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  Nachruf auf ehemalige Vorstandsmitglieder

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1927-2011

 

 

 

 


Dr. Gottfried Garbe,


am 02.08.1927 in Gnadenfrei bei Reichenbach in Niederschlesien geboren, war Mitglied im Schlesierbund Nürnberg e.V. und vertrat diesen im Arbeitskreis Kultur des Hauses der Heimat e.V. Nürnberg.

Er war Lehrer und sah es als seine Herzensangelegenheit an, Schlesien mit seiner Landschaft, seinen Dichtern und Musikern seinen Schülern nahe zu bringen. Mit vielen Vorträgen z.B. über Eichendorff, Gerhart Hauptmann und die Geschichte Schlesiens wollte er Botschafter seiner geliebten Heimat sein.

Im Haus der Heimat e.V. Nürnberg war Dr. Gottfried Garbe Mitglied seit 1997 und von 2001 bis 2007 Beisitzer im Vorstand. Hingebungsvoll widmete er sich den Aktivitäten im Haus der Heimat.

Mit seinem Tod am 12.03.2011 verlieren wir neben einem Zeitzeugen und kulturell sehr engagierten Mitstreiter ein wertvolles und geschätztes Mitglied unserer Gemeinschaft.

Ruhen Sie in Frieden, Herr Dr. Garbe!
 

 

 

1940-2010

 

 

 

 

 

 

 

 


Ingrid Fröhlich,


am 28.10.1940 in Leobschütz/Oberschlesien geboren, war Mitglied im Schlesierbund Nürnberg e.V. und übernahm als stellvertretende Vorsitzende Verantwortung in dessen Vorstand, in dem sie vor allem für das interne Informationsblatt verantwortlich zeichnete, das regelmäßig erschien und das rege Leben des Schlesierbundes mit den vielen Veranstaltungen und Fahrten dokumentierte.

Im Haus der Heimate.V. Nürnberg stellte sie sich im Jahr 2004 als Kassenwartin zur Verfügung und bekleidete es gewissenhaft bis zu ihrem Tod.

Sie war sowohl bei den Schlesiern, als auch im Haus der Heimat ein wertvolles Vorstandsmitglied, das nicht nur zuverlässig mit Rat und Tat wirkte, sondern auch bestrebt war, immer ausgleichend zu agieren und widerstrebende Parteien zueinander zu bringen.


Darüber hinaus engagierte sie sich auch im Aussiedlerbeirat der Stadt Nürnberg und vertrat dort couragiert die Interessen der ostdeutschen Heimatvertriebenen.


Mit ihrem Tod am 18.03.2010 verlieren wir neben einer Zeitzeugin ein wertvolles und zuverlässiges Mitglied unserer Gemeinschaft. Sie wird uns sehr fehlen.
Liebe Ingrid, ruhe in Frieden!
 

 

 

1924-2004

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Dr. Phil. Ernst Christian,

wurde am 17.12.1924 im Banater Ulmbach/Neupetsch geboren und gleich nach dem Abitur 1944 zum Wehrdienst eingezogen, wonach er später in Österreich und ab 1957 in Nürnberg lebte.

Neben einer eindrucksvollen beruflichen Laufbahn und Empfang bedeutender Auszeichnungen, blicken wir auf eine sehr umfangreiche ehrenamtliche Tätigkeit Dr. Christians zurück. Er war:

1947-1953 Obmann der katholischen Studenten aus Rumänien in Graz, Österreich

1954 Gründungsmitglied und 1981-1990 Vorsitzender der Heimatortsgemeinschaft Ulmbach

1977-1997 Vorsitzender der Landsmannschaft der Banater Schwaben Nürnberg

1978-1999 Aussiedlerreferent im Bundesvorstand der Landsmannschaft der Banater Schwaben, zeitweilig auch geschäftsführender Bundesvorsitzender

1978-2000 Sozialreferent im Bund der Vertriebenen (BdV) Nürnberg, ab 1987 Vorsitzender

1995-1997 Mitglied des Bundesverbandes der Vertriebenen, zuständig für Aussiedlerfragen

1997-2000 Mitglied des BdV- Beirates des BMI, des Kuratoriums der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen sowie des Stiftungsrates der Konrad Adenauer Stiftung für Flüchtlinge und Vertriebene.

1984-1990 Gründungsmitglied und Vorsitzender des Aussiedlerbeirats bei der Stadt Nürnberg

Dr. Ernst Christian förderte die Ansiedlung von über 20.000 Banater Schwaben im Großraum Nürnberg, setzte sich für das Bleiberecht von Härtefällen ein und errichtete mehrere ehrenamtliche Aussiedlerberatungsstellen in Nürnberg. 1989 war er Gründungsmitglied und danach im Vorstand des Hilfswerks der Banater Schwaben, gründete 1980 die Banater Jugendtanzgruppe Nürnberg und wirkte auch als Schöffe beim Amtsgericht Nürnberg (1985-1988) sowie beim Verwaltungsgericht Ansbach (1989-1992)

1995-2000 Gründungsmitglied des Fördervereins Haus der Heimate.V. Nürnberg und dessen Vorsitzender, sowie ehrenamtlicher Leiter des Hauses der Heimat (1998-2000).

1984 wurde Dr. Ernst Christian die Goldene Ehrennadel des Bundes der Vertriebenen, 1986 das Bundesverdienstkreuz am Bande und 2004 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.

Er starb am 24.12.2004. Horst Göbbel, Vorstandssitzender des HdH seit 2000 schrieb am 29.12.2004 in seinem Nachruf u. a.: „Dr. Ernst Christian, eine starke Persönlichkeit mit großer Ausstrahlung, ein gebildeter, ein prinzipienfester, ein kompetenter Mensch und Freund, hat sich treu zu seiner Banater und Nürnberger Heimat ebenso wie zur großen Gemeinschaft der deutschen Vertriebenen und Aussiedler bekannt. Er war tatkräftig, mutig, furchtlos. Er war aktiv und zielstrebig, konnte – hartnäckig wie er war – schwierige und komplexe Aufgaben vorantreiben und ließ nicht locker, bis tragbare Ergebnisse zu verzeichnen waren.

Lieber Ernst, Dein unermüdliches Wirken für das Zustandekommen und für die entscheidende höchst erfolgreiche Arbeitsaufnahme des Hauses der Heimat Nürnberg hat Früchte getragen und wir verneigen uns vor dieser großen Leistung.“

Sehr geehrter Dr. Ernst Christian, ruhen Sie in Frieden!

 

 

 

1929-1999

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Johannes Geiger,
 
geboren am 20.09.1929, lenkte ab 1987 die Geschicke der Union der Vertriebenen in seiner Heimatstadt Nürnberg, obwohl er selbst kein Heimatvertriebener war. Als Gymnasiallehrer für Deutsch kam er an den Leistungen der Deutschen aus dem Osten nicht vorbei und als Geschichtslehrer kannte er die ganze deutsche Geschichte sowie deren europäischen Zusammenhang.

Die Wirren der 68er Bewegung und das Ende des Prager Frühlings 1968 veranlassten ihn zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Kommunismus. 1978 übernahm er den Vorsitz des Arbeitskreises Deutschland  und Ostpolitik. Bereits ab der Mitte der 80er hatte er als CSU-Ortsvorsitzender für Langwasser regen Kontakt mit Russlanddeutschen, denen er nach Kräften half.


1995 war er Gründungsmitglied des Fördervereins Haus der Heimate.V. Nürnberg und wurde dessen stellvertretender Vorsitzender. Er setzte sich mit bewundernswerter Ausdauer, Sachverstand und viel Herzblut dafür ein, dass 1998 das Haus der Heimat in Nürnberg-Langwasser gebaut wurde.

Zur Bedeutung des Hauses sagte er 1997: „Und hier sollte in der ehemaligen Lagerstadt durch ein solches Haus und durch ein Mahnmal zum Ausdruck gebracht werden, was das Schicksal der Vertreibung bedeutet und wie die Vertriebenen mitgeholfen haben unsere Stadt und den Freistaat zum modernsten Gemeinwesen Europas aufzubauen. Es wird ein offenes Haus sein, das vor allem der Integration der jungen Generation dienen soll…“


Tragisch, dass es Johannes Geiger nicht vergönnt war, das Aufblühen des von ihm mitinitiierten Hauses zu erleben: er verstarb am 22.11.1999.


Sehr geehrter Johannes Geiger, ruhen Sie in Frieden!

 

 

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