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Veranstaltungen 2. Halbjahr 2007

Seminar für Sozialbetreuer im Haus der Heimat, 17.11.2007
Herbstkonzert nach Vernissage einer Ausstellung, 28.09.2007
Langwasserkirchweih des Bürgervereins LW, 12.08.2007
Fest unter der Eiche, 21.07.2007
Abschlussfeier der Sprach- und Orientierungskurse , 19.07.2007

 

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17.11.2007 -   Seminar für Sozialbetreuer im Haus der Heimat nach oben

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Anna Steinbinder, Seminarverantwortliche Beraterin der Sathmarer Schwaben, organisierte für 10 Sozialbetreuer der verschiedenen Landsmannschaften am 17.11. im Haus der Heimat ein Seminar, in dessen Rahmen erst Karl Lottes von der Deutschen Rentenversicherung Ober-und Mittelfranken ab 9:00 Uhr über „Vielfältige Änderungen in der Rentenversicherung durch den Beitritt Rumäniens zur EU und allgemeine Änderungen in der Rentenversicherung“ referierte, wobei er eine Zusammenfassung der Änderungen in der Rentenversicherung gab und danach insbesondere über die Hinausschiebung der Altersgrenzen und neue Regelungen „Rente und Steuern“ sprach.
Ab 11:00 Uhr referierte RA Dr. Bernd Fabritius im Rahmen des Fremdrentenrechts u. a. über Ansprüche und Interpretationsproblematik bei den Spätaussiedlern sowie über die 40%-Kürzungen.

Doris Hutter


28.09.2007 -   Herbstkonzert nach Vernissage einer Ausstellung nach oben

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Die große Zeit des deutschen Theaters in Hermannstadt und
ein vielseitiges „Abendständchen“ im Hubertussaal


Der ehemalige Schauspieler des Hermannstädter Staatstheaters Rolf Maurer eröffnete am 28. September im Foyer des Nürnberger Hubertussaals die Ausstellung „425 Jahre deutsches Theater in Hermannstadt, 50 Jahre DASS (Dt. Abteilung des Staatstheaters Hermannstadt)“. Unter den Ehrengästen befand sich außer Stadträten auch Bürgermeister Horst Förther. Konzeption und Text der Ausstellung stammen von Horst Fassel, Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde Tübingen, und Martin Rill, Donauschwäbisches Zentralmuseum Ulm. Veranstalter war das Haus der Heimat Nürnberg.

Den Exkurs in die Anfänge des Hermannstädter deutschen Theaters im 16. Jahrhundert beginnt der inzwischen in Esslingen am Neckar lebende Maurer mit den Worten von Thomas Mann: „Tief ist der Brunnen der Vergangenheit“. Zur Theaterkunst hinführend beschreibt er seine Gefühle als Schüler in seiner Heimatstadt Mediasch, im Traube-Saal: Beim Erleben des „Wilhelm Tell“ liefen ihm Schauder über den Rücken. Als ein Wunder betrachtet er übrigens, dass Schillers „Tell“ im kommunistischen Rumänien gespielt werden durfte, wo es in anderen Diktaturen schon vor dem Zweiten Weltkrieg verboten worden war. Dieses Privileg der deutschen Schauspieler in Rumänien ergab sich glücklicherweise, weil deren Zensoren in mehreren Fällen nicht so genau hinschauten. So konnte eine alte Tradition erfolgreich weitergeführt werden.

Nach anfänglichen mobilen Theatergruppen begann im 18. Jahrhundert das regelmäßige Theater in Hermannstadt Fuß zu fassen. Die Blütezeit des Stadttheaters war Ende des 19. Jahrhunderts, als jede Hermannstadt vergleichbare österreich- ungarische Provinzstadt ein Theater, und meist auch ein deutsches, hatte, wobei reger Kontakt und Austausch zwischen den einzelnen Bühnen ein hohes Niveau der Theaterkunst förderte. Nach 1918 jedoch waren die Deutschen zur Minderheit in Rumänien geworden. „Es ging jetzt darum, sich auch als Theater der Minderheit zu behaupten, was große Erfolge aber auch große Irrwege mit sich brachte“, erklärt Rolf Maurer. Während des Zweiten Weltkrieges verkam das Theater zu einem Fronttheater, ein Ensemble, das Soldaten an der Front zum Durchhalten ermuntern sollte. Es löste sich 1944 auf. Es war ein Ende.

Aber nicht das endgültige! Denn mit dem Dekret Nr. 56771 der kommunistischen Machthaber wurde 1956 die deutsche Abteilung am Hermannstädter Staatstheater gegründet, „um die Nation zu homogenisieren“, also alle Volksgruppen durch ein einziges Theater zu verschmelzen. Das war aber ein Irrtum, weil Theater bei Minderheiten genau das Gegenteil bewirkt: Meinungen und Neigungen werden bestärkt. „Die große Zeit des Theaters war seltsamer Weise die Zeit des tiefsten Kommunismus“ sagt Rolf Maurer und erwähnt mit großem Respekt seine Kollegen, aus Zeitmangel namentlich jedoch nur die Persönlichkeiten, die in all den Jahren die Zielsetzung und Richtung dieser Bühne bestimmt haben: Hanns Schuschnig, Regisseur, Übersetzer und Darsteller sowie Christian Maurer, Bühnenschriftsteller, Übersetzer, Spielleiter und Darsteller, der von 1956 bis 1990 durchgehend aktiv war. Das klassische deutsche Bühnenrepertoire wurde auch durch modernes ergänzt. Trotz restriktiver Maßnahmen der Ceausescu-Diktatur überlebte das Theater, musste jedoch zunehmend das Angebot einschränken.

Dramatisch wurde es nach 1989 mit der massiven Abwanderung der deutschen Bevölkerung, weil es erst mal Publikumsverlust bedeutete. Da ein Schauspieler in der Sprache des Publikums spricht, schien es fast unmöglich, die deutsche Abteilung des Theaters weiter aufrecht erhalten zu können. Trotzdem wird in Hermannstadt immer noch deutsches Theater gespielt. Die Abteilung besteht fort. Alle Achtung!

Rolf Maurer und seine Kollegen können stolz sein, dass es ihnen gelungen ist, das deutsche Theater trotz aller Widrigkeiten über so eine lange Zeit zu betreiben. Den Autoren dieser Ausstellung, die in Nürnberg vom 25. September bis zum 5. Oktober gezeigt wurde, sei hiermit auch ganz herzlich gedankt, dass sie sich dieses Themas angenommen und das Hermannstädter Deutsche Theater in vielen Facetten anschaulich und effektvoll präsentiert haben.

Im Anschluss an die Vernissage fand im Hubertussaal das HerbstKonzert des Hauses der Heimat Nürnberg, organisiert vom Arbeitskreis Kultur, statt.

Die erste Solistin des Abends lebt in Siebenbürgen: Anita Gertrude Hartig wurde 1983 in Bistritz geboren und studiert Master im 1. Jahr auf der Musikakademie “Gheorghe Dima” in Klausenburg. Begleitet von der ebenfalls in Bistritz geborenen und in Schwabach lebenden Musiklehrerin Karin Beer, geb. Hoos, begeisterte die Sopranistin mit einer hervorragend klangvollen und sicheren Stimme. Sie sang die Arien „Je dis" aus der Oper „Carmen" von Georges Bizet und „L'altra notte“ aus der Oper „Mefistofele" von Arrigo Boito sowie „O Dieu que de bijoux" aus der Oper „Faust" von Charles François Gounod.

Stefan Vasil, ein Sathmarer Schwabe, seit 1989 Geigenlehrer an Ingolstädter Gymnasien überzeugte zusammen mit der in Siebenbürgen geborenen und 1978 ausgesiedelten Cellistin Daniela Mayer beim Vortragen von Alessandro Rollas „Duo für Violine und Violoncello C-Dur, Allegro, Andante“.

Der Männerchor des 1873 gegründeten Gesangverein „Fidelia“ Münchaurach wird von Waldemar Welker dirigiert, der heute in Fürth wohnt. Er durchlief seine musikalische Ausbildung in Russland, bevor er 2002 als Spätaussiedler nach Deutschland kam. Neben zwei weiteren Männerchören, z.B. dem Nürnberger Shanty Chor, leitet er zusammen mit seiner Frau noch eine eigene Musikschule. Unter seiner Leitung beeindruckte der Chor mit dem „Wanderlied" aus der Oper „Preziosa" von Carl Maria von Weber, einer russischen Volksweise, einem Liturgischen Gesang aus Argentinien sowie mit Giuseppe Verdis „Chor der Gefangenen" aus der Oper „Nabucco" bearbeitet für Männerchor von Waldemar Welker.

Markus Böhm, mit Vorfahren aus dem Sudetenland, trug virtuos am Klavier „Im Nebel“ von Leo¨ Janáček (1854-1928) vor.

Helmine Buchsbaum, die mit vielen interessanten Details zu den Komponisten und aufgeführten Stücken gekonnt durch das Programm führte, freute sich, zum Abschluss des Abends ein ganz besonderes Abendständchen ankünden zu können:

Der Eichendorff-Chor Bamberg wurde heuer anlässlich 150 Jahre seit Joseph von Eichendorffs Tod von 30 Sängerinnen und Sängern aus Begeisterung für dessen Werk unter der Leitung von Werner Krahnert gegründet. Der Dirigent war zuletzt Kirchenmusikdirektor in Bamberg. Unter seiner Stableitung erklangen vierstimmig und gekonnt in der Vertonung von Elke Vogt- Kleinecke, einer Schlesierin, die als Chormitglied anwesend war, mehrere Eichendorff-Gedichte, darunter „Trost“, „Der Morgen“, „Glück“ und „Abendständchen“.

Das Konzert stand unter der Schirmherrschaft des Staatsministers für Europa, Günter Gloser, MdB. Außer ihm nahmen Bürgermeister Horst Förther und Ehegattin sowie einige Stadträte teil. Sie und weitere Gäste zeigten sich beeindruckt von der Qualität und dem Charme der Veranstaltung. Allen Künstlern und ehrenamtlichen Helfern sei hiermit nochmals ganz herzlich für die Gestaltung dieses glanzvollen Abends gedankt!

Doris Hutter

12.08.2007 -   Langwasserkirchweih des Bürgervereins LW nach oben

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Teilnahme einiger Gruppen des Hauses der Heimat und einige Mitgliedsverbände beim Trachtenumzug der Langwasser-Kirchweih.

21.07.2007 -   Fest unter der Eiche nach oben

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Das Fest unter der Eiche des Hauses der Heimat
Gäste aus dem Ausland als Bereicherung

Zu den Vereinsmitgliedern des Hauses der Heimat Nürnberg, zahlreichen Gästen aus der Politik, aus verschiedenen Institutionen, wie Allgemeiner Sozialdienst, Polizei, Jugend- und Kulturamt der Stadt, Kirchen und dem Bürgerverein Langwasser, sowie mehreren Vorsitzenden der Mitgliedsver-eine des HdH gesellten sich am 21. Juli ganz besondere Gäste aus dem Ausland.

Es waren durchwegs Musiker: Zwei Sathmarer Schwaben, zur Zeit Musikstudenten in Deutsch-land, traten mit einer Einlage aus klassischen Stücken an Posaune und Tuba sowie mit Jazz-Klängen auf, während die Blaskapelle aus Ohio eher Tanz- und Stimmungslieder vortrug. Der Deutsche Musikverein Cleveland, Ohio geht aus der 1967 vom Nadescher Sachsen Stefan Bell ge-gründeten Musikschule hervor und feierte im April sein 40- jähriges Jubiläum. Die Leiterin, ge-nannt Präsidentin des Vereins, ist Christin Ropolt und die Dirigentin deren Schwester Rosi Witine. Die Kapelle tritt überwiegend im Raum Cleveland im Bundesstaat Ohio auf, u. a. auch beim deut-schen Oktoberfest in Cleveland. Der Musikverein trat seine Reise nach Europa schon zum 2. Mal an. Weil es in Nürnberg so schön war, besuchten sie erneut ihre vorwiegend Nadescher Freunde und mit ihnen das Fest unter der Eiche. Ihr beeindruckender Auftritt wurde mit großem Interesse, Bewunderung und Freude aufgenommen, was zum Teil an Dixie- Klängen, aber sicherlich auch an den bayerischen Trachten, die sie trugen, und vereinzelt sächsischem Sprechen lag.

Traditionelle Märsche, Polkas, Walzer und Stimmungspotpourris gab es bei herrlichem Sonnen-schein diesmal federführend von der kleinen Besetzung der Siebenbürger Blaskapelle Nürnberg unter dem Vorsitz von Richard Taub und der musikalischen Leitung von Michael Bielz, so dass auf dem Gelände viele Stunden lang fröhliche Feststimmung herrschte und auch Tanzbeine in Schwung kamen.

Für Abwechslung im kulturellen Programm sorgten der Kinderchor und das Gesangsduo „remix“ des Hauses der Heimat unter der Leitung von Olga Philipp, die Ausstellung „Sibirien im Blick deutscher Missionare“ von Olga Vetter und Lydia Pastarnak, Deutsche aus Russland, sowie die Tanzgruppe der Siebenbürger Sachsen Nürnberg unter der Leitung von Johann Schuster und Ros-witha Bartel mit dem den „Neppendorfer Ländler“ und dem „Nagelschmied“.

Mitglieder derselben Tanzgruppe waren es auch, die am Grill ehrenamtlich dafür sorgten, dass be-liebte Spezialitäten genossen werden konnten. Den Ausschank besorgen traditionsgemäß Mitglie-der der Trachtentanzgruppe der Banater Schwaben Nürnberg, den Verkauf der gespendeten Ku-chen die Nösner Gruppe der Siebenbürger Sachsen, den Küchendienst reihum mehrere im Haus verkehrende Gruppen, den Büchertisch, die Kasse, Nachschub und Übersicht die Angestellten des Hauses der Heimat und die Organisation im Vorfeld der Arbeitskreis Kultur unter der Leitung von Annemarie Wagner.

Kein Wunder, dass in den Grußworten der Politiker immer wieder Dank für soviel ehrenamtliches Engagement ausgesprochen wurde! Darüber hinaus befand Horst Göbbel, Vorsitzender des Hauses der Heimat (HdH), in seiner Begrüßung die im HdH geleistete Integrationsarbeit deshalb besonders wertvoll, weil sie beim Erlernen der deutschen Sprache beginne, die Herzenssprache und Heimat-sprache aber nicht vernachlässige. Damit gebe man den Zuwanderern Heimat und Deutschland eine aufgeklärte und integrationswillige Bürgerschaft. Nach einem Exkurs in die aktuelle Problematik der bundesdeutschen Integrationsbemühungen lobte er das Beispiel aus Siebenbürgen, wo in Kron-stadt die Schüler, die eine deutsche Schule besuchen wollen, erst Deutsch können müssen, wobei das als selbstverständlich angesehen wird.

Unter den zahlreichen Stadträten befand sich selbstverständlich Helmine Buchsbaum, Vorsitzende der LM der Banater Schwaben Nürnberg, die durch das kulturelle Programm führte. Sie und der Siebenbürger Sachse Werner Henning, Vorsitzender des BdV und der UdV Nürnberg, kandidieren für den nächsten Nürnberger Stadtrat.


Der Schirmherr Dr. Günther Beckstein, zukünftiger bayerischer Ministerpräsident konnte dem Fest nicht beiwohnen. Er wurde von Dr. Markus Söder, Generalsekretär der CSU vertreten. In seinem Grußwort sprach dieser von alter und neuer Heimat, wobei er 2007 als „Jahr der Franken“ titulierte.
Nach dem „Tag der Franken“ am 1. Juli und nachdem am 26. Mai der 1. FC Nürnberg Pokalsieger geworden sei, dürfe am 9. Oktober ein Nürnberger Ministerpräsident in Bayern werden! Beginnend mit Horst Göbbel, der ein „fester Bestandteil in der ganzen Stadt Nürnberg“ sei, dankte Söder den Ehrenamtlichen für großartige Leistungen und schloss mit den Worten: „Alle, die heute Ehrenamt ausüben, haben Vorbildwirkung für unsere Gesellschaft!“

Dagmar Wöhrl, CSU, Mitglied im Bundestag und Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, er-wähnte die „vielen leistungsfähigen Frauen, die es auch in nicht frauenspezifischen Bereichen gibt“ und sagte: „Wichtig ist, dass wir motivieren!“

Nürnbergs dritter Bürgermeister Klemens Gsell, CSU- Kandidat für den Oberbürgermeisterposten der Stadt, begann sein Grußwort, auch als Vertreter des OB Dr. Maly, mit den Worten: „Das Haus der Heimat hat für uns in unserer Stadt eine eminent wichtige Bedeutung. Wenn wir’s noch nicht hätten, müssten wir’s noch mal bauen…Jeder Cent, den wir an Unterstützung leisten, ist für den Frieden in dieser Stadt, ist für das Zusammenleben in dieser Stadt extrem wichtig.“ Dabei betonte er auch die Rolle des Hauses als Ansprechpartner, wo man sich organisieren und in Gemeinschaft leichter einleben könne. Für die kulturellen Leistungen sprach er ein „Herzliches Vergelt’s Gott!“ aus und lobte abschließend das Anpacken der Mitglieder und die konstruktive Problemlösungs-kompetenz des Hauses, mit dem die Stadtverwaltung eine gemeinsame Sprache gefunden habe.

Von Seiten der SPD würdigte Stadträtin Gabriele Penzkofer-Röhrl die Arbeit des HdH: „Sie leisten mit Ihrem ehrenamtlichen Engagement einen aktiven Beitrag zur Bürgergesellschaft, haben sich in den Stadtteil geöffnet und sind als Forum der Begegnung, der Information und des Austausches ein fester Bestandteil in unserer Stadt geworden. Darauf können Sie stolz sein.“ Mit Beratung und Sprachkursen ergänze das HdH hervorragend das Angebot der Stadt. Abschließend sagte sie: „Im Haus der Heimat werden nicht nur Traditionen weiter gegeben, sondern Sie gehen ganz bewusst neue und moderne Wege, dafür unsere herzlichsten Glückwünsche!“

Stadtrat Utz Ulrich, FDP griff das Thema „Franken“ noch einmal auf und sagte: „Sie haben einen ganz großen Vorteil! Die Franken selbst, die nicht vertrieben wurden, haben die Kultur viel weni-ger bewahrt als Sie es unter den schwierigen Umständen getan haben, tun mussten. Und das ist das größte Geschenk, dass Sie uns gemacht haben!“

Marcus König von der Jungen Union war zum ersten Mal Gast im Haus der Heimat. Sichtlich be-eindruckt sagte er: „Was Sie gepflanzt haben, werden wir täglich gießen, das ist der Auftrag auch der jungen Generation!“

Doris Hutter





19.07.2007 -   Abschlussfeier der Sprach- und Orientierungskurse nach oben

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Abschlussfeier der Sprach- und Orientierungskurse
März 2007 / Juli 2007 im Haus der Heimat

Der letzte Tag ist heut´ gekomm´n, wir sagen: „Wiederseh´n!“
Im Haus der Heimat war es schön, wir müssen trotzdem geh´n…(Zitat einer Sprachschülerin)


Nach der Begrüßung durch die Sprachlehrerinnen des Hauses der Heimat Nürnberg Olga Vetter und Lydia Pastarnak und den Grußworten von Wolfgang Lang, Aussiedlerbeauftragter der Stadt Nürnberg, und Horst Göbbel, Vorsitzender des Vereins Haus der Heimat, hatten erst einige Künstler das Wort.

Von der hauseigenen Gesangsgruppe „remix“ unter der Leitung von Olga Philipp gab es Pop-Gesang und schöne Lieder. Vier Schülerinnen, Deutsche aus Russland, zeigten einen selbst einstudierten Tanz zum festlichen Anlass und der Sprachschüler Jakiv Volftsun trug ein Solo auf der Trompete vor, das einen besonderen „Augenblick“ darstellt. Die Geschäftsleiterin Doris Hutter ermunterte die Sprachschüler darauf, sich ebenso mutig wie diese kleinen und großen Künstler in die Gesellschaft Deutschlands einzubringen: Auch wenn die deutsche Sprache noch nicht perfekt sei, könne man seine Talente, Hilfe und Seele dort einbringen, wo sie gebraucht werden. So könne man auch in der ersten schwierigen Zeit Freunde und Anerkennung unter den Einheimischen finden.

Die Sprachschüler brachten ihre Gedanken zum Teil zögerlich und stockend vor. Doch was sie damit aussagten, war Dankbarkeit und Bewusstsein über den Stellenwert der deutschen Sprache für ihre Zukunft. Hier einige Zitate aus den Abschiedsreden der Sprachschüler:

„Sehr geehrte Frau Hutter, seit einem Jahr besuchen wir den Sprach- und Orientierungskurs. Wir, Leute aus den verschiedensten Ländern, die die deutsche Sprache lernen wollen! Während dieses Kurses haben wir unsere Kenntnisse erheblich verbessert. Die Atmosphäre im Haus der Heimat haben wir stets als sehr angenehm und warm empfunden. Wir möchten uns bei unserer Lehrerin, Frau Vetter ganz herzlich bedanken sowohl für ihren Unterricht als auch für ihre Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und große Geduld! Ebenfalls bedanken wir uns bei Ihnen, liebe Frau Hutter, für die Möglichkeit, in Ihrer Einrichtung Deutsch zu lernen. Wir hoffen, dass es uns nun gelingen wird, dieses Land, die deutsche Kultur und die hier lebenden Menschen ein wenig besser kennen zu lernen und zu verstehen.
Herzlichen Dank und alles Gute! Beste Grüße von unserer Gruppe!“

„Ich begrüße sie alle bei uns im HdH (Haus der Heimat). Ich bin in Deutschland seit 2 Jahren und ich habe den 6 Monat -Sprachkurs vom Bundesamt besucht. Aber für die Integration, für die Orientierung in einem fremden Land war das zu wenig. Zum Glück habe ich von meinem Bekannten über HdH erfahren. Ich habe mich sofort gemeldet. Dieser Orientierung Sprachkurs hat mir sehr geholfen. Im Bildungszentrum habe ich meine Prüfung zur Zertifikat Deutsch erfolgreich bestanden (mit Note 1) dank dem HdH. Im HdH habe ich viel mehr Information über Deutschland bekommen, über Menschen über die Geschichte des Landes, über die Lebensart, Sitten und Bräuche, Feste, Traditionen. Mit jedem Amtsbrief, jeder Sorge und Probleme habe ich hier Hilfe bekommen. Der Lernstoff ist immer deutlich erklärt worden. Wir haben die Grammatik besser verstanden und das hat unsere Sprachkenntnisse verbessert.
Was ist Fasching, Ostern, Weihnachten? Wie werden diese Feste gefeiert. Ich habe in diesem Haus erfahren und gefeiert. Für diese gute Sache danken wir den Lehrerinnen Frau Vetter, Frau Pastarnak, und der Geschäftsleiterin Frau Hutter. Ich habe einen Sohn. Er ist 6 Jahre alt. Ich freue mich immer wieder, wenn ich ins HdH komme und sehe wie viele Kinder hier musizieren, tanzen, malen, singen. Das ist sehr wichtig für die Integration nicht nur für die Erwachsene, sondern auch für die Kinder. Im Namen unserer Gruppen sagen wir Danke und wünschen, dass es dem HdH weiter gut geht und das wir immer herkommen können und weiter unsere Kenntnisse verbessern können.“

„Heute haben wir uns versammelt um den Abschluss des Deutsch-Kurses zu feiern. Wir danken vor allem dem Staat und dem Haus der Heimat für die gegebene Möglichkeit. Wir bedanken uns bei unserer wundervollen Pädagogin Frau Olga Vetter für die große Geduld. Mit ihrem Charme und ihrem Talent entwickelte Frau Olga Vetter in der Gruppe ein freundliches Arbeitsklima. Wir bedanken uns für alles und wünschen Gesundheit und viel Erfolg in ihrer Arbeit.“

„Sehr geehrte Damen und Herren, im Namen unserer Gruppe begrüße ich Sie herzlich auf unserem Fest und wünsche Ihnen einen schönen Abend und viel Spaß. Heute ist ein besonderer Tag für uns. 5 Monate sind vorbei und unser Sprachkurs ist zu Ende. Wir sind heute froh und aber auch ein bisschen traurig. Froh – weil wir noch einen Schritt nach vorne gemacht haben, haben fleißig Deutsch studiert und unsere Sprachkenntnisse verbessert. Wir erkannten viel Neues über Land und Leute, über die Stadt in der wir wohnen, über Bayern und Deutschland. Wir sind aus verschiedenen Ländern gekommen, Deutschland ist unsere neue Heimat, wir wollen möglichst viel über Deutschland erfahren und möchten uns hier nicht als Gäste, sondern als echte Bürger fühlen, perfekt Deutsch sprechen, Arbeit finden usw. Wir verstehen auch ganz genau, dass wir uns sehr bemühen müssen um dieses Ziel zu erreichen. Dabei hilft uns sehr viel „Haus der Heimat“ und die erfahrene, ausgebildete und sehr hilfsbereite und gutherzige Leute, die hier tätig sind. Wir sind ihnen dafür sehr dankbar. Vielen Dank.“

Eine Schülerin wünschte den Teilnehmern „sibirische Gesundheit, kaukasisches langes Leben, russische Geduld, ukrainischen Appetit und deutschen Wohlstand“.

Es war ein herzlicher Abschied vom Haus der Heimat, der wiederum klar machte, wie fruchtbar Begegnungen und freundliche Verständigung zwischen den Menschen sein können.

Doris Hutter


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