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Veranstaltungen
2. Halbjahr 2008
Weihnachtsfeiern der Sparachschüler, 16.12.2008 18.12.2008
Aussiedlerbetreuerseminar, 29.11.2008
Inforeihe "Deutsche aus Russland: WER-WIE-WAS" , 25.11.2008
Tanz-Show und Konzert "Ein funkelndes Tanzerlebnis", 07.11.2008
Jugendworkshop "Die Ansiedlung der Donauschwaben", 04.11.2008
Herbstkonzert , 17.10.2008
Dankeschönfest 2008 der AK Mitglieder des Hauses der Heimat Nürnberg
, 10.08.2008
Jubiläumsfest unter der Eiche, 26.07.2008
Abschlussfest der Sprachschüler, 24.07.2008
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| 16.12.2008 - 18.12.2008 Weihnachtsfeiern der Sparachschüler |
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Am 16. und 18. Dezember feierten die Sprachschüler mit ihren Lehrerinnen im Haus der Heimat das Weihnachtsfest. Die aus der ehemaligen Sowjetunion eingereisten Sprachschüler zeigten großes Interesse für Sitten und Bräuche, für deutsche Feiertage, für Weihnachtsrituale und Weihnachtslieder. Im festlich geschmückten Seminarraum mit Kerzen und Adventskranz, an feierlich gedeckten Tischen mit Weihnachtsstollen, Lebkuchen und Glühwein hörten sie Weihnachtsgeschichten und Weihnachtsgedichte, vorgetragen von Olga Vetter und Lydia Pastarnak. Die Geschäftsleiterin des Hauses der Heimat, Doris Hutter wünschte allen frohe Weihnachten und erzählte eine fränkische Weihnachtsgeschichte. Zum Schluss brachte der Weihnachtsmann den Sprachschülern Geschenke, nämlich Mini-Adventssterne . Jede Gruppe bekam auch ein musikalisches Geschenk. Nachher sangen alle gemeinsam Weihnachtslieder.
Olga Vetter
| 29.11.2008 - Aussiedlerbetreuerseminar |
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Als Referenten wurden Frau Isolde Haase vom BdV München und Frau Sabine Heyer von der „Deutschen Rentenversicherung Nordbayern“ Auskunfts- und Beratungsstelle Nürnberg eingeladen.
Am Seminar nahmen 18 Aussiedlerbetreuer, die ihre Beratungstätigkeiten überwiegend im Haus der Heimat verrichten, und die Koordinatorin für ehrenamtliche Tätigkeiten des BdV Bayern Frau Doris Walter teil.
Werner Henning, der Vorsitzende des BdV Nürnberg, begrüßte alle Anwesenden recht herzlich und dankte vor allem den Referenten, dass sie trotz Wochenende bereit waren, an unserem Seminar teilzunehmen.
Der Vortrag von Frau Haase mit Schwerpunkt
a) Aufenthalts- und Arbeitsrecht nach §8
b) Rente allgemein und FRG (Schwerpunkt Deutsche aus Russland)
dauerte ca. eineinhalb Stunden und wurde aufmerksam verfolgt. In der anschließenden Diskussionsrunde kristallisierten sich durch den Vortrag einige Schwerpunkte heraus, über die noch Nachholbedarf besteht. Weiterhin wurden Fallbeispiele durchgegangen und miteinander Lösungen erarbeitet.
Nach einer kurzen Kaffeepause gingen wir dann über zum zweiten Vortrag dieses Seminars, den von Frau Heyer von der „Deutscher Rentenversicherung Nordbayern“ zum Thema „Änderungen in der Rentenversicherung allgemein und FRG durch den Beitritt Rumäniens zur EU am 01.01.2007 und allgemeine Änderungen in der Rentenversicherung Gemeinschaftsrecht- EWG-Verordnung Nr. 1408/71 und Nr. 574/72“
Der Vortrag war professionell und verständlich aufgebaut und durch eine Beamer-Präsentation unterstützt. In der anschließenden Diskussionsrunde ging es hauptsächlich um steuerrechtliche Auswirkungen für die Aussiedler, vor allem der Rentner, durch den Beitritt Rumäniens zur EU. Frau Heyer konnte die meisten Fragen sofort beantworten und versprach uns auch in Zukunft ein „offenes Ohr“ für unsere Anliegen zu haben.
Frau Haase überließ uns ihr Referat, welches wir vervielfältigten und an die Teilnehmer verteilten. Frau Heyer hatte auch viele Infobroschüren dabei und informierte die Betreuer, wo man welche nachbestellen kann.
Zum Schluss bedankte sich Werner Henning nochmals bei allen Anwesenden, vor allem aber bei Frau Steinbinder, die das Seminar organisierte, und wünschte für den bereits anstehenden Imbiss einen guten Appetit und konstruktive Gespräche.
Hans-Werner Henning
| 25.11.2008 - Inforeihe "Deutsche aus Russland: WER-WIE-WAS" |
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„Für mehr Spaß mit klassischer Musik“
In unserem Projekt, der Informationsreihe „Deutsche aus Russland: WER-WIE-WAS“ wurde 2008 als jüdisches Jahr benannt. Warum? Wir, die Sprachschüler und Lehrer, lernen miteinander, wohnen nebeneinander, freuen uns, erleben Enttäuschungen, lachen, weinen und sprechen mit- und übereinander, gehen miteinander im HdH ein und aus, beurteilen und werden beurteilt. Aber im Grunde genommen wissen wir von einander immer noch zu wenig. Wir kannten auch die Geschichte nur unzulänglich. In unseren Gruppen sind Deutsche, Russen, Juden, Georgier, Armenier, Ukrainer, Kasachen und andere Mitschüler. Wir sprechen alle russisch und die Sprache vereint uns. Mit unserer Inforeihe versuchten wir uns besser kennen zu lernen.
Im April fand der erste Teil des jüdischen Jahres unter dem Titel „Aus der Geschichte unserer jüdischen Mitbürger“ statt. Außerdem gab es Stadtführungen durch Nürnberg zum Thema „Jüdische Straßen und Gassen“ und im Mai die Studienreise „Dachau - München“.
Das Thema „Jüdische Mitbürger“ schlossen wir mit einem musikalischen Abend „Für mehr Spaß mit klassischer Musik“ ab. Geboten wurden Stücke jüdischer Komponisten und die wurden von jüdischen Musikern (unsere Sprachschüler) gespielt. Gäste waren die Sprachschüler selber sowie die Leitung des Hauses der Heimat und einige ehrenamtliche Aussiedlerbetreuer.
Mit einem Grußwort eröffnete Frau Hutter das Konzert. Durch das Programm führten Olga Vetter, Lydia Pastarnak und Maria Rem, die Praktikantin des HdH. Sie brachten kurze biografische Berichte über die Komponisten Emerich Kalman, Georges Bizet, George Gershwin, Johann Strauß, Felix Mendelssohn Bartholdy, Anton Rubinstein und kurze Zusammenfassungen ihrer Werke. Dann ertönten und begeisterten das Publikum Lieblingslieder aus der Operette „Csardasfürstin“, „Wiegenlied“ aus der Oper Porgi und Bess, „Melodie“, gespielt von Elena Onsienko und Sergey Parparov, „Couplet von Toreador“ aus der Oper „Carmen“,
„Canzonet Bohemian“ aus „Carmen“ sowie das Musikstück “Habanero“, gespielt von Oleg Madorsky und Jakov Volftsun.
Der Vorsitzende des Hauses der Heimat, Horst Göbbel bedankte sich herzlich bei den Musikern und Organisatorinnen für das wunderbare Konzert.
Olga Vetter
| 07.11.2008 - Tanz-Show und Konzert "Ein funkelndes Tanzerlebnis" |
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Viel Training und Konzentration im Vorfeld erforderte das am Freitag, 7. November im Gemeinschaftshaus Langwasser aufgeführte
„Ein funkelndes Tanzerlebnis“,
ein Mix aus Tanz-Show und Konzert mit anschließender Jugend-Disko. Richard Bartsch, Bezirkstagspräsident von Mittelfranken und Schirmherr, konnte leider nicht anwesend sein, dafür wurden die Ehrengäste Alexander Philipp, Vorstandsmitglied und Doris Hutter, Geschäftsleiterin des Hauses der Heimat ganz herzlich begrüßt, weil sie die Veranstaltung tatkräftig unterstützt haben. Als Vertreterin des Kooperationspartners Gemeinschaftshaus Langwasser war Iwona Lompart ebenso herzlich willkommen! Christian Kalthöner wird an dieser Stelle für die zur Verfügung gestellten Fotos gedankt, siehe Fotoalbum.
Das Tanz- und Gesangserlebnis wurde von „White Shadows“ unter der Leitung von Alexander Voss, unterstützt durch Katja Jonas, und der Tanzschule Franz Hof organisiert und präsentiert. Ihre Tanzgruppen verwandelten sich mehrere Male in anderen Kostümen zu unterschiedlichen Typen und führten verschiedene Tanzstile auf, wie z.B. Tango, Orient, Quadrille, Rumba, HipHop, Ballett oder Modern Dance, genau so wie die Gastgruppen Kalinka und Dancing Dolls. Zwischen den Tänzen moderierten und sangen Anna Malygin und Maria Ochsner, die Gesangsgruppe „remix“ unter der Leitung von Olga Philipp. Im Saal fieberten und jubelten rund 400 begeisterte Zuschauer mit, so dass die Stimmung sich ständig steigerte. Als zum Schluss Düstere Legenden mit Vampiren getanzt wurden, waren die Kinder vor der Bühne fasziniert, aber nicht erschrocken. Man sah bei vielen im Gesicht die Bewunderung für die Künstler und den Wunsch, einmal auch auf der Bühne zu stehen und viele Menschen zu begeistern. Die Vielfalt der Darbietungen war beeindruckend: von charmant und elegant, süß und scharf, weich und zackig, im Zeitlupentempo und flott bis traurig und fröhlich, ernst und lustig war einfach alles da. Ein echt funkendes Tanzerlebnis! Das Motto des Abends wurde der Stimmung im Saal gerecht: „Tanzen ist eine der besten Möglichkeiten, Lebensfreude zu vermitteln und Menschen einander näher zu bringen“. Viele Blumen wurden begeistert von den Fans an die Künstler gereicht.
Doris Hutter sprach den Organisatoren ein großes Lob für die gute Vorarbeit und den reibungslosen Ablauf aus und betonte, dass das Haus der Heimat stolz sei, solche vielseitig begabten aktiven Gruppen und großartigen Ausbilder im Hause und als Partner zu haben. Sie dankte allen Künstlern, Helfern und Sponsoren! Danach wurde der Saal geräumt und in der Jugend-Disko getanzt.
Doris Hutter
| 04.11.2008 - Jugendworkshop "Die Ansiedlung der Donauschwaben" |
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Am Dienstag 4. November fand nach einem gemeinsamen Mittagessen der 27 jugendlichen Teilnehmer, ein
Workshop im Haus der Heimat
statt, der von zwei Referenten des Donauschwäbischen Zentralmuseums Ulm, Rita Siegmund und Jörg Zenker, gestaltet wurde. Thema waren die Donauschwaben, ihre Geschichte und Kultur. Die Veranstaltung bot in Rollenspielen Auswanderung, Ankunft und das Leben in der neuen Heimat, wo die „Neusiedler“ ihre Häuser, ihre Kirche und das gesamte Dorf bauten. Auch Landwirtschaft des 18./19. Jahrhunderts wurde gestaltet und zum Abschluss die Kirchweih, mit Sondergästen (Katharina Probst und Sandra Hirsch tanzten in ihren banat-schwäbischen Trachten) nachgestaltet. Anschließend trat auch das siebenbürgisch-sächsische Jugendtheater Nürnberg mit dem Einakter „Schweinereien Mangelware“ auf, ein Stück, das in den 1980-er Jahren in Siebenbürgen/Rumänien spielt und das Schlangestehen humorvoll beleuchtet. Zum Abschluss gab es Pizza und wer wollte, konnte auch noch tanzen.
Doris Hutter
| 17.10.2008 - Herbstkonzert |
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Mit dem Zauber der Romantik im Germanischen Nationalmuseum
Dem Schirmherrn der Veranstaltung, Dr. Thomas Bauer, Regierungspräsident von Mittelfran-ken, fiel schon zu Beginn des Konzerts angenehm auf, dass an diesem 17. Oktober mehrere Jugendliche den Weg in den Aufseßsaal des Germanischen Nationalmuseums gefunden hat-ten. Das lag sicher auch an den Künstlern, die der Arbeitskreis Kultur des Hauses der Heimat unter der Leitung von Annemarie Wagner ausgewählt hatte. Den ersten Teil gestalteten junge Instrumentalisten, während die Dichtung der Romantik von einem erfahrenen Kammermusik- Ensemble präsentiert wurde.
Begeistert zeigte sich die Moderatorin Helmine Buchsbaum, Stadträtin und Vorsitzende der Landsmannschaft der Banater Schwaben in Nürnberg, über die Auswahl der Komponisten durch die jugendlichen Künstler. Das Trompeten Trio, die Gymnasiasten Markus Schleicher sowie Thomas und Stefan Franz bliesen souverän von James "Red" McLeod Trumpet carrus-sel, von Kevin Kaisershot Danze antique (für das der Komponist im Vorfeld gutes Gelingen gewünscht hatte) und von Anonymus Bourree. Der stürmische Applaus war verdient. Nicht minder beeindruckend präsentierte sich das Streicherquartett bestehend aus Margarete Hah-mann und Christian Schlumberger (Violine), Irmgard Deistler (Viola) und Peter Ackermann (Violoncello). Sie spielten, vom Publikum sehr positiv und mit großem Beifall aufgenommen, die ,,Chamäleon-Stücke" Granny Smith, 700 Jahre Neid und Apfelsaft sowie Geisterparty von Hans Zellweger, humorvolle Werke, die durch ihre Originalität und Vielseitigkeit bestechen, da sie sich unglaublich vielen Instrumenten-Kombinationen anpassen lassen, sowie Mantras von Richard Meyer.
Dann allerdings, nach der Pause, wurde von Beifall abgesehen, um sich verzaubern zu lassen von einer sommerlichen Liebesgeschichte, die von Finden, Verlieren und glücklichem Wie-derfinden erzählt! Denn das ROSENAU-TRIO Baden-Baden, von Willy Rosenau, einem sei-ner Heimat sehr verbundenen Ostpreußen gegründet, schafft durch die Zusammenstellung und Art und Weise der Interpretation von Musik und Literatur eine ganz besondere Atmosphäre.
Die Pianistin Helga Winkler, der Sprecher Martin Winkler und Bariton Holger Bornschier, erprobt in zahlreichen Auslands-Tourneen auf vier Kontinenten, präsentierten Joseph von Eichendorffs Novelle Aus dem Leben eines Taugenichts verbunden mit Liedern von Robert Schumann, Hugo Wolf und Volksliedern sowie Klavierwerken von Felix Mendelssohn-Bartholdy als musikalisch-literarische Hörfolge und nahmen das Publikum gefangen. Einfühl-sam vorgetragen, souverän am Klavier begleitet und ergänzt durch virtuosen Gesang, wurde der gleiche Eindruck vermittelt, den Thomas Mann einst so schilderte: „…törichte Seligkeit, so dass einem die Ohren klingen und der Kopf summt vor poetischer Verzauberung und Ver-wirrung…“ Das Publikum genoss sichtlich die Qualität und den Charme der Hörfolge und hatte nach einer guten Stunde immer noch nicht genug. Die Jugendlichen ließen sich ebenfalls vom Zauber der Romantik fesseln und hörten sich auch die launige Zugabe des Trios an. Es war ein Abend, an dem Musik der Moderne und Dichtung der Romantik zauberhaft zusam-menspielten.
Allen Künstlern und ehrenamtlichen Helfern sei hiermit noch einmal ganz herzlich für die Gestaltung und Organisation dieses glanzvollen Abends gedankt!
Doris Hutter
| 10.08.2008 - Dankeschönfest 2008 der AK Mitglieder des Hauses der Heimat Nürnberg
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Wir knüpften an das Sprichwort „Warum nur in die Ferne schweifen, wenn das Schöne liegt so nah?“ an und planten für dieses Jahr eine Besichtigung der Felsengänge unterhalb der Burg in Nürnberg.
Am 10. August trafen wir uns beim Schönen Brunnen am Hauptmarkt von Nürnberg, um uns zum Treffpunkt mit unserer Führerin, dem Eingang der Felsengänge, zu begeben. Nach der Begrüßung durch die HdH-Geschäftsleiterin Doris Hutter, tauchten wir sprichwörtlich unter. "Das unterirdische Nürnberg" gilt als eine ganz besondere Attraktion, welche Nürnberg seinen Besuchern zu bieten hat. Im Nürnberger Burgberg gibt es schon seit Jahrhunderten eine Vielzahl von unterirdischen Gewölben und geheimen Gängen. Diese wurden in mühevoller Handarbeit aus dem Fels geschlagen. Die Felsenkelleranlagen dehnen sich über mehrere Stockwerke aus. Schon im 13. Jh. wurden die Belüftungsschächte so gebaut, dass noch bis heute eine selbsttätige Luftumwälzung in den Gewölben zu spüren ist. Früher dienten die Felsenkeller hauptsächlich der Lagerung von Bier. Die erste urkundliche Erwähnung war die Verordnung des Rates der Stadt vom 11. November 1380, dass ein jeder, der Bier brauen und verkaufen wollte, einen eigenen Keller haben musste. Während der Luftangriffe im Krieg, dienten die Keller vielen Bürgern der Stadt als Schutz. Heute werden wieder einige der Kellergewölbe, von der darüber liegenden Brauerei im Altstadthof zum Lagern spezieller Biersorten genutzt.
Anschließend wurden wir unter fachkundiger Führung vom HdH-Vorsitzenden Horst Göbbel durch die Nürnberger Altstadt zum Kettensteg geführt, wo wir bei hervorragender fränkischer Küche, einem „kühlen Nass“ und guten Gesprächen den gemeinsamen Ausflug ausklingen ließen.
Herzlichen Dank an die Geschäftsleitung des HdH für die Einladung!
Annemarie Wagner
| 26.07.2008 - Jubiläumsfest unter der Eiche |
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Tag der offenen Tür und 10jähriges Jubiläum des Hauses der Heimat Nürnberg
Auch wenn Dr. Günther Beckstein schon seit dem ersten „Fest unter der Eiche“ alljährlich die Schirmherrschaft übernahm, so war es keineswegs selbstverständlich, dass er auch als Ministerpräsident dabei sein würde. Aber er kam. Denn er sei stolz auf die Entwicklung und die Lebendigkeit dieser „Begegnungsstätte für die Schicksalsgemeinschaft der Heimatvertriebenen und Aussiedler.“ Und er betonte: „Ich habe einen großen Respekt vor all denjenigen, die neu anfangen mussten, denen wir in Bayern so viel zu verdanken haben, vor denen, die sich gescheit angestrengt und wesentlich mitgeholfen haben, Bayern vom Ende der Tabelle nach dem Krieg heute an die Spitze“ zu bringen.
Dass Vertreibung nie gerechtfertigt und ein massiver Verstoß gegen Menschenrechte ist, als Unrecht gebrandmarkt werden und auch deswegen das Zentrum gegen Vertreibungen in Berlin kommen müsse, steht für den bayerischen Ministerpräsidenten außer Frage. Ebenso, sei der frühe Versöhnungsgedanke der deutschen Vertriebenen ein „Grundstein für das Zusammenwachsen in Europa“. Kulturpflege und Integration in vielfältiger Form müsse wie bisher beharrlich weiter geführt werden, denn „Aussiedler sind auch Träger unserer künftigen Entwicklung.“ Dem eindeutigen Ja zum Zentrum gegen Vertreibungen des Ministerpräsidenten schloss sich auch sein Europaminister Dr. Markus Söder an, und hielt u.a. fest: „Das Haus der Heimat ist mehr: es ist die Heimat des Herzens. Jeder von uns spürt hier die Herzlichkeit, spürt die emotionale Verbindung, hier fühlt man sich nicht nur wie in der Heimat, hier fühlt man sich zu Hause.“ Dieses Haus sei auch „Heimat unserer Kultur“ und zugleich „eine Brücke – auch in die Zukunft“. Günter Gloser, Mitglied der SPD-Bundestagsfraktion und Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, dankte für das große Engagement des Hauses der Heimat auch als Brückenbauer zu der Heimat, „von wo viele herkommen, aber auch zu den Bürgern und Mitbürgern hier“, als europäische Kulturvermittler, bekannte sich zum offenen Dialog mit den östlichen Nachbarn, betonte den Friedens- und den Stabilitätsgedanken der EU und lobte alle Gruppen im Haus der Heimat „die diesen wahren europäischen Gedanken pflegen.“ Bundestagsabgeordnete Renate Blank (CSU) dankte nicht nur allen helfenden Händen, sie betonte die Werte, etwa den Wert von Familie, bei den Aussiedlern. Ihr Aufruf, unbedingt am 28. September zur Wahl zu gehen und keine extremen Parteien zu wählen, wurde mit Applaus bedacht. Ebenso freudig vernahmen die Anwesenden auch die Glückwünsche vom Regierungspräsidenten von Mittelfranken, Dr. Thomas Bauer. „Das Haus der Heimat ist ein unverzichtbarer Teil der Nürnberger Kultur, des Nürnberger Kulturlebens und integraler Anlaufpunkt für Aussiedler und Heimatvertriebene.“ Er dankte den Personen der ersten Stunde, deren Handeln auf die Zukunft ausgerichtet war. Schließlich betonte Bürgermeister Horst Förther (SPD) – in in Vertretung des OB Dr. Ulrich Maly - in seinem Glückwunsch zum Jubiläum die breite Vielfalt der Unternehmungen dieses Hauses - vom Volkstanz bis zum HipHop, äußerte sich voll Lob über alle Aussiedler, die sich und ihre jahrhundertealte Kultur hier einbringen, „Gemeinschaft nicht nur beim Hausbau“ beweisen und versprach, nach Klärung einiger Punkte auch die Grundgedanken des Zentrums gegen Vertreibungen nicht aus den Augen zu verlieren: „Wir werden es zu gegebener Zeit unterstützen“, lautete sein Fazit. Alle hohen Gäste begrüßten in ihren Grußworten auch die Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Horst Göbbel, den Vorsitzenden des Vereins Haus der Heimat, durch den Bundespräsidenten Horst Köhler, das ihm vom Bayerischen Ministerpräsidenten wenige Tage vorher bei einem Festakt in der bayerischen Staatskanzlei überreicht worden war als Zeichen für die hohe Anerkennung, die die Integrationsarbeit auch im Haus der Heimat genießt. In seinen einführenden Begrüßungsworten würdigte er den persönlichen Einsatz von Dr. Günther Beckstein, der sich seit Mitte der neunziger Jahre als Innenminister ganz besonders für die Idee des Hauses der Heimat begeistert habe sowie den damaligen Oberbürgermeister Dr. Peter Schönlein und gedachte voller Respekt derer, die „vor zehn Jahren klug vorausschauend dieses Haus förmlich aus dem Boden gestampft haben“, allen voran der Banater Schwabe Dr. Ernst Christian, damaliger BdV-Vorsitzender in Nürnberg. Er sprach von Hartnäckigkeit und deren Vision, eine gemeinschaftsfördernde Heimstatt für zugewanderte Deutsche zu errichten. Inzwischen sei das HdH ein lebendiges Haus, in dem durchschnittlich 150 Personen täglich verkehren: „Wir setzen auf Kinder- und Jugendarbeit, ohne die Erwachsenen aus dem Auge zu verlieren.“ Er zitierte aus der Rede des Ministerprä-sidenten im Nürnberger Rathaus am 8. Juni: „Gelungene Integration ist Eckpfeiler für die Sicherung des sozialen Gleichgewichts in unserem Land.“ und erwähnte das neue bayerische Integrationskonzept: Sprache, Bildung, Arbeit, Teilhabe sowie Offenheit und Toleranz. Dann nannte er einige der vielen gelungenen Projekte auf diesem Weg, den das HdH beherzige, und dankte den Förderern des Hauses für deren Vertrauen und finanzielle Unterstützung.
Schon Monate vorher lief die Vorbereitung des Festes im Arbeitskreis Kultur, koordiniert von AK-Sprecherin Annemarie Wagner. Am Vormittag waren fünf Zelte von Ehrenamtlichen der verschiedenen Mitgliedsvereine des Hauses der Heimat aufgebaut und Kuchenspenden der Mitgliedsvereine übergeben worden.12 Uhr fanden sich die ersten Gäste ein. Da brutzelte es schon auf dem Grill der Tanzgruppe der Siebenbürger Sachsen Nürnberg. Den Ausschank der Getränke besorgte traditionsgemäß ein Team der Banater Schwaben unterstützt von Helfern der Siebenbürger Sachsen, das Kuchenbuffet die Nösner Gruppe und den Küchendienst abwechselnd Vertreter mehrerer Verbände. Die Ehrengäste wurden von den Sathmarer Schwäbinnen Anna Steinbinder und Monika Jacob sowie dem Sachsen Johann Ohler bedient, an der Kasse saßen die russlanddeutschen Sprachlehrerinnen Olga Vetter und Lydia Pastarnak, an der Technik Alexander Philipp, und den Bücherflohmarkt betreute Josefine Engel, die Bibliothekarin des Hauses. Stimmungsvoll ging es mit der Siebenbürger Blaskapelle Nürnberg e.V. (Ltg. Richard Taub und Michael Bielz) in den Hochsommertag hinein, mit Spannung war der Auftritt des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Günther Beckstein erwartet worden. Horst Göbbel hatte neben den oben genannten Grußwortsprechern als weitere hohe Gäste: Ministerialdirigent Medardus Huemer aus dem Bay. Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, Leiter der Abteilung Zuwanderer, Hans-Peter Schwab, Leiter des Ausgleichsamtes der Regierung Mittelfranken, Nürnberger Stadträte und Referatsleiter, Wolfgang Lang, Aussidlerbeauftragter der Stadt Nürnberg, Landtagskandidaten, Vertreter der Wohlfahrtsverbände, befreundeten Vereine und Institutionen, Polizei und Aussiedlerseelsorge sowie Vorsitzende der Mitgliedsvereine begrüßt.
Nach der Begrüßung erklang das „HdH-Langwasser-Lied“, das anlässlich des Jubiläums 10 Jahre HdH auf die Melodie des Frankenliedes von Doris Hutter geschrieben worden war und Dr. Günther Beckstein, dem prominentesten Zuwanderer in Langwasser, gewidmet ist. Vorgetragen wurde es vom Chor des Bürgervereins Langwasser (Ltg. Hanspeter Beßler) und der Gesangsgruppe des HdH „Volksquelle“ (Ltg. Olga Philipp). Die Ehrungen der persönlichen Mitglieder des HdH mit 10-jähriger Mitgliedschaft nahm Horst Göbbel vor. Er dankte für langjährige Treue und Mitarbeit der im HdH Aktiven. Dr. Günther Beckstein wurde nach seinem Grußwort von Wladimir Egorow ein Bild, das Dr. Beckstein und das Haus der Heimat zeigt, als Geschenk für seinen großen Einsatz zum Bau des Hauses überreicht. Der Künstler Egorow ist seit 10 Jahren ehrenamtlicher Leiter von Malkursen für Jugendliche und Erwachsene im Haus der Heimat, ein 1996 aus Georgien ausgesiedelter Deutscher, der in Tiflis die Kunst-Akademie absolviert hat.
Im Wechsel mit den Grußworten konnten die rund 500 Gäste mehrere Auftritte bewundern: Die landsmannschaftlich übergreifende Tanzgruppe „Sonnenmatte 2008“ war heuer anlässlich der Aussiedlerkulturtage von Annette Folkendt gegründet worden. Sie führte ein Medley ungarndeutscher Volkstänze vor. Die Kindergruppen des Hauses der Heimat „Musikspatzen“ und „Lustige Noten“ (Ltg. Olga Philipp) traten mit je einem Lied auf und aus der Tanzgruppe „White Shadows“ (Ltg. Alexander Voss und Katharina Jonas) tanzten Junge Deutsche aus Russland HipHop. Das Showtanzmariechen Sabrina Pfenninger von der Karnevalsgesellschaft Noris Banatoris (Trainerin Stefanie Oster) begeisterte mit einem flotten Showtanz und die Tanzgruppe der Siebenbürger Sachsen Nürn-berg (Ltg. Roswitha Bartel), die in der Nordsiebenbürger Wintertracht tanzte, rundete das vielseitige Programm mit einem Figurenwalzer ab. Die Moderation lag wieder in den Händen von Helmine Buchsbaum, Vorsitzende der LM der Banater Schwaben Nürnberg. Im Anschluss spielte die Blaska-pelle noch zum geselligen Beisammensein, bei dem natürlich wieder getanzt wurde.
Die Ausstellung „Unsere Jugendlichen malen“ (Ltg. Wladimir Egorow, LM der Deutschen aus Russland) konnte im Seminarraum bewundert werden und zum Toben für die Kinder gab es eine Hüpfburg, die gerne auch von den Kindern aus der Nachbarschaft benutzt wird. Geschäftsleiterin Doris Hutter, ihre Mitarbeiterin Annette Folkendt sowie Hausmeister Eugen Vetter koordinierten den reibungslosen Ablauf des Festes.
Am Abend wurde noch gemeinsam mit den letzten Gästen gesungen, während fleißige Helfer die Zelte abbauten. So klang das Fest wieder harmonisch und freundschaftlich aus. Herzlichen Dank allen Helfern und Mitgestaltern für ihr bewundernswertes ehrenamtliches Engagement!
Doris Hutter / Horst Göbbel
Zusätzliche Online-Bildergalerie unter:
http://siebenbuerger.de/medien/fotos/hdh-nuernberg-fest-unter-der-eiche/
| 24.07.2008 - Abschlussfest der Sprachschüler |
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Am 24.07.08 um 17 Uhr hatten sich ca. 100 Schüler und Ehrengäste zum Abschlussfest der Sprachschüler auf der grünen Wiese beim Haus der Heimat versammelt. Nach der festlichen Begrüßung durch die Lehrerinnen Olga Vetter und Lydia Pastarnak ergriff der Beauftragte der Aussiedler der Stadt Nürnberg, Herr Wolfgang Lang das Wort. Er wünschte den Schülern Erfolg in ihrer Zukunft in Deutschland.
Für die Möglichkeit hier im HdH eine Sprachhilfe und Beratung zu bekommen, bedankten sich die Sprachschüler bei Herrn Horst Göbbel, Vorsitzender des Vereins Haus der Heimat, bei Doris Hutter, Geschäftsleiterin des HdH und bei der Stadt Nürnberg, die diese Sprachkurse fördert. Zwei Zitate aus den vielen Dankesworten der Schüler:
„Es ist ein Glück auf unserem Lebensweg so ein Haus und solche Lehrerinnen zu treffen! Für uns ist es auch sehr wichtig, dass wir die deutsche Kultur und Geschichte zu verstehen gelernt haben….“
„ Sich zu trennen ist immer traurig. Wir sagen nicht viele Worte, aber in ihnen werden wir unsere große Dankbarkeit äußern für die Zeit, die wir im Haus der Heimat verbracht haben. ….“
Das Fest wurde von der Gesangsgruppe „remix“ unter der Leitung von Olga Philipp und der Tanzgruppe „White Shadows“ unter der Leitung von Alexander Voss umrahmt. Horst Göbbel und Doris Hutter hielten beim geselligen Teil kurze Reden und es wurde noch unter der Eiche getanzt. Die Schüler verabschiedeten sich mit einem gemeinsamen Lied „ Auf Wiedersehen“.
Olga Vetter
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