentrum erfolgreichen Einsatz zeigen: denen, die Gelder
bewilligen ebenso, wie denen, die Gelder verwalten und sinnvoll ausgeben, denen
die aktiv anpacken ebenso, wie denen, die als Besucher, als Zuschauer, als
Zuhörer – oder wie bei diesem Fest als Mitfeiernde präsent sind.
Durch das bunte Programm führte Helmine Buchsbaum,
Stadträtin und Vorsitzende der LM der Banater Schwaben in Nürnberg. Mehrere
Ehrengäste würdigten in ihren Grußworten das große Engagement der zahlreichen
Ehrenamtlichen und der Leitung des HdH über dieses Fest hinaus. Bürgermeister
Horst Förther (SPD) überbrachte die Grüße der Stadt Nürnberg und findet den
„Zusammenhalt hier vorbildlich“. Innenminister und Schirmherr Dr. Günther
Beckstein (CSU) äußerte zum Haus der Heimat: „Dieses Kind hat sich sehr gut
entwickelt. Aus der kleinen Eichel ist eine riesige Eiche geworden, die den
kulturellen Garten Nürnbergs und Bayerns in einer großartigen Weise
bereichert.“ Einen Blick in die Zukunft werfend betonte er: „Wir wollen dieses
Musterbeispiel für gelungene Integration in deutsche Kultur weiter gebührend
fördern, nicht nur mit Worten sondern auch mit Taten.“ Renate Blank (CSU)
überbrachte zusammen mit ihrer Kollegin Dagmar Wöhrl Grüße aus dem Deutschen
Bundestag und verwies darauf, dieses Haus der Heimat besonders durch das starke
ehrenamtliche Engagement als ein wahres Haus mit Herz kennen gelernt zu haben.
Helga Schmitt-Bussinger (SPD), Landtagsabgeordnete in München, langjährige
treue Begleiterin des Hauses, betonte die Notwendigkeit von Verstehen der
Geschichte um, wie im Haus der Heimat, Gegenwart und Zukunft sinnvoll gestalten
zu können. Unser Gast aus dem zuständigen Arbeits- und Sozialministerium Heinz
Schäfer, der bislang das Haus nur aus den Akten kannte, war „beeindruckt vom
breit gestreuten und meist ehrenamtlichen Einsatz der Menschen, von der einfallsreichen
Nutzung der vorhandenen Räume und vom erzielten Ergebnis.“ Andreas Kriegelstein
(CSU) vertrat den mittelfränkischen Bezirkstag, dankte für die Gastfreundschaft
und sprach vom Haus der Heimat als „bestes Beispiel für geglückte Integration“.
Dr. Markus Söder, MdL und Generalsekretär der CSU hob in seinem launigen
Grußwort den großen Wert ehrenamtlichen Engagements im HdH und insbesondere die
gesunde Einstellung der optimistischen Haltung des Anpackens.
Während des Festes wurde zwei namhaften Persönlichkeiten des
HdH gratuliert: Dr. Ernst Christian zur Goldenen Promotion in Graz und
unserem schlesischen Künstler Walter Ibscher
zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes.
Begleitend zu den Würdigungen sang das Quartett „Sunnereen“ (Helmine
Buchsbaum, Irmgard und Hildegard Müller sowie Georg Hutter) Lieder, die von den
Gewürdigten besonders gemocht werden.
Ganz besonders erfreulich waren die Beiträge der Kinder: Die
Kindertanzgruppe der Siebenbürger Sachsen Nürnberg-Fürth-Erlangen (Ltg. Annette
Folkendt, Mitarbeiterin im Sekretariat des HdH) feiert heuer 10-jähriges
Jubiläum. Die Trachten der auftretenden Kinder kommen aus Weißkirch,
Elisabethstadt, Tartlau, Reps, Petersdorf, Arbegen, Neudorf bei Schäßburg,
Mortesdorf, Buzd, Großpold, Passbusch und Rode. Die zum Teil noch sehr kleinen
Tänzer erfreuten durch Anmut und Begeisterung. Ebenso ernteten mit ihren
rhythmischen Klängen und flotten Tänzen die "Minis" der
Karnevalsgesellschaft Noris Banatoris (Trainer Tino Hermes) mit ihrem Showtanz
als Cheerleaders großen Applaus. Beim
gemütlichen Teil des Festes wurde der neue Tanzboden (die Steine auf dem
Parkplatz) von jung gebliebenen Tänzern zu den Klängen der fleißigen Bläser
eingeweiht. Da das Wetter vom Schirmherrn Beckstein auf Schön eingeschworen
worden war, konnten die Zelte am Abend trocken von den Helfern eingefahren
werden. Allen Helfern und Aktiven auf diesem Weg noch mal ein herzliches
Dankeschön.
Doris
Hutter/Horst Göbbel
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30.06.04 Besuch der Youngstown Saxon Blaskapelle aus Ohio
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Im Haus der Heimat Nürnberg wurde am 13. Juli mit sichtlicher
Freude deutsche Musik gespielt und englisch gesprochen. Als mir beim
krampfhaften Versuch, das Wort „Kilometer“ zu übersetzen, nur der Begriff
„miles“ einfiel, merkte ich wie viele andere anwesende Sachsen auch, dass unser
Schul-Englisch aus Siebenbürgen recht bescheiden, aber nicht verloren ist.
Immer mehr konnten wir mit den Amerikanern kommunizieren, die von der
Trachtentanzgruppe Nadesch e.V. nach Nürnberg eingeladen und im HdH empfangen
und großzügig bewirtet worden sind. Werner Henning war Motor und Organisator
dieses Aufenthalts in Nürnberg, dem 1999 ein Besuch der Tanzgruppe Nadesch in
Ohio vorangegangen war. Die „Youngstown Saxon Blaskapelle“ aus Ohio,
die nach ihrer Rundreise durch Österreich und Deutschland mit einem Ständchen
von der Siebenbürger Blaskapelle Nürnberg (Leitung: Richard Taub, Dirigent:
Hans Welther) im HdH empfangen worden war, ließ es sich nicht nehmen, selbst
ein deutsches Lied nach dem anderen zu spielen, worauf die Gastgeber breitwillig
tanzten, schunkelten oder mitsangen. Vom Ausflug nach Rothenburg ob der Tauber
am folgenden Tag waren die Gäste ebenso sehr begeistert. Werner Henning zeigte
ihnen allerdings auch Dinkelsbühl und erzählte vom Heimattag, was bei einigen
Gästen den sehnlichen Wunsch entstehen ließ, am Heimattag einmal dabei zu sein.
Der Großteil der Gäste aus Ohio sind nämlich Nachkommen ausgewanderter
Siebenbürger Sachsen, was auch auf dem Videofilm nach dem Abendessen im Haus
der Heimat auffiel: in Youngstown gibt es nämlich den „Saxon Club“ unserer Landsleute mit einem Vereinsheim, in dem
Trachten und viele Gegenstände aus der Urheimat Siebenbürgen ausgestellt sind.
Die Nadescher Nürnberger waren 1999 entsprechend herzlich in Youngstown
aufgenommen worden und zusammen mit der damals noch bestehenden
Trachtentanzgruppe (nordsiebenbürgische Trachten) auf dem Oktoberfest in
Cleveland aufmarschiert und aufgetreten. Der Höhepunkt in Nürnberg war für alle Teilnehmer dann doch am 14. Juli
das den Gästen gewidmete Blasmusikkonzert im Genossenschaftssaalbau. Nach
zweisprachiger Begrüßung und Grußworten von Werner Henning, Inge Alzner und
Horst Göbbel (alle drei im Vorstand der Landsmannschaft, Kreisgruppe Nürnberg)
waren herzlich dankende Worte vom stellv. Leiter des „Saxon Club“, Michael
Bachinger sowie von der Seele und Leiterin der Gruppe, Erna Weber zu hören.
Erna ist in Amerika geboren und stolz auf ihre siebenbürgisch-sächsische
Herkunft. Als sie in die Schule kam, konnte sie nur Sächsisch und Deutsch sprechen.
Ihre Eltern haben anhand ihrer Hausaufgaben von ihr die amerikanische Sprache gelernt.
In ihrem Grußwort hieß es auf Deutsch: „Wir möchten mit unserer Musik die Verbundenheit
zur sächsischen Blasmusik bekunden und die Sitten und Bräuche unserer Vorfahren
aufrechterhalten. Wir kommen aus Youngstown Ohio, wo wir schon als Kinder diese
Lieder von unseren Eltern gelernt haben...“ Die gleichen Lieder, die wir als
Minderheit in Rumänien so gerne gesungen haben, rissen die Gäste von den Stühlen!
„Die meisten von uns sind in enger Verbundenheit mit der sächsischen Tradition
aufgewachsen und der „Saxon Club“ war und ist unser Treffpunkt und Zusammenhalt“,
sagte Erna Weber. Man spürte, dass sie dieses Treffen genoss. Den Organisatoren
um Werner und Christine Henning, Gastgebern und Helfern aus der Nadescher
Tanzgruppe sprach sie einen herzlichen Dank aus: „Hier in Nürnberg ist es
super!“ Doris Hutter
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30.06.04
Abschlussfeier der HdH Musikgruppen unterrichtet von Olga Philipp |
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Es war ein buntes und altersmäßig gemischtes Bild, das sich
den Eltern und Verwandten der kleinen und großen Künstler im Seminarraum des
Hauses der Heimat bot, als Olga Philipp, Musiklehrerin im HdH am 30. Juni zum
Jahresabschluss ein hauseigenes Konzert bot. Während die Kleinsten aus der
Musikalischen Früherziehung ganz begeistert, aber noch recht unbeholfen sangen
und tanzten, konnte man bei den „Musikspatzen“ und beim Kinderchor kindergerecht
verarbeitete Themen und einstudierte gemeinsame Bewegungen erkennen, die auf
Bühnenerfahrung schließen lassen. Drei junge Mädchen sangen Poplieder und die
„Volksquelle“ rundete mit deutschen und einem russischen Lied ab. Zuletzt
sangen alle zusammen ein Lied. Anschließend feierten sie fröhlich im Haus der
Heimat.
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| 14. und 15. Mai 2004
Aussiedlerkulturtage der Stadt Nürnberg |
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„Sie waren, Sie sind und Sie bleiben für uns in der Bundesrepublik
Deutschland eine große Bereicherung“ – so brachte Horst Schmidbauer (MdB, SPD)
das Hier sein und das fruchtbare Wirken von Aussiedlern am großen Tag der
Präsentation von Kulturbeiträgen der Aussiedler im Gemeinschaftshaus Langwasser
am 15. Mai auf den Punkt. Die Aussiedlerkulturtage - Schirmherr Nürnberger
Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly – dokumentierten wieder die große Anziehungskraft
und Vitalität der Aussiedlerkultur als Teil des städtischen Kulturlebens.
Unter der Leitung von Doris Hutter, Geschäftsleiterin des Hauses der
Heimat hat das Organisationsteam einen bunten Strauß an Musik, Tanz, bildende Kunst und gemütliches
Zusammensein geplant und in die Tat umgesetzt. Musikalisch eingestimmt wurden
die Gäste am Freitag im Haus der Heimat von Tatiana und Waldemar Welker (Geige/
Klavier) mit Stücken von Johann Sebastian Bach, Fritz Kreisler und Karl Böhm.
In seiner Begrüßung erinnerte Horst Göbbel, Vorsitzender des Vereins Haus der
Heimat, zunächst an die gewichtige Aussage von Prof. Dr. Dieter Oberndörfer
(Freiburg), die Kapazität in der Bundesrepublik Deutschland in Sachen Migration
und Integration, der an gleicher Stelle am 20. November 2003 betont hatte:
„Integration von Migranten ohne Akzeptanz kultureller Verschiedenartigkeit
durch die Mehrheit ist nicht möglich“. Dies versteht Göbbel auch als Appell an
unsere Mehrheitsbevölkerung, uns intensiver wahrzunehmen, kennen zu lernen und
nicht voreilig abzuschreiben. Zugleich betonte er, ausgehend von der
Feststellung, dass das Fremde uns bedrohlich und faszinierend zugleich
erscheine, dass wir insbesondere im Haus der Heimat täglich diese
spannungsreiche Beziehung zwischen dem Bedrohlichen und dem Faszinierenden
erleben, dabei die Begegnung als besonders befruchtend wahrnehmen. Er dankte
allen aktiven Mitarbeitern in den Aussiedlerverbänden, allen Mitgliedern, den
Ehrenamtlichen, den Mitarbeitern, der Bayerischen Staatsregierung, die Stadt
Nürnberg, dem Bezirk Mittelfranken. Froh war er, zahlreiche Ehrengäste zu
begrüßen, unter ihnen (neben einzelnen Verbandsvorsitzenden) aus dem Stadtrat
Gabriela Heinrich (SPD) als Vertreterin des Oberbürgermeisters, Gabi
Penzkofer-Röhrl (SPD), Helmine Buchsbaum und Max Höffkes (beide CSU), Dr.
Stefan Schweiger vom FDP-Ortsverband, Wolfgang Lang, Aussiedlerbeauftragter der
Stadt Nürnberg, Dr. Ernst Christian, ehem. erster Vorsitzender des HdH und
Werner Henning, Nürnberger BdV-Vorsitzender. Gabriele Heinrich und Max Höffkes
gratulierten in ihren Grußworten den Organisatoren, lobten die aktive
Kulturpflege als besonderes, keineswegs rückwärtsgewandtes, hochwertiges
kulturelles Angebot.
Ingeborg Höverkamp las anschließend aus eigenen Werken, die banater-siebenbürgische
Gruppe „Sunnereen“ erfreute die Anwesenden mit anregenden, auf hohem Niveau
vorgetragenen Liedern von bzw. nach
Nikolaus Lenau, Emmerich Bartzer,
Felix Mendelssohn-Bartholdy, Daniel Friderici, W.M. Klepper, Heinrich Heine,
Franz Schubert, Mathias Schork,
Friedrich Silcher, Eugen Tieffenbacher, Jakob Christ. Anschließend präsentierte
Anton Bosch vom Historischen Forschungsverein der Deutschen aus Russland drei
russlanddeutsche weibliche Persönlichkeiten hohen Ranges (Helene Beate Wittinhoff,
Elisabeth Kuhlmann, Ana Gherman) und der Bundesvorsitzende der LM der Sathmarer
Schwaben die Fotoausstellung „Auf dem
Weg von zu Hause nach Hause“. Anschließend gab es gemütlichen Austausch in
lockerer Atmosphäre.
Mit dem traditionellen Trachtenumzug vom Haus der Heimat diesmal zum
Ökumenischen Gottesdienst in der Kirche “Zum guten Hirten“ wo Pfr.
Schattenhofer einen ansprechenden, deutlich auf Aussiedlerthematik abgestimmten
Gottesdienst leitete, begann Tag zwei der Kulturtage. Im Großen Saal des
Gemeinschaftshauses Nürnberg-Langwasser begrüßte zu Musik und Tanz am
Nachmittag der derzeitige Vorsitzende des Aussiedlerbeirates Otto Kreß,
Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes, der insbesondere die
notwendige gute Kooperation zwischen den Aussiedler- und den
Wohlfahrtsverbänden betonte, außer vielen, vielen Kindern, Tänzerinnen und
Tänzern, Sängerinnen und Sängern auch einige namhafte Ehrengäste: Horst
Schmidbauer (MdB, SPD), Dr. Markus Söder (MdL, Generalsekretär der CSU), aus
dem Nürnberger Stadtrat Bürgermeister Dr. Klemens Gsell und Helmine Buchsbaum (CSU),
Gabriele Heinrich (SPD), den Aussiedlerbeauftragten der Stadt Nürnberg Wolfgang
Lang, sowie zahlreiche Vorsitzende und Kulturreferenten der im Haus der Heimat
aktiven Landsmannschaften und Kulturvereine. Dr. Klemens Gsell lobte in seinem
Grußwort das gedeihliche Miteinander und
die Vielfalt der Kulturpflege als Identität stiftendes Element, Horst
Schmidbauer betonte die Notwendigkeit verstärkter Integrationsbemühungen, um
die Zuwanderung sozialverträglich zu gestalten, Dr. Markus Söder (zum 11. Mal
in Folge dabei), dankte speziell dem Vorsitzenden des HdH für sein Engagement
und machte klar, dass Aussiedler optimal dazu beitragen können, dass über
Bayern und Deutschland hinaus Europa politisch, wirtschaftlich, kulturell
zueinander findet. Dies bedeute zwar mühevolle Kleinarbeit, jedoch würde sie
als sinnvolle und zukunftsträchtige Tätigkeit belohnt.
Die musikalischen und tänzerischen Höhepunkte des Tages präsentierten
nach der Siebenbürgischen Trachtentanzgruppe
Nadesch e.V. mit ihrem „Sudetendeutschen Tanz“ diesmal zahlreiche aktive
Kinder und Jugendliche: von der LM der
Deutschen aus Russland die Gruppe
„Tintenklecks & Tausendfüßler“, der Kinderchor und die Gruppe „Volksquelle“, sowie die
„Musikspatzen“ und die Pop-Gesangsgruppe
sowie die Jugendtanzgruppe HipHop,
von der LM der Banater Schwaben die Kindertrachtengruppe, von der LM der
Siebenbürger Sachsen die Kindergruppe der Volkstanzgruppe Herzogenaurach. Es
folgten der Siebenbürger Fürther Chor, die Trachtengruppe der LM der Deutschen
aus Russland, der Singkreis der Frauengruppe der Oberschlesier, die
Trachtengruppe der Banater Schwaben, und zum Abschluss der gemeinsame Tanz, die
Sternpolka. Die anschließende Tanzunterhaltung mit der Siebenbürger Blaskapelle
Nürnberg e.V. war für alle Anwesenden ein Genuss.
Heimatbekenntnis und praktizierten Gemeinsinn, Ausgelassenheit und
Freude, aufmerksames Zuhören und Zusehen und lockere Geselligkeit gab es wieder
- seit 1986 ununterbrochen - auch bei diesen Aussiedlerkulturtagen. Horst Göbbel
| 4.
März-Gedenkfeier, Nürnberg
04.03.2004 |
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Zur 4. März –
Gedenkfeier der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Kreisgruppe Nürnberg,
hatte sich am zentralen Denkmal Flucht und Vertreibung am Nürnberger
Hallplatz eine stattliche Zahl von Teilnehmern versammelt. Neben
Fahnen- und Trachtenabordnungen der SL und der Egerländer Gmoi
konnte Kreisobmann Karl Bidmon auch Vertreter des BdV, des HdH und
befreundeter Landsmannschaften begrüßen. Für die Stadt Nürnberg
sprach Bürgermeister Horst Förther ein Grußwort. Kenntnisreich
und verständnisvoll ging er auf das Schicksal der
Sudetendeutschen ein und würdigte die Aufbau- und
Integrationsleistung der Vertriebenen.
Die Gedenkansprache hielt der
BdV-Bezirksvorsitzende Herbert Müller, Mitglied der
SL-Bundesversammlung. Er zeigte die rasche Entwicklung auf, die
das Selbstbestimmungsrecht bis zum ersten Weltkrieg nahm. Als die
tschechische Besatzungsmacht den Sudetendeutschen die Teilnahme an
den Wahlen zum deutschösterreichischen Parlament verwehrte,
riefen die Gewerkschaften zum Generalstreik und alle deutschen
Parteien zu Kundgebungen am 4. März 1919 auf. Die friedliche
Demonstrationen endeten in acht sudetendeutschen Städten mit
einem Blutbad. Tschechische Soldaten erschossen 54 Männer, Frauen
und Kinder im Alter von 11 bis 80 Jahren. Der Märzgefallenen, die
für das Selbstbestimmungsrecht ihr Leben ließen, gedenken die
Sudetendeutschen heuer zum 85. Mal. Mit Blick auf die Nürnberger
Straße der Menschenrechte forderte Müller, dass die
Menschenrechtsartikel endlich weltweit gültiges Recht werden und
auch für Deutsche gelten sollten.
Bei der anschließenden
Totenehrung gedachte Kreisobmann Stellvertreter Bernhard Nedwidek
der Toten des 4. März 1919 und der Opfer der Vertreibung. Unter
den Klängen vom „Guten Kameraden“ wurden dann ein Kranz mit
schwarz-rot-goldenen Schleifen niedergelegt.
Herbert Müller
| 22.02.04
Urzeln beim Nürnberger Fastnachtszug |
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HdH
beeindruckt am Nürnberger Fastnachtszug 2004
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Für die
am 22. Februar anlässlich des Fastnachtszugs der Stadt Nürnberg
im Haus der Heim at eintreffenden Urzeln war die Begrüßung mit
Hanklich, Krapfen, Strietzel und einem Schnäpschen begleitet vom
Urzel-Gruß „Hirräi!“ der erste Höhepunkt. Das Knallen unter
der Erde und Singen in der U-Bahn sowie der Festzug selber gehören
schon zur Routine genauso wie die uns mit Jubel und Bewunderung
aufnehmende, die Straßen säumende Menschenmasse. Die
disziplinierte Aufstellung der Urzeln bot den Künstlern unter ihnen
den passenden Rahmen, um hervorragend knallen zu können. Auch die Jüngsten
achten beim Umzug darauf, dass die knallenden Urzeln gut abgesichert
werden, dass also kein Zuschauer zu Schaden kommt. Das muss man
ihnen hoch anrechnen! Ein besonderer Höhepunkt waren inmitten der
Urzeln die beiden Reifenschwinger (in den Reifen stehen lose gefüllte
Weingläser) Kurt Filp, der Routinier aus Heilbronn sowie Gitte
Henning (18) aus Uehlfeld, die sich kurz davor entschlossen hatte,
das Reifenschwingen zu lernen und zu üben. Mit guten Tipps vom
Meister traute sie sich auch sogleich mit ihm auf den Schauplatz
Straße und schwang fehlerfrei volle Weingläser zu den Klängen der
beiden Akkordeonspieler Christian Fuss (Siebenbürger) und Reinhold
Burkart (Franke).
Das Haus
der Heimat Nürnberg fördert alte Bräuche und bot den Siebenbürger
Urzeln erst die Plattform Nürnberger Altstadt und danach Urzelkraut
im Haus der Heimat, wo viele Helfer und Freunde die Urzeln
empfingen. Doris und Georg Hutter belebten den alten Brauch der
Urzel-Taufe, wobei u. a. der Vorsitzende der Volkstanzgruppe
Herzogenaurach, Gerhard Berner sowie die dreijährige Michaela Roth
aus Hilpoltstein getauft wurden. Ersterer musste den etwas derben
Urzelspruch aufsagen, während Michaela auf die Frage, ob die Urzeln
ihr gefallen, klar „Ja“ sagte und sich artig für die Taufe bückte.
Horst Göbbel, u. a. Vorsitzender des Hauses der Heimat begrüßte
die Urzeln und freute sich über die vielen jungen und ganz jungen
Urzeln, weil er dadurch die Pflege dieses Brauches noch eine lange
Zeit gesichert sieht.
Ein Team
von Reportern, die für das Rumänische Fernsehen/ Deutsche Sendung
filmen, begleitete die Urzeln, filmte beim Festumzug die „Noris
Banatoris“ und wurde in Interviews mit Horst Göbbel und Helmine
Buchsbaum, Vorstandsmitglied HdH über das Haus der Heimat
informiert.
Es wurde
ein gemütlicher Nachmittag mit vielen Urzelfans, wofür die Urzeln
sehr dankbar sind. Sie vertrieben dafür nach alter Sitte mit ihren
Peitschen und Schellen Sorge und Ärger aus dem Haus der Heimat.
Hirräi!!!
Doris
Hutter
| Abschlussfeier
der Sprachkurse im HdH
09.02.2004 |
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Zur
Abschlussfeier der 8 Sprachkurse des HdH am 9. Februar wurden Ehrengäste
eingeladen, von denen Wolfgang Lang, der Aussiedlerbeauftragte der
Stadt Nürnberg, Horst Göbbel, Dr. Markus Slavik und Frau
Penzkofer-Röhrl aus dem Nürnberger Stadtrat (SPD) ein Grußwort
sprachen. Die Sprachlehrerinnen Vetter und Pastarnak begrüßten und
führten durch das Programm. Die Feier stand im Zeichen des
Faschings, den die Sprachschüler nicht in dieser Form gekannt
haben. Geschäftsleiterin Hutter erschien maskiert Den Höhepunkt
bildete ein von den Schülern einstudierter Einakter. Es bedankten
sich die Schüler mit Vorträgen, Musikstücken, Singgruppen und
Soloauftritten bei den Lehrerinnen, dem HdH und der Stadt Nürnberg
für die Möglichkeit, Deutsch zu lernen, für Wärme und
Geborgenheit, für Rat und konstruktive Hilfe.
Eine
Gesangsgruppe junger Aussiedlerinnen aus Russland (Ltg. Olga
Philipp) sowie die Tanzgruppe „Surprise“ (Ltg. Franz Hof) traten
mit Liedern, bzw. Tänzen auf. Zwischendurch wurden Gespräche geführt
und es wurde viel getanzt.
| Jahresempfang
des HdH
27. 01. 2004 |
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Der 2.
Jahresempfang des HdH am 27. Januar war den ehrenamtlichen
Mitarbeitern und Ehrengästen des HdH gewidmet. Der Vorsitzende begrüßte
neben dem ehemaligen Landtagsabgeordneten und Kuratoriumsmitglied im
Haus des Deutschen Ostens, Sieghard Rost, den Bezirksrat Andreas
Kriegelstein und als Vertreter der Regierung von Mittelfranken
Hans-Peter Schwab vom Ausgleichsamt. Als Vertreter des OB wurde
willkommen geheißen Richard Würffel, ehrenamtlicher Stadtrat,
begleitet von Stadtrat Dr. Markus Slavik. Weitere Ehrengäste waren
Stadträte aller vier Fraktionen, der Aussiedlerbeauftragte der
Stadt Nürnberg, Vertreter des allgemeinen Sozialdienstes der Stadt
Nürnberg, zweier Kirchen und des Gemeinschaftshauses Langwasser,
die Vorsitzende des Bürgervereins Langwasser sowie Vertreter von
Caritas. Weiterhin hieß Herr Göbbel im Namen des Vorstands die
ehemaligen Vorsitzenden des HdH, Dr. Ernst Christian und Dr.
Sieghard Rost, wichtige Wegbereiter des HdH willkommen, die
Vorsitzenden der Mitgliedsvereine, Geschäftsleiterin und
AK-Mitglieder und würdigte in seiner Begrüßung die wertvolle
ehrenamtliche Arbeit, die u. a. von den rund 40 Mitglieder der AK
geleistet wird, wobei einige Personen in mehreren AK mitwirken.
Ein ganz
besonderer Gast war die Künstlerin Christa Hausmann, die passend
zum Kant-Jahr eine Bilder-Ausstellung zum Thema „Ostpreußische
Heimat in meiner Erinnerung“ bot. Vorgestellt wurde die Künstlerin
von Frau Asta Schink.
Nach
einer Serenade von Joseph Haydn, gespielt am Klavier von Waldemar
und auf der Violine von Tatiana Welker, Deutsche aus Kasachstan,
bzw. Russland konnten die Gäste auch den „Kleinen Wiener
Marsch“ von Fritz Kreisler (Violine und Knopfakkordeon) genießen.
Anschließend
unterhielten sich die Gäste in lockerer Atmosphäre und
betrachteten die Bilder der Ausstellung. Man kam ins Gespräch und
es wurden neue Kontakte geknüpft.
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