|
Veranstaltungen
2. Halbjahr 2011
Dankeschönfest 2011 für die Arbeitskreismitglieder des Hauses der Heimat Nürnberg , 02.12.2011
Landsmannschaftlich übergreifende Jugendprojekte 2011 „Impro“ und „Knigge“, 23.10.2011 12.11.2011
70. Jahrestag der Deportation der Russlanddeutschen, 28.08.2011
Fest unter der Eiche, 23.07.2011
Veranstaltungen 2. Halbjahr 2011 >>>
Veranstaltungen 1. Halbjahr 2011 >>>
Veranstaltungen 2. Halbjahr 2010 >>>
Veranstaltungen 1. Halbjahr 2010 >>>
Veranstaltungen 2. Halbjahr 2009 >>>
Veranstaltungen 1. Halbjahr 2009 >>>
Veranstaltungen 2. Halbjahr 2008 >>>
Veranstaltungen 1. Halbjahr 2008 >>>
Veranstaltungen 2. Halbjahr 2007 >>>
Veranstaltungen 1. Halbjahr 2007 >>>
Veranstaltungen 2. Halbjahr 2006 >>>
Veranstaltungen 1. Halbjahr 2006 >>>
Veranstaltungen 2005 >>>
Veranstaltungen 2004 >>>
Veranstaltungen 2003 >>>
Veranstaltungen 2002 >>>
| 02.12.2011 - Dankeschönfest 2011 für die Arbeitskreismitglieder des Hauses der Heimat Nürnberg |
 |
|
zu den Fotos >>>
2011 fiel das DANKESCHÖN-Fest für die Arbeitskreismitglieder des HdH und deren Partner in die Adventszeit, so dass auf eine ganz besondere Art für Ihr ehrenamtliches Engagement „Danke“ gesagt werden konnte: Eine geistreiche sehr nahe gehende fachkundige Führung der Nürnberger Nachtwächterin „Advent in der Stadt“- Geschichten zwischen Christkindlesmarkt und Kaiserburg schlug am 2. Dezember einen Bogen vom Zwetschgenmännla und Rauschgoldengel über den Hl. Sebaldus und Kaiser Friedrich III. bis zum Werden und Wachsen des „Kindlein-Marktes“, seinen Sitten und Gebräuchen.
Trotz Regen und Kälte wurde die Führung zu einem vorweihnachtlichen Hochgenuss. Nach-her wärmten sich die Teilnehmer noch in geselliger Runde bei Speis und Trank auf dem Hauptmarkt und ließen den schönen Abend fröhlich ausklingen.
Doris Hutter
| 23.10.2011 - 12.11.2011 Landsmannschaftlich übergreifende Jugendprojekte 2011 „Impro“ und „Knigge“ |
 |
|
zu den Fotos >>>
„IMPRO“
Improvisationstheater am 22.und 23. Oktober 2011 im Haus der Heimat Nürnberg
Ruslan Herzhov, der Leiter des zweitägigen Seminars im HdH, ist Theaterpädagoge, der in besagtem Zeitraum in Magdeburg lebte. Er hatte vor, mit den 16 gemeldeten Jugendlichen aus vier Lands-mannschaften (Russlanddeutsche aus Nürnberg und Fürth, Sathmarer Schwaben und Siebenbürger Sachsen) deren „vorhandenes Können (z.B. Tanzgruppenerfahrungen) einzubeziehen oder aber auch was anderes zu lernen, neue Erfahrungen und Erlebnisse sammeln, ihre künstlerischen und sozialen Kompetenzen stärken und natürlich dabei viel Spaß zu haben. Bei der gemeinsamen Vorführung sollen die Gruppen einander besser kennen lernen, es muss ein kulturelles Tauschen stattfinden.“
Er bot für den Intensiv-Kurs folgende Inhalte an: Schauspiel, Zirkus, Clowns, Schattentheater, Perkus-sion(Body- Perkussion), Gesang, Sport (Akrobatik), Tanz.
Am Ende des Seminars, am Sonntag Nachmittag, wurden einige erarbeitete Fertigkeiten einem kleinen Publikum von Eltern sowie der Geschäftsleiterin Doris Hutter vorgeführt. Die gute Stimmung unter den Teilnehmern kam dadurch gut zum Vorschein.
Der 14-jährige Teilnehmer Artöm Tebelew beschreibt das Seminar mit folgenden Worten:
„Das Seminar begann etwas zurückhaltend, die einzelnen Gruppen kannten sich nicht recht und waren schüchtern, dies lag wohl daran, dass die Mädchenanzahl sehr hoch war, ich war der einzige Junge. Ruslan führte das Kennenlernen auf seine Art durch, er begann gleich mit uns verschiedenste Übungen durchzuführen, um zu sehen welches Niveau unser bescheidener Haufen hatte, bestimmte Talente erkannte er sofort. Die Aufgabenstellungen waren zunächst lächerlich einfach, doch nach wenigen Minuten wurde die Schwierigkeitsstufe gesteigert und einige Momente darauf noch einmal und so weiter bis ins Unmachbare. Nur so kann man seine Grenzen sehen und sie überschreiten, meinte Ruslan, der alle Übungen problemlos beherrschte. Für ihn und seinen Assistenten, stellten die Konzentrations- und Koordinationsübungen keine Schwierigkeit dar. Doch wir waren ihnen dicht auf den Fersen, schon nach kurzer Zeit machte sich ein großer Lernerfolg bemerkbar.
So trainierten wir weiter, jedes Genre, das in der Dramaturgie vertreten ist, schnappten wir auf, Tanz genauso wie Akrobatik, Mimik und Gestik sowie Stimme und Gesang. In den kleinen Päuschen, die immer wieder zwischendurch das Verschnaufen ermöglichten, lernten wir uns immer besser kennen. Die Teilnehmer untereinander - und Ruslan erzählte auch viel, während er auf meiner Gitarre Melodien zupfte.
Insgesamt verbleibt dieses Wochenende als Intensivseminar, das mir sehr viel gezeigt hat und von dem ich profitieren konnte (und immer noch kann) in meiner Erinnerung. Ich habe neue Freunde gefunden, die sich auch für Theatralisches interessieren und meine Freude am Schauspielern teilen.“
„KNIGGE“
Benimm-Regeln in je einem Kinder- und einem Jugendseminar
am 12. November 2011 im Haus der Heimat und Arvena Park Hotel Nürnberg
Karline Folkendt und Lysander Homm haben das Seminar erlebt und Folgendes festgehalten:
Wie stelle ich mich oder meinen Begleiter korrekt vor? Welche Themen sollte ich beim Smalltalk vermeiden? Und woher kommt das Wort Etikette überhaupt?
Dass man immer schön „Bitte“ und „Danke“ sagen soll, gilt überall und lernt man schon von Kindesalter an, ob aber alles, was unsere Eltern uns versucht haben beizubringen, immer noch aktuell ist, oder, ob diese Dinge doch schon längst zu Fauxpas avanciert sind, sollte sich herausstellen.
Um diese Fragen zu klären, trafen sich am Vormittag des 12.11 Kinder im Alter von 8-13 Jahren und am Nachmittag Jugendliche von 14-18 Jahren unter der Leitung von Frau Koschani-Bongers im ARVENA Hotel in Nürnberg. Die insgesamt 31 Teilnehmer, aktive Mitglieder der Verbände des Hauses der Heimat, lernten in viereinhalb Stunden vieles über Freiherr von Knigge, die richtige Körpersprache und zeitgemäße Umgangsformen, sowie Verhaltensregeln bei Tisch. Die Seminarleiterin Kristin Koschani-Bongers verstand dabei stets die trockene Theorie durch eine Anekdote aufzulockern und durch praktische Übungen zu veranschaulichen.
Zunächst sollte aber erst einmal gelernt sein, wie man sich selbst am besten vor einer Gruppe vorstellt. Natürlich mit Begrüßung, Name und Hobbies, aber bei dem ersten Punkt fing es schon an: Dass die Begrüßung „Hallo“ nur unter Freunden zu verwenden ist, war vielen von uns schon klar, nebenbei lernten wir aber auch, dass sich das Wort „Hallo“ aus dem französischen „attention à l’eau“ schon im Mittelalter entwickelte. Die eigentliche Lehre war aber die richtige Begrüßung und die lautet so: „Guten Tag, ich bin XY“, und es heißt nicht: „Guten Tag ich bin der/die XY “ !
Nach der Einheit über das sich gegenseitige Vorstellen stand das eigentliche Highlight dieses Seminars an: Wir durften die gelernten Tischmanieren gleich zu Tisch bei Speis und Trank anwenden.
Deshalb wurde den Teilnehmern von dem Servicepersonal des ARVENA-Restaurants ein Drei-Gänge-Menü serviert. Während des Essens erklärte Frau Koschani-Bongers allgemeine und spezielle Regeln der gepflegten Tischkultur, wie z.B. das richtige Ablegen des Besteckes, die korrekte Benutzung der Serviette, sowie die besondere Rolle des Gastgebers und der Gastgeberin.
Dabei fiel es nicht jedem leicht, ständig gerade zu sitzen und die Teller so stehen zu lassen, wie sie vom Kellner auf den Tisch gelegt wurden. Wenigstens ist es heutzutage nicht mehr verpönt, die Pellkartoffel mit dem Messer zu schneiden.
Mit gesättigtem Magen und gestilltem (Wissens-)Durst war es dann ein Leichtes, ein positives Fazit über dieses Seminar zu ziehen. Wie auch die abschließende Rücksprache in der Gruppe deutlich machte, war dieses „Benimmseminar“ sehr lehrreich, interessant und anschaulich und hat viel Spaß gemacht - also ein voller Erfolg.
Deshalb möchten wir uns auch auf diesem Wege nochmals bei unserer Seminarleiterin Frau Koschani-Bongers für die interessante Gestaltung, bei Wladimir Seitz für die Idee eines solchen Seminars, beim Haus der Heimat, besonders bei Annette Folkendt, für die Realisation und bei der Stiftung „Natur-Kultur-Struktur“ des Bezirks Mittelfranken für die Finanzierung dieses Projektes recht herzlich bedanken.
Das Haus der Heimat Nürnberg schließt sich diesem Dank an und freut sich auf weitere Projekte mit aufgeschlossenen und neugierigen Jugendlichen.
Doris Hutter, Geschäftsleiterin des HdH
| 28.08.2011 - 70. Jahrestag der Deportation der Russlanddeutschen |
 |
|
zu den Fotos >>>
Die Landsmannschaft (LM) der Deutschen aus Russland der Ortsgruppen Nürnberg und Fürth sowie der Historische Forschungsverein der Deutschen aus Russland (HFDR) organisierten in Zusammenarbeit mit der SinN-Stiftung, der Evang.-Luth. Nikodemuskirche und dem Haus der Heimat (HdH) Nürnberg zum Gedenken an die Opfer des stalinistischen Regimes in der Sowjetunion am 28. August einen Gottesdienst in der Nikodemuskirche Nürnberg/Röthenbach und am Nachmittag die Kranzniederlegung am Zentralen Denkmal „Flucht und Vertreibung“ auf dem Hallplatz in Nürnberg.
Im Anschluss an den Gottesdienst mit Prädikantin Eva-Maria Pietzcker saßen viele Gottesdienstbesucher bei einem kleinen Imbiss im Gemeindehaus der Kirche, wo im Rahmen von Gesprächen und Erinnerungen u.a. Dr. Sabine Arnold, Leiterin des Projekts "Heimat für Russland-Deutsche" der SinN-Stiftung des Evang.-Luth. Dekanats in Nürnberg, und Lydia Pastarnak, Sprachlehrerin im Haus der Heimat Nürnberg, kurze Ansprachen hielten.
Die feierliche Kranzniederlegung auf dem Hallplatz mit musikalischer Umrahmung von Walter Schatschneider auf der Trompete wurde von Dorothea und Rudi Walter (Vorsitzender der LM Nürnberg), Michael Wanner (Vorsitzender des HFDR) und Horst Göbbel (Vorsitzender des HdH) durch Ansprachen begleitet. Prominentester Ehrengast war Dr. Markus Söder, MdL, Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, der auch ein Grußwort sprach. Weitere anwesende Ehrengäste waren Bezirksrat Peter Daniel Forster sowie Vertreter der Landsmannschaften der Ost- und Westpreußen, Siebenbürger Sachsen und Sudetendeutschen.
Mit beiden Veranstaltungen wurde all jener Menschen gedacht, die aufgrund des Krieges zwischen zwei totalitären Regimes und ihrer menschenverachtenden Politik vollkommen schuldlos verfolgt, verschleppt und ermordet wurden. Am 28. August 2011 jährte sich zum 70. Mal der folgenschwere Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR „Über die Übersiedlung der Deutschen, die in den Wolgarayons wohnen”, der über die gesamte Volksgruppe eine Tragödie mit weitgehenden Folgen heraufbeschworen hatte.
Dieser Jahrestag des Erlasses über die Deportation ist ein Tag, an dem sich die Russlanddeutschen an das schwere Schicksal und das unendliche Leid erinnern, das ihrer Volksgruppe unter der stalinistischen Willkürherrschaft während des deutsch-sowjetischen Krieges 1941-1945 und den späteren Jahrzehnten angetan wurde. In den Siedlungsgebieten der Russlanddeutschen auf dem Gebiet der ehemaligen UdSSR sowie auch in Deutschland finden an diesem Tag traditionsgemäß Gedenkveranstaltungen statt. Der 28. August 1941 mit allen verheerenden Folgen für die Zukunft der Volksgruppe markiert den größten Einschnitt in der fast 250-jährigen Geschichte der Russlanddeutschen. 70 Jahre danach wirken diese Folgen durch Sprach- und Identitätsverlust in der zweiten und dritten Generation immer noch nach. Das Gedenken an die Deportation der Deutschen in der Sowjetunion nach Sibirien und Mittelasien ist ein Symbol für den langen Leidensweg der deutschen Minderheit in der ehemaligen Sowjetunion, aber auch eine Aufforderung an alle, egal ob in den Herkunftsgebieten oder in Deutschland, die Zukunft aktiv gemeinsam zu gestalten.
Doris Hutter
| 23.07.2011 - Fest unter der Eiche |
 |
|
zu den Fotos >>>
Gedenken und Feiern
Thema Deportation beim „Fest unter der Eiche“ im Haus der Heimat Nürnberg
1941 wurden etwa eine Million Deutsche in den Osten der Sowjetunion (SU) ver-schleppt. Das bedeutete die Liquidierung ihrer Wolgarepublik und aller deutschen Sied-lungen im europäischen Teil der SU. Man beschuldigte die Deutschen pauschal der Kol-laboration mit Hitlerdeutschland. Der Stalinerlass vom 28. August bildete den Anfang einer systematischen repressiven Politik gegen deutsche Bürger der SU mit Schutzhaft, Zwangsarbeit, Rechtlosigkeit und gesellschaftlicher Ausgrenzung. 70 Jahre nach dem wohl tiefsten und schmerzlichsten Umbruch in der Geschichte der Deutschen aus Russland wurde im Haus der Heimat dessen gedacht – und dennoch gefeiert.
Horst Göbbel, Vorstandsvorsitzender des Hauses der Heimat (HdH), spannte in seiner Begrüßungsrede den Bogen von der aktuellen nationalen Tragödie in Norwegen über Vertreibung sowie Zwangsumsiedlung als humanitäre Katastrophen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit bis zu den 2,5 Millionen Russlanddeutschen, die in den letzten zwei Jahrzehnten als (Spät-)Aussiedler in Deutschland aufgenommen wurden. Ihre Geschichte ist auch Teil unserer Geschichte. Ihr Gedenken ist auch unser Gedenken. Er schloss mit den Worten: „Gedenken und Feiern schließen sich nicht aus. Wir gedenken der Deportation. Wir feiern die Integration.“
Michael Frieser, MdB, Integrationsbeauftragter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Schirmherr des Festes, der die hohe Anzahl der anwesenden Ehregäste aus Politik und Gesellschaft hervorhob, pflichtete dem bei: „Es ist wichtig, dass Sie auch immer wieder the-matisch erinnern – wie heute an die Deportation der Russlanddeutschen 1941- um Geschichte tatsächlich bewusst zu machen. Dazu gehört Kultur erleben, erleben lassen, aber auch im Alltag selber leben.“ Also sei Begegnung sehr wichtig und: „Das HdH ist ein Ort, an dem Begegnung in kultureller Vielfalt möglich ist, wo man innerlich bereit ist, Menschen mitzunehmen in eine Gemeinschaft.“ Günter Gloser, MdB SPD, thematisierte das Verlassen der Heimat weltweit, speziell die aktuelle Hungerkatastrophe in Somalia, und, Bezug nehmend auf die von Horst Göbbel gestaltete Stellwand (Roll-Up) über die Deportation der Russlanddeutschen, sagte er: „Es ist wichtig, daran zu erinnern, was der Auftrag der Politik, aber auch der Gesellschaft ist: eine Leistung zu erbringen, diese Schreckenstaten zu beschreiben, wie es Ihre Dokumentation auch zeigt, dass wir aber auch aktuell das Thema Heimat in der Politik neu einordnen müssen.“ Christian Vogel, SPD Fraktionsvorsitzender brachte Grüße des Nürnberger Oberbürgermeisters Dr. Ulrich Maly, dankte allen Akteuren für das Engagement im HdH und sagte: „Dies Haus der Heimat zeigt sehr genau, was möglich und was nötig ist für eine Stadt wie Nürnberg.“ Peter Daniel Forster, Bezirksrat, sprach in Vertretung von Bezirkstagspräsident Richard Bartsch ein Grußwort, in dem er ins Schwärmen geriet: „Das Haus der Heimat strahlt wie ein großer Leuchtturm aus dem Nürnberger Süden in das mittelfränkische Gebiet hinaus. Sie faszinieren mit Ihrer Arbeit die Jugendlichen und auch die Junggebliebenen!“ Er war wohl sehr angetan auch vom Kulturprogramm, das zwischen den Grußworten geboten wurde: Aus der russlanddeutschen Tanzgruppe „White Shadows“ (Ltg. Alexander Voss) präsentierte die Kindergruppe HIP- HOP und die Teeny- Gruppe einen Charleston, Sofiya Kachkovska, Sprachschülerin im HdH, tanzte den Russischen Tanz Freude, die Jugendtanzgruppe Sternele der LM der Sathmarer Schwaben Nürnberg (Ltg. Angela Toma) tanzte die Volkstänze Marschkonter sowie Tanzfreude und der Chor der Dt.a. Russland Heimatklänge (Ltg. Charlotte Kitchmeier) sang zwei Volkslieder, so dass kräftig mitgesungen werden konnte..
Im Beisein der Gäste, darunter mehrere Vertreter aus dem Stadtrat, von Wohlfahrtsver-bänden, aus dem Bürgerverein Langwasser, Bund sowie Union der Vertriebenen, Vorsitzen-de von Landsmannschaften, Mitglieder des neuen Nürnberger Rates für Integration und Zu-wanderung sowie des Nürnberger Kulturbeirats zugewanderter Deutscher, ehrte Horst Göbbel Vereinsmitglieder mit 10-jähriger Mitgliedschaft im HdH, darunter Olga Vetter, die auch durch das Programm führte..
Bei herrlich sommerlichem Wetter hatten starke Männer unterschiedlicher Landsmannschaften am Vormittag die Zelte und das Trampolin für die Kinder aufgestellt. Köstlich duftete es am Grill der Siebenbürger Sachsen aus der Tanzgruppe Nürnberg und stetig brummte das Geschäft an der von Banater Schwaben betreuten Schänke. An der Kasse saß Angela Toma mit weiteren Sathmarer Schwaben, die Bibliothekarin Edith Kühn, eine Banater Schwäbin, bestritt den Bücherflohmarkt und Margarethe Ojewski, Russlanddeutsche, betreute die Kinder und Erwachsenen in der Kreativecke beim Verzieren von Blumentöpfen. Ehepaar Faff, Siebenbürger Sachsen, boten Baumstritzel an und erinnerten mit der langen Warteschlange vor ihrem Zelt an die 80-er Jahre in Rumänien: Schlange stehen kann auch zum Gemeinschaftserlebnis werden! Einige Gäste erlebten das Baumstritzelbacken erstmalig. In der Küche wechselten stündlich Helfer verschiedener Landsmannschaften. Knapp 40 Kuchen, deren Ausgabe von Siebenbürger Sächsinnen unter der Leitung von Erika Hoos betreut wurde, hatten die Mitgliedsvereine gespendet. Organisiert war das Fest wieder vom Arbeitskreis Kultur, dessen Mitglieder weitere Aufgaben wahrnahmen, z.B. Bedienung der Ehrengäste oder Ausschenken von Kaffee an alle Gäste. Der Sprecher des Arbeitskreises Kultur, Johann Merk, Sathmarer Schwabe, erhielt stellvertretend für alle beim Fest eingespannten ehrenamtlichen Helfer von Doris Hutter, der Geschäftsleiterin des HdH, eine Blume. Zu dem Zeitpunkt tanzten mehrere der rund 400 Gäste schon zu den Klängen der Siebenbürger Blaskapelle Nürnberg unter der Leitung von Michael Bielz, andere saßen in der Kreativecke und lebten ihre Phantasien künstlerisch aus. Spätestens dann war nach anfänglichem Gedenken das Feiern an der Tagesordnung.
Doris Hutter
nach oben 
|